CD-Review: Funebrarum - The Sleep Of Morbid Dreams

Besetzung

Daryl Kahan – Gesang
Nick Orlando – Gitarre
Matt Medeiros – Gitarre
Dave Wagner – Bass
Shawn Eldridge - Schlagzeug

Tracklist

01. Perish Beneath
02. Grave Reaper
03. Beyond Recognition
04. Cursed Eternity
05. Incineration Of Mortal Flesh
06. Nex Monumentum
07. Among The Exiled

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In Zeiten, in denen unzählige Bands die Death Metal Szene entern und versuchen auf Teufel komm raus den „wahren“ Old School Death Metal zu spielen, erfreut es einen, wenn solche Alben wie „The Sleep Of Morbid Dreams“ von FUNEBRARUM in der Musikanlage landen.Die Jungs aus New Jersey schafften es mit ihrer Debütscheibe „Beneath the Columns of Abandoned Gods” 2001 in die Herzen der “New Wave of Morbid Old School Death” Fans, welche besonders in den USA eine beachtliche Zahl an Anhänger findet. Nach diesem Werk wurde es reichlich still um die Band und ein erster Anlauf für das neue Album im Jahr 2007 scheiterte an Terminschwierigkeiten, sodass es ganze acht Jahre gedauert hat, bis man nun den Zweitling der breiten Masse präsentieren kann.

Soundtechnisch sind sie sich in all den Jahren hingegen treu geblieben. Nach wie vor zelebriert man (brutalen) Death Metal, mit morbiden und düsteren Elementen und Lyrics. Eine Mischung, die man mehr in den späten 90er Jahren erwartet hätte, als Ende des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends. Der Musikgenuss tut dies keinen Abbruch. Dank einer äußerst gelungenen Abmischung von Produzent Don Fury, erinnert -erfreulicherweise- nur der Sound an eben jene Zeit, und nicht die Qualität der Aufnahme.
Daher geht es auch mit Bass und ordentlich Druck hinter dem ganzen Soundgewand mit “Perish Beneath” und “Grave Reaper” los und wie es sich für eine Old School Band gehört, wird eine Doublebasssalve, nur allzugerne von einem schleppenden Riff und tiefsten Growls unterbrochen. Ruhige Gitarrenpassagen dürfen hierbei natürlich ebenso wenig fehlen.Auch bei “Cursed Eternity” oder dem 8 Minuten Geknüppel “Nex Monumentum” geben sich FUNEBRARUM experimentierfreudig und Sänger Kahan, wie die beiden Gitarristen Orlando und Medeiros wechseln zwischen melodischen und hämmernden Parts elegant hin und her. „Among The Exiled“ rundet dann das ganze Packet äußerst gelungen mit äußerst gelungenen 6 Minuten ab.

FUNEBRARUM haben es geschafft, die heikle Situation zwischen dem „damals“ und dem „heute“ nahezu perfekt zu meistern. Dank der reichlichen Abwechslung, kommt beim Hörer keine langweile auf und erschlägt ihn dennoch nicht mit zu vielen verwendeten Elementen. Zudem beweisen FUNEBRARUM, dass man das Genre nicht neu erfinden oder blind kopieren muss, um eine durchgehend gute Scheibe zu produzieren.
„The Sleep Of Morbid Dreams“ sei jenen Death Metal Fans ans Herz gelegt, die gerne wieder Death Metal im Stil von Grave, Demigod & Co. hören wollen. All jene, die das Debüt schon kennen, sollten dieses Werk sowieso schon längst auf der Einkaufsliste stehen haben. Einzig die magere Spielzeit von etwas über einer halben Stunde stößt, wenn es auch Genretypisch ist, etwas bitter auf.

Bewertung: 8.5 / 10

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