CD-Review: Deftones - Around the Fur

Besetzung

Chino Moreno - Gesang
Stephen Carpenter - Gitarre
Chi Cheng - Bass
Abe Cunningham - Schlagzeug
Frank Delgado - Turntables

Tracklist

01. My own summer (shove it)
02. Lhabia03. Mascara
04. Around the fur
05. Rickets
06. Be quiet and drive (far away)
07. Lotion
08. Dai the flu
09. Headup
10. MX
11. Damone (Hidden Track)


Die Wut von „Adrenaline“ kann man noch deutlich spüren. Der Erstling, der bis dahinnoch eher unbekannten Deftones wurde zwar nicht euphorisch gefeiert wie so manch anderes Debut einer Castingband, zeigte einigen Käufern jedoch, mit wievielEnergie sie es zu tun haben. Dieses Album liegt nun schon geschlagene zwei Jahre zurückund die Deftones legen noch einmal los, eine Spur professioneller als „Adrenaline“.
Das Cover ziert eine sehr spärlich bekleidete Dame, die sich warscheinlich geradean den warmen Strahlen der Sonne erwärmt und dabei einen tiefen Ausschnitt zurVerfügung stellt. Ein zweifellos erotisches Bild, die Bedeutung ist mir jedoch schleierhaft.

Irgendwie hab ich das Gefühl, als hielte ich ein perfektes Demoband in der Hand.
Die Tracks klingen beweitem nicht mehr so roh wie beim Vorgänger, die Vocals sindklar zu erkennen und auch die Musik an sich ist mehr als geil. Die Kritiker, die denDeftones nichts gutes vorraussagten, durften mit Songs ala „My own summer“ nunStaub schlucken und sahen wohl eine völlig andere Band in den Deftones.
Der erst langsam vorankommende Deftones Zug bekam nun einen heftigen Stoßund nun lief alles wie geschmiert. Die Zeiten, bei denen ihre Kollegen von Limp Bizkit oder Korn mit vergleichbarem Sound Millionen einfuhren war wohl vorbei.
„Be quiet an drive (far away)“ kommt anfangs sehr melancholisch, steigert sich jedochzu einem gelungenem Track, zu welchem auch ein lobenswertes Video gedreht wurde,Deftones Manier eben. Erstmals findet sich nun auch ein sehr ruhiger Song: „Mascara“nennt sich der „Softie“ und bringt Chino Morenos Gesang richtig in den Vordergrund undder Frontmann präsentiert ungeahnte Gesangtalente. Auch Titeltrack „Around the fur“erweist sich als absolutes Highlight auf diesem Album! Was brauchts mehr?

Vielleicht war es ja auch besser so, das der oben genannte Zug der Deftoneserstmal langsam in Fahrt kam und noch immer nicht die Höchstgeschwindigkeit erreicht hat.
So blieben sie von dem ganzen lächerlichen Rummel verschont und konnte ihreIdentität als potenzielle „Underground Band“ bewahren. Mal sehen, wie es weitergeht…

Bewertung: 8.5 / 10

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