CD-Review: Foobar The Band - Your Fiend, My Friend

Besetzung

Jonny Zasella – Gesang
Anders Karlsson – Gitarre
Dennis Brandeby – Gitarre
Janneck Larsson – Bass
Tim Ferm – Schlagzeug

Tracklist

01. My Friend
02. Catch 22
03. 18 Years
04. Revolution
05. Dawning of a Day
06. All About You
07. Communication
08. Queen of Fools
09. Natural
10. All Right
11. Moonshine

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Wer sich mit Bands wie Audioslave oder Danko Jones auf einer Ebene sieht, der lässt, zumindest was den Stil betrifft, wenig Raum für Spekulationen.
FOOBAR THE BAND liefern Hard Rock, rotzig und groovend – und machen ihre Sache im Grunde gut. Damit ist schon fast alles gesagt und das ist eigentlich traurig.

Bei FOOBAR THE BAND handelt es sich um eine fünfköpfige Gruppe aus Göteborg, die nun über Reside Records ihren zweiten Longplayer “Your fiend, My friend” veröffentlichen. In ihrem Internetauftritt und der Gestaltung der Promo (wohl auch des Albums) pflegen die Mannen ein recht stereotypes Hard-Rock-Image und ebenso stereotyp kommen ihre elf Songs daher. Der erste Song verrät einem alles, was man wissen braucht und weder dynamisch, noch stilistisch gibt es irgendeine Entwicklung oder Veränderung innerhalb der Platte. Das ist schade, denn allein genommen rockt jeder Track ganz gut die Hütte, nur muss man schon ein echter Liebhaber des Genres sein, um sich “Your fiend, My friend” in Gänze zu geben, ohne sich zu langweilen. Darüber kann auch die fetzige Produktion, der ein oder andere mitreißende Refrain und die an und für sich solide Arbeit der Musiker nicht hinwegtäuschen.Auffällig ist auch, dass einem schon der erste Song sofort bekannt vorkommt und sich das “schonmal-gehört”-Gefühl durch das ganze Album zieht. Jedes fetzige Riff, jedes Solo, ja sogar jede Hookline wirkt altbekannt.
Im Grunde hat man also elf Mal den selben Mittempo-Groovebolzen, mit variierendem Intro, aber gleichem Aufbau und dem immer selben Mitgröhlrefrain.

Da mögen vielleicht einige Songs ihren Weg in den ein oder anderen Mix finden, der Vergleich mit Audioslave oder Danko Jones bleibt aber hoffnungslos maßlos. Denn wirkliche Inspiration, oder zumindest überragende Professionalität, fehlt hier und das ist in so einem altehrwürdigem und von vielen Bands bereichertem Genre einfach tödlich.Es ist, wie schon angedeutet, relativ gleich, welchen Song man sich zum Reinhören aussucht, darum bleibt hier eine entsprechende Empfehlung auch aus.
Nach 44 Minuten und 26 Sekunden bleibt dann nur ein, wenn man alle Umstände berücksichtigt, durchschnittliches Album übrig, dass aber durchaus seine potenziellen Anwendungsgebiete hat. Denn nochmal: Jeder Song für sich rockt ganz gut, und das Album verzeichnet keine großen Niveauschwankungen und so ist “Your fiend, My friend” geradezu prädestiniert für Automusik oder sonstige Hintergrundbeschallung. Und wer nicht zwingend Innovation oder bedeutende Eigenständigkeit erwartet, der wird hier auf jeden Fall eine Sammlung grundsolider Songs finden.

Redakteur: Dario E.

Bewertung: 4.5 / 10

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