CD-Review: Freedom Call - Eternity

Besetzung

Chris Bay - Gitarre, Gesang, Keyboard
Cedric Dupont – Gitarre
Ilker Ersin - Bass
Dan Zimmermann - Schalgzeug

Tracklist

01.Metal Invasion
02.Flying High
03.Ages of Power
04.The Spell
05.Bleeding Heart
06.Warriors
07.The Eyes of the World
08.Flame in the Night
09.Land of Light
10. Island of Dreams
11.Turn Back Time

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Nun, Metalbands, die mit Double Bass Massakern, hohem Gesang und klischebeladenen Texten versuchen, sich in der Szene zu etablieren gibt’s zu Hauf.Dadurch, das bei solchen Bands leider viel zu oft jegliche Innovation und Eigenständigkeit fehlen, werden vielversprechende Genrekollegen leider ebenso oft ebenfalls als überflüssig abgestempelt.
Damit so was bei Freedom Call nicht passiert, schreibe ich diese Review!! Klar, bei Freedom Call gibt’s auch eine Double Bass Salve nach der anderen- von Gamma Ray Felldrescher Dan Zimmermann höchstpersönlich-, ziemlich hohen Gesang und auch die Texte dürften dem ein oder anderen aufs Gemüt schlagen. Was Freedom Call jetzt aber dennoch deutlich von anderen Bands dieser Machart abhebt, ist zum einen ihr wunderbares Händchen für tolle Melodien und Songpassagen, zum anderen ihre Spielfreude, die man den Jungs zweifellos anhört ( ein Konzert konnte diesen Eindruck sogar noch um einiges stärken!!). Das schlägt sich zum einen in bombastischen Nackenbrechern („Metal Invasion,Ages of Power“) oder sympathisch-kitschigen Balladen („Bleeding Heart“) nieder, zum anderen in Stücken wie der ultimativen Gute Laune- Mithüpf-Hymne „Land of the Light“ (erinnert etwas an Europes Final Countdown). Kurz: Es macht bei den meisten Stücken einfach Spass, Freedom Call zu hören, auch obwohl die Jungs wie gesagt das Rad nicht neu erfunden haben. Die fantastischen Melodien mit angenehmer Spielfrische kombiniert („Island of Dreams“) können selbst die truesten Texte („Warriors“) nicht trüben. Das trotzdem nicht alle Stücke völlige Ausnahmeknaller sind („Flying High“) oder teilweise verdächtig bekannt vorkommen ( man vergleiche Eyes of the World mal mit Helloweens Future World) ist auch nicht weiter schlimm, und die oftmals gar nicht mal außergewöhnlichen Grundstrukturen der Songs verdinden die Jungs mit fantastischen Details- mal nur eine bestimmte Bridge („Metal Invasion“),mal ein kurzer Chorteil („Warriors“) –so das sich auch eine gewisse Vielschichtigkeit der Stücke zeigt, mit simplen, aber sehr klangvollen und effektiven Mitteln!Für Leute, denen Rhapsody zu bombastisch und Hammerfall zu true sind, dürften Freedom Call genau das Richtige sein!

(Alexander)

Bewertung: 8 / 10

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