CD-Review: Fear Factory - Transgression

Besetzung

Burton C. Bell – Gesang
Christian Olde Wolbers – Gitarre
Byron Stroud – Bass
Raymond Herrera – Schlagzeug

Tracklist

01. 540,000° Fahrenheit
02. Transgression
03. Spinal Compression
04. Contagion
05. Empty Vision
06. Echo Of My Scream
07. Supernova
08. New Promise
09. I Will Follow
10. Millenium
11. Moment Of Impact


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„Transgression“ von FEAR FACTORY ist eine der Platten über die im Vorfeld so viel diskutiert wurde wie über kein anderes, anstehendes Album. Dabei war nach der starken „Archetype“ alles so gut wie klar das „Transgression“ ähnlich wird. Doch nach einem Sample des Songs „Supernova“ musste wohl jeder Anhänger der Angstfabrik im wahrsten Sinne des Wortes Angst bekommen. Mit Balladenähnlichen Teilen wurden die Fans beschmissen, was leider überhaupt nicht zum Vorgänger und schon gar nicht zu den Meisterwerken aus den 90ern passt.
Die Songtitel sind zwar nach wie vor typisch FEAR FACTORY angehaucht, jedoch stecken Töne dahinter mit denen wohl eher wenige gerechnet hatten. So wird bereits nach wenigen Sekunden klar dass vermehrt auf Computerelemente, verzerrten Klängen und cleanem Gesang gesetzt wird. Am ehesten vergleichbar mit der 98er Scheibe „Obsolete“, die solche Effekte vermehrt zu bieten hatte. Die ersten fünf Songs, u.a der Titeltrack, „Spinal Compression“ und „540,000° Fahrenheit (was ich übrigens für einen genialen Titel halte) zeigen den „neuen“ Stil der Band. Aufregendes Riffing oder Drumming vermisst man ein wenig, der Gesang mixt sich durch die gewohnten, aggressiven Vocals und cleanem, langgezogenem Gesang von Burton C. Bell.

Mit „Echo Of My Scream“ steht an Nummer sechs der Track bzw. die Ballade, an dem/der sich am ehesten zeigt ob man das Album mag oder nicht. Mit sieben Minuten gleichzeitig der längste Song, bekommt man hier nur ruhige Töne zu hören. Meiner Meinung nach passt „Echo Of My Scream“ wie „Supernova“, welche auch an einigen Stellen ruhiger gestaltet ist, wunderbar in das komplette Album hinein. Bei diesen beiden Songs wirkte übrigens FAITH NO MORE Bassist Billy Gould mit.

Danach kommt mit „New Promise“ ein härteres Lied bevor mit „I Will Follow“ und „Millenium“ zwei Coversongs anstehen. Mir erschließt es leider nicht ganz wieso FEAR FACTORY gleich zwei Songs covern müssen. Ob es an manglenden Ideen liegt sei mal dahingestellt. Aber trotzdem können sich beide Tracks sehen lassen. „I Will Follow“ stammt im Original von U2 und glänzt durchaus auch einen freudigen, rockigen Rhythmus. „Millenium“ ist von der Band KILLING JOKE und ist deutlich eher in das FEAR FACTORY Gewand gesteckt. Das abschließende „Moment Of Impact“ ist dann nochmal deutlicher an die Glanzzeiten angelegt, aber doch kein wirkliches Highlight mehr.

Es muss dann wohl jeder selbst entscheiden wie er mit „Transgression“ umgeht. Wie schon gesagt ist diese CD am ehesten in die Schublade der „Obsolete“ zu stecken. Jedoch hatte diese mit z.B „Edgecrusher“ noch einige Hits, was ich von der „Transgression“ jetzt nicht unbedingt behaupten kann. Aber so schlecht wie die Platte im Vorfeld und auch kurz nach der Veröffentlichung teilweise gemacht wurde, ist sie jetzt absolut nicht. Sicherlich ist die Umstellung nach der „Archetype“ ungewohnt, aber es wird immer noch deutlich welche Band am Werk war. Und das zählt meiner Meinung auch ein wenig dazu und macht deutlich das kein grober Unfug gebaut wurde.
An „Demanufacture“ kommt wohl keine FEAR FACTORY Scheibe mehr ran, an „Soul Of A New Machine“ gibt es auch nichts zu rütteln, „Archetype“ halte ich nach wie vor für super, die „Digimortal“ ist mir jetzt nicht unbedingt gelaufig und auch von der „Obsolete“ wird die 05er CD noch geschlagen, wenn auch nicht so deutlich.

Bewertung: 7 / 10

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