CD-Review: Fimbulvet - Frostbrand – Nach Flammen Sehnsucht

Besetzung

Stephan Gauger - Gesang
Christian Fröhlich - Gitarre
Steffen Mehlhorn - Bass
Falko Knoll - Schlagzeug

Tracklist

01. Intro
02. Wargaztal
03. Schildes Schatten
04. Fimbulvet - Des Wasuds Erbe
05. Helhest
06. Aus Knechtes Aug'
07. Fimbulvet - Lehre der Wahrheit
08. Nidavellir
09. Nach Flammen Sehnsucht
10. Fimbulvet - Frostwinds Freiheit


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FIMBULVET hinterließen in unserer Redaktion mit ihrem Album “Der Ruf in Goldene Hallen” und der Mini-CD “Kriegerwahn” bereits einen guten Eindruck. Nun haben die Thüringer ihr neues Werk “Frostbrand – Nach Flammen Sehnsucht” am Start. Es erscheint – wie auch bereits “Kriegerwahn” – unter Nocturnal Empire und ist das dritte Full-Length-Album der Band. Vielleicht gelingt der 2003 gegründeten Truppe damit auch endlich der internationale Durchbruch.

Wie auch schon zuvor vereinen FIMBULVET kraftvollen Pagan Metal und epischen, leicht pathetischen Viking Metal. Dabei werden die recht unterschiedlichen Passagen gekonnt miteinander verknüpft, so dass auch die Übergänge stets stimmig wirken. Dynamik und Melodik halten sich gut die Waage und die Hooklines werden durch die verschiedenen Anreize spannend gehalten.
Das Songwriting auf “Frostbrand – Nach Flammen Sehnsucht” ist weitesgehend gutklassig. Einen wirklichen Ausfall aus diesem Level kann ich nicht entdecken. Zu meinen favorisierten Tracks des Albums zählen “Schildes Schatten” wegen seines Variantenreichtums, das epische, mehr getragene “Fimbulvet – Des Wasuds Erbe”, das unheimlich vielschichtige “Aus Knechtes Aug’” und das mit raffinierten Melodien auffallende “Fimbulvet – Lehre der Wahrheit”. Letztendlich stehen sie aber nur stellvertretend für ein konstant gutes Kompositionsniveau.
Auf der technischen Seite ist ebenfalls alles im grünen Bereich. Alle Musiker liefern einwandfreie Arbeit ab. Die gelungenen Wechsel aus harschen und cleanen Vocals kann auch nicht jede Band vorweisen. Dabei kommt zwar der Cleangesang manchmal etwas pathetisch und klagend rüber, das passt aber wiederum ganz gut zu diesen atmosphärischen und epischen Phasen. Im Großen und Ganzen begrüße ich diese gesangliche Abwechslung. Stephans Vocals sind in den harschen Bereichen außerdem sehr ausdrucksstark und seine stimmliche Variablität ist schon recht beeindruckend.
Etwas missverständlich finde ich die Genre-Angabe Pagan Power Metal, die im Zusammenhang mit diesem Release so ein wenig die Runde macht. Also, wer hier Musik in Richtung Turisas oder Ensiferum erwartet, sieht sich getäuscht. FIMBULVET setzen zwar auch auf Epik, insgesamt ist die Musik aber ungleich dynamischer und rauer.

FIMBULVET haben sich mit “Frostbrand – Nach Flammen Sehnsucht” nochmal steigern können und klopfen so langsam in der ersten Pagan-Liga an. Ich hoffe, dass dieses Release auch etwas Aufmerksamkeit erntet. Besonders Anhänger eines recht vielschichtigen und abwechslungsreichen Pagan/Viking Metal sollten das Album unbedingt antesten.

Bewertung: 8 / 10

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