Interview mit András Nagy von Forest Silence

Ihr erstes Album legen FOREST SILENCE in diesen kalten Tagen mit “Philosophy Of Winter” vor. Dahinter stecken Winter (der ehemalige Sear Bliss-Keyboarder) sowie András Nagy (Sear Bliss-Sänger und Gitarrist), der hier unsere Fragen zum Debütalbum beantwortet.

English original…

Grüße dich, Andras! Wie geht es dir?
Ausgezeichnet,danke. Ich bin derzeit sehr beschäftigt, weil wir das Material zum Aufnehmendes neuen Sear Bliss-Albumsvorbereiten.

 

 Ihr habt nun euer erstes Album nachlängerer Pause veröffentlicht, wie waren die bisherigen Resonanzen?
Es ist erstein Monat vergangen, seitdem das Werk erhältlich ist, wir haben also bis jetztnoch nicht allzu viele Informationen darüber aber alles in allem sind dieResonanzen bis dato wirklich gut.

 Wie würdest du das Album den Lesernbeschreiben, wenn du dich dabei auf Sear <spanclass=SpellE>Bliss beziehen müsstest?
„<spanclass=SpellE>Philosophy of Winter“ ist ganz anders als die Musik von <spanclass=SpellE>Sear Bliss. Wir spielen mit <spanclass=SpellE>Sear Bliss viel live, wohingegen <spanclass=SpellE>Forest Silence Musik ist, die mandaheim alleine hören kann. Es ist sehr kalte, winterliche Musik mit einerobskuren Aura. Die Songs sind eher langsam und mittelschnell. Wenn ich esbeschreiben sollte, würde ich sagen, „Philosophy ofWinter“ ist wie ein langer, einsamer Marsch in winterlichen Wäldern.

 Wie kam es zu dieser längerenAbstinenz?
Wie ichschon sagte, ist Forest Silence keine aktive Live-Band. Es ist eigentlich die Band von unserem früherenKeyboarder Winter. Er hat ausserdem noch viel zu tunmit seinen anderen Projekten, hinzukommt, dass es lange gedauert hat, bis wirdas richtige Label für den Release des Debüts gefunden hatten. Das sind dieGründe für die relative Stille um Forest <spanclass=SpellE>Silence.

 Ist der Titel „Philosophy of Winter“ auch ein Bezug auf das Pseudonym deines Bandkollegen undProtagonisten oder was drückt ihr damit genau aus?
Der Titeldes Albums bezieht sich auf die Jahreszeit Winter. Die Arbeit von <spanclass=SpellE>Forest Silence drehte sich immerum den Winter. Der Winter hat uns immer am meisten beeinflusst seitdem wirMusik für Forest Silence erschaffen. Die Songs sind Meditationen in den Winterwäldern. Sie handeln vonder Philosophie des Winters.

Wie teilten sich die Arbeiten an „<spanclass=SpellE>Philosophy of Winter“ auf, wer war für welchen Bereichzuständig?
Winterschreibt den Großteil der Musik, die Basis aller Stücke und danach steuere ichdie Gitarren dazu bei. Er schreibt die ganze Musik zum Keyboard und zum Bassund hinterher formen wir zusammen die Songs. So wurde das Album geboren.

 Warum faszinieren euch die ThemenWälder und Winter so sehr, was steckt dahinter?
Dasresultiert schon aus der Kindheit. Wir waren schon immer beeindruckt von derkalten Mystik der Wälder und des Winters und ihrer Schönheit.

Kam der Deal mit Candlelighthauptsächlich zustande, weil Sear Blissdort auch unter Vertrag sind oder gab es andere ausschlaggebende Gründe?
Eigentlichpassierte es genau anders herum. Wir hatten mit ForestSilence den Deal mit Candlelightund ihrem Sublabel Appease Me und später unterschrieben wir dort mit Sear <spanclass=SpellE>Bliss. Als unser Vertrag mit unserem früheren Label erfülltwar, begannen wir nach einem neuen Label für Sear <spanclass=SpellE>Bliss zu suchen. Wir kannten Candlelightund wir wussten, dass sie professionell sind, also fragten wir sie und siewaren interessiert. So heuerten wir dort an.

Wie sehr spannt dich dieDoppelbelastung von Sear Blissund Forest Silence ein undwelches Projekt müsste im Falle einer Überschneidung den Kürzeren ziehen?
Keines vonbeiden ist eine Belastung für mich. Ich würde es nicht tun, wenn es michbelasten würde aber es ist wahr, dass beide einige Zeit in Anspruch nehmen. Ichverbrachte mich Sear Bliss nun 13 Jahre und würde es niemals aufgeben. Es ist meine Band und <spanclass=SpellE>Forest Silence ist die Band vonWinter aber ich bin sehr glücklich und stolz, dass ich ein Teil davon seinkann, weil ich immer ein großer Fan von Forest <spanclass=SpellE>Silence war.

Wie passen eigentlich der damaligeAusstieg aus Sear Blissseitens Winter und bei Forest Silenceeure Zusammenarbeit zusammen?
Winter undich sind seit 15 Jahren befreundet. Wir spielten damals zusammen in <spanclass=SpellE>Sear Bliss und blieben auchFreunde, als er Sear Bliss <spanclass=SpellE>verliess. Es war seine Entscheidung. Er mochte es nicht, zutouren, Shows zu spielen und sowas. Er wollte dasnicht weiterführen also beendete er es. Ich respektierte seine Einstellung undtue es weiterhin, spätestens seitdem wir eines Tages planten, wieder zusammenzu spielen. So sah unsere Kooperation aus, als wir diese 2001 mit <spanclass=GramE>dem dritten Demo von Forest <spanclass=SpellE>Silence begannen.

Oftmals besingt eine Gruppe zwareine Thematik, die persönliche Einstellung differiert dann aber doch von der publiziertenBandmeinung. Wie haltet ihr bzw. wie hälst du es alsoprivat mit den Thematiken von Forest <spanclass=SpellE>Silence?
Winter istdie seltsamste Person, die ich jemals kannte bzw. kenne. Ich <spanclass=SpellE>weiss, wie er lebt und dass er nichts vortäuscht. Er istexakt das, worüber er singt. Er lebt wirklich ein Black Metal-Leben.

 In letzter Zeit wagen immer mehrBands, ein Keyboard zur hintergründigen Untermalung zu nutzen und dabei auchgerne spacige Klänge zu nutzen. Beobachtest du dasauch und wie findest du das grundsätzlich?
Solangeeine Band dazu in der Lage ist, unverkennbare Sounds und Melodien mit demKeyboard zu erschaffen, ist es in Ordnung. Aber einige von denen nutzenlangweilige Standardklänge, was nervt. Du musst wissen, wie man originale Dingekreiert. Keyboards spielen bei Forest <spanclass=SpellE>Silence eine gewichtige Rolle und wir arbeiten viel mitihnen.

Was für Bands aus deiner Heimatwürdest du empfehlen? Allzu viele sind nicht bekannt, nebst SearBliss vielleicht noch Turulver,Bornholm und Dusk. Welche Werke schätzt du in diesemZusammenhang?
Um ehrlichzu sein, beachte ich die Szene nicht, es ist also nicht einfach, diese Frage zubeantworten. Ich weiss, dass es hier einige <spanclass=SpellE>vielversprechende Gruppen gibt und ich hoffe, dass diemeisten bald internationale Anerkennung bekommen werden.

Wie groß isteigentlich das Publikum in Ungarn, welches eure Musik hört? Wächst die Gemeindestetig oder gibt es etwaige besondere Vorgänge oder Vorkommnisse?
Was <spanclass=SpellE>Sear Bliss angeht, haben wir einestarke und große Fanbasis hier, welche jedoch konstant wächst, weil wir immermehr junge Leute auf unseren Konzerten sehen. Im Falle von ForestSilence gibt es definitiv viele Menschen, welche sichdafür interessieren. Da aber die Demos nicht vertrieben worden sind, kennen <spanclass=SpellE>Forest Silence nicht viele Leute.

Das war es auch schon,ich wünsche euch alles Gute!
Danke dirfür das Interview, danke für die Unterstützung.


Geschrieben am 21. Dezember 2006 von Gastredakteur

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