CD-Review: Frozen Shadows - Empires de Glace

Besetzung

Myrkhaal - Gesang, Keyboard
Alvater - Gitarre
Namtar - Bass
Forrkas - Schlagzeug

Tracklist

01. Au Seuil des Ténèbres
02. Adrift in the Sepulchral Snow
03. Return to Supremacy
04. Forests of Perdition
05. Coldest Infinity

thumbnail

FROZEN SHADOWS kommen aus Kanada und dürften spätestens seit „Hantises“ vermehrter ein Begriff sein. „Empires de Glace“ ist ihre Demo und wurde Ende der 90er neu aufgelegt, um eben jenen Tribut zu zollen. Mittlerweile ist Forrkas nicht mehr in der Band aktiv, Namtar übernahm seinen Part zusätzlich, das jedoch nur, bis man in Melkor einen Ersatz fand. Die Aufmachung ist schlicht, das Cover plus die Texte und ein knappes Statement, warum man den Re-Release herausbrachte, müssen genügen.

Eine halbe Stunde bieten uns die Jungs aus Quebec, „Au Seuil des Ténèbres“ macht den Anfang und beginnt mit Orgelklängen, welche leicht pathetisch klingen. Der Einsatz des Keyboards ist generell sehr häufig zu vernehmen. Zwar breitet es sich nicht wie ein Teppich über die Musik aus, sondern wurde eher angenehm zur hintergründigen Untermalung eingesetzt. Schliesslich beginnt auch das richtige Lied und der Hörer merkt recht schnell, dass die Demo, welche soundtechnisch nicht aufpoliert wurde, alles andere als Rumpel-Black Metal bietet. Natürlich ist der Klang nicht exquisit, aber für eine Demo mehr als angemessen. Myrkhaal keift und speit die Texte geradezu heraus, das schnelle Spiel des Quartetts wirkt durch das Keyboard sehr melodisch und atmosphärisch. Die Gitarren flirren teils, sägen sich knisternd durch die Tracks. FROZEN SHADOWS beweisen hier, warum sie durch spätere Werke vielerorts Lobpreisungen entgegennehmen durften, legen sie hier doch den Grundstein. „Empires de Glace“ ist für eine Demo mehr als klasse, etliche vollwertige Alben werden um Längen geschlagen, was die Qualität des Materials angeht. Jedes der Stücke bannt den Hörer, ist trotz nicht allzu verschiedener Anlagen alles andere als monoton. Ohne großen Aufwand – sollte man meinen – ist dafür nur hier eine direktere Spielweise nötig, dort ein Tempowechsel und wiederum an anderer Stelle ein Hervorstechen der Gitarre. Dies jedoch immer so perfekt ausbalanciert, dass „Empires de Glace“ überzeugen kann und nicht wenig Gefühl entstehen lässt. Als Beispiel das Interludium in „Forests of Perdition“, welches unheilsvorahnend und hektisch dieselbe knappe Melodie wiederholt, bevor der Klangessturm erneut voller Passion losbricht. Solche Momente sind es, die dem Hörer das Blut in den Adern gefrieren lassen und ihn an das Liedgut binden.

Wie schon angesprochen ist „Empires de Glace“ ja nur eine Demo, nach der sich die Kanadier von FROZEN SHADOWS noch um ein Vielfaches verbessern konnten. Trotzdem überragend, was man hier zu hören bekommt, man kann also nur eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen.

Bewertung: 8 / 10

Geschrieben am

Kommentieren

Kommentar-Feed abonnieren