CD-Review: Cult Of The Fox - Vow Of Vengeance

Besetzung

Magnus Hultman – Gesang
Per Pilhjerta – Gitarre, Gesang
Erika Wallberg – Gitarre
Peter Svensson – Bass, Gesang
Daniel Fritze – Schlagzeug

Tracklist

01. Letters Of Fire And Sword
02. A Witch Shall Be Born
03. Spirit Of The Hunter
04. Through Metal And Madness (Pt 2)
05. Slave To The Reaper
06. Word Of Truth
07. The Power We Serve
08. I'm Working On That
09. Cult Of The Fox

thumbnail

Was bin ich froh, dass soviele junge schwedische Musiker ihre Vorliebe für traditionellen Heavy Metal entdecken. Denn irgendwie scheinen alle diese Schweden, die sich dann in einer ensprechenden Band zusammentun, enorm viel Potential mitzubringen. Ich denke da nur an Bands wie Gallows End, Bullet, Mean Streak, Katana und Steelwing. Oder Screamer und Slingblade, deren Reviews in Kürze hier ebenfalls zu lesen sein werden. Ein weiterer Vertreter dieser Art sind die 2007 gegründeten CULT OF THE FOX, deren Debutalbum “A Vow Of Vengeance” mir nun zur Rezension vorliegt.

CULT OF THE FOX fassen ebenfalls das Erbe der NWoBHM auf und verbinden es mit einem kraftvollen Sound und einer modernen Produktion zu einem ebenso melodischen wie energischen Output. Hier gibt es keinen rumpeligen Garagenklang. Viel mehr ist man erstmal versucht, den Volumeregler zurückzudrehen, so dynamisch kracht der Opener “Letters Of Fire And Sword” aus den Boxen. Diese Power wird ab der Mitte abgebremst, um einer epischen, Manowar-liken Phase freien Lauf zu lassen. Manowar sind sicherlich ein Einfluss, dem die Schweden fröhnen, genauso aber Judas Priest oder die alten Teutonen-Metaler von Rage und Grave Digger.
Ein paar gesangliche Ähnlichkeiten sehe ich zwischen Sänger Magnus Hultman und Grave-Digger-Shouter Chris Boltendahl, wobei Hultman eine klarere Stimme hat, bei Bedarf aber auch in raue Bereiche gehen kann. Die Stimmpower und die Ausdruckskraft, die bis ins letzte Detail ausgereizt wird, sind aber vergleichbar. Auf jeden Fall sind es sehr markante Vocals, die der Musik von CULT OF THE FOX auch einen Stempel mit Wiedererkennungswert aufdrücken. Ich will aber nicht nur am Gesang eine gute handwerkliche Leistung festmachen. Alle Mitglieder machen einen prima Job und haben ihren Anteil am charakteristischen Sound von CULT OF THE FOX.
Das Songwriting ist durchweg gelungen. Das eingängige und straighte “A Witch Shall Be Born”, das epische, auf klasse Twin Leads bauende “Spirit Of The Hunter”, die ultimative Power-Bedröhnung “Through Metal And Madness (Pt. 2)”, der getragene Stampfer “Word Of Truth”, die eingängige Energienummer “The Power We Serve” und die abschließende Melodic-Hymne “Cult Of The Fox” sind neben dem coolen Opener weitere Anspieltipps. Auffälligerweise habe ich jetzt fast die gesamte Tracklist aufgezählt, aber das spricht einfach für dieses Album. Und die beiden nicht genannten Stücke sind auch nicht unbedingt schlecht. CULT OF THE FOX beweisen ein wirklich ausgezeichnetes Songwriting-Händchen.

“A Vow Of Venceance” ist ein starkes Old-School-Metal-Werk, druckvoll wie melodisch, eingängig und dennoch technisch ausgefeilt, und insgesamt auch ziemlich abwechslungsreich. Die noch unbekannten CULT OF THE FOX legen mit diesem Album einen beeindruckenden Albumeinstand hin. Freunde des traditionellen Heavy Metal sollten die Schweden dringendst antesten.

Bewertung: 8.5 / 10

Geschrieben am

Kommentieren

Kommentar-Feed abonnieren