CD-Review: Funeral For A Friend - The Young And Defenceless (EP)

Besetzung

Matt Davies-Kreye – Gesang
Kris Coombs-Roberts – Gitarre
Gavin Borrough – Gitarre
Richard Boucher – Bass, Hintergrundgesang
Ryan Richards – Schlagzeug, Hintergrundgesang

Tracklist

01. Serpents In Solitude
02. Vultures
03. Damned If You Do, Dead If You Don't
04. Sixteen

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Das letzte Studioalbum liegt mittlerweile bereits zwei Jahre zurück, 2009 durften die Fans ihr Geld lediglich für das Best Of-Paket „Your History Is Mine: 2002-2009“ ausgeben. Nun, gerade noch rechtzeitige im laufenden Jahr, haben die Roadrunner Records-Knappen FUNERAL FOR A FRIEND ihre neue EP „The Young And Defenceless“ als Download auf den Markt gebracht – die sich, wie auch schon die Vorgängeralben, in einer Mischung aus Alternative, Hardcore und Metalcore heimisch fühlt.

Am Anfang sind es noch Synthesizer-Klänge, mit denen „Serpents In Solitude“ den Startschuss in die nächsten 13:28 Minuten FUNERAL FOR A FRIEND gibt – dann lassen die Waliser aber auch schon das erste markante und äußerst melodische Gitarren-Lead von der Leine, gegen das Schlagzeuger Ryan Richards überraschend heftig anzublasten versucht. Die Screams, die beim Opener ähnlich sporadisch eingesetzt werden wie auf den folgenden drei Tracks, werden von Mikrofonbefeuchter Matt Davies-Kreye mit hörbarer Freude an der Sache vorgetragen, obwohl sie die meiste Zeit dem Klargesang weichen müssen.
Der war bei den fünf Jungs von der Insel schon immer eine starke Geschmackssache – und wird auch mit „The Young And Defenceless“ weiterhin eine bleiben. Über das wieder sehr melodische und rhythmussichere „Vultures“ wird man den Eindruck nicht los, dass das Quintett merklich an seiner Technik gearbeitet hat. „Damned If You Do, Dead If You Don’t“ dient im Anschluss als Paradebeispiel für die Skatepunk-Einflüsse, um die FUNERAL FOR A FRIEND seit jeher keinen Hehl machen. Nicht nur die dezent im Hintergrund platzierten Gruppenshouts stehen dafür exemplarisch – die gesamte Instrumentalisierung ist ein einziger Fingerzeig in Richtung des Skatepunks der späten ’80er.
Ihren absoluten Höhepunkt findet die EP trotz der unbestreitbaren Klasse der drei Vorläufer im abschließenden „Sixteen“, das noch einmal die wichtigsten Trademarks der walisischen Truppe beinhaltet: Eingängige Leads und Solo, Hooklines, die gar nicht mehr aus dem Ohr zu bekommen sind, eine trotzdem noch ausreichend vorhandene instrumentale Härte und der unverwechselbare Gesang von Fronter Davies-Kreye.

Auch wenn betreffs eines neuen Albums noch keine konkreten Informationen an die Öffentlichkeit drangen, kann man sich ziemlich sicher sein, dass diese EP ein Vorbote dessen ist, was 2011 noch auf die Fans zukommen dürfte – „The Young And Defenceless“ schreit jedenfalls nach einer Fortsetzung und bietet auch jetzt im Winter noch die perfekte gute Laune-Musik!

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