CD-Review: Flesh - Worship The Soul Of Disgust

Besetzung

Peter Karlsson – Gesang, Gitarre, Bass
Flingan – Session-Schlagzeug

Tracklist

01. Shatahan
02. I Masturbate To Jesus Christ
03. Nights Of Funeral Bells
04. Feast On The Soul
05. Fuck The Romantic – Fuck The Gothic
06. Sluts & Whores
07. Sadistic Penetration
08. My Penis Will Be Your Opera
09. Worship The Soul Of Disgust


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Mit “Worship the Soul of Disgust” liegt uns nun das dritte Album des in den 1990er ins Leben gerufenen Soloprojekts um Pete Flesh (Peter Karlsson; Ex- Maze of Torment, Deceiver) vor. FLESH bieten reinsten Old School Schweden Death Metal, wie man es aus dem hohen Norden gewohnt ist.Nach den ersten beiden Alben Dödsångest und Temple of Whores verschwand Pete zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren im „Abyss Studio“(T. Tätgren) um im Schutze des Labels „Pulverised“ mit Session Drummer „Flingan“(Deceiver) das Album aufzunehmen.

Dem oben genannten Stil ist man selbstverständlich treu geblieben. Nach wie vor wird räudiger Old School Death Metal geboten, wie es aktuell scheinbar wieder zum Trend wird. Nur leider bringt es in der Musikszene nichts nur nach dem Motto „Back to the Roots“ zu gehen, wenn man nicht zumindest hier und da etwas verändert. Denn leider klingt die Produktion wie aus den frühen 1990er Jahren, wobei sie selbst damals wohl nur unspektakulärer Durchschnitt gewesen wäre. Das ist zwar Geschmackssache, aber mir fehlt der Druck hinter den Aufnahmen, den man schon damals bei den Szenegrößen vorfand. Es mag nun härter klingen als es in Wirklichkeit ist, aber Fans der perfekt Produzierten Musik werden hiermit ihre Probleme haben.
Etwas schmunzeln musste ich beim betrachten der Songtitel. Wer seine Songs „I Masturbate to Jesus Christ“ oder „My Penis will be your Opera“ nennt, hat entweder einen sehr speziellen Humor, siedelt seine Musik eher im Gore Bereich an oder beweist kein gutes Geschick beim betiteln seiner Songs. Nach mehreren Durchläufen kann ich eigentlich nur die zweite Möglichkeit ausschließen, denn weder der Humor lässt sich wieder blicken, noch sind die Songtexte besonders gut/schlecht. Das alles ist allerdings auch Nebensache. Am wichtigsten ist nach wie vor die Musik.

Als eine Art „Fundament“ dienen einfach gestrickte Songs, die sich in ihrer Struktur sehr ähneln und kaum Abwechslung bieten. Ob Pete die Ideen aufgrund der ständigen Masturbation ausgingen, oder ob dies beabsichtigt ist, sei mal dahin gestellt.Die meist Mid-Tempo lastigen Songs, werden hier und da durch schnellere Parts aufgelockert, bevor man wieder in den typischen Trott verfällt.Herauskommt insgesamt ein leicht(!) grooviger Death Metal, der sehr traditionell gehalten ist, ohne InnovationenKeiner der Songs sticht besonders hervor und nach dem oben genannten Schema growlt sich Pete durch das komplette Album.Etwas verwirrend sind die verwendeten Samples, da sie doch hier und da etwas unschön platziert sind und eher deplaziert wirken. Aber Pete sei dank, sind diese Samples nicht von allzu langer Dauer.

Insgesamt kann man sagen, dass hier eigentlich gute Ansätze vorhanden sind, die Umsetzung allerdings mehr schlecht als recht ist. Ein weiteres Album aus diesem Sektor, welches solide Musik bietet, ohne irgendwas für einen längeren Zeitraum zu sein. Für Szenefreude und als Lückenfüller bis zu den kommenden großen Death Metal Erscheinungen ist diese CD genau richtig. Für mehr auch nicht. Kann man hören, muss man aber nicht.

Bewertung: 6.5 / 10

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