CD-Review: Forensick - The Prophecy

Besetzung

Tobias Hübner- Gesang
Stephan Vogt - Gitarre
Matthias Ehmig - Gitarre
Andreas Armbruster - Bass
Julian Rocco Lepore - Schlagzeug

Tracklist

01. Hero Of The Day
02. Doomsday Machine
03. Dark Secret
04. Time Of Resistance
05. When The War Begins
06. Beast Within
07. Lonesome Words
08. New Reality
09. The Prophecy


Wer bei dem Namen FORENSICK möglicherweise an eine Brutal Death/Grind-Kapelle denkt, könnte falscher nicht liegen, denn es handelt sich hierbei um eine Truppe, die dem waschechten Heavy Metal der 80er-Jahre verfallen ist. Mit „The Prophecy“ wurde vor Kurzem die zweite Full-Length über Pure Underground Records veröffentlicht.

Das Quintett stammt aus dem schwäbischen Horb am Neckar (Baden-Württemberg) und veröffentlichte seit der Gründung im Jahre 2010 zwei Demos und eine erste Full-Length.
Mit der Unterzeichnung eines Plattenvertrags wurde nun ein nächster wichtiger Schritt in der Karriere getan. Die Qualität des Zweitwerks offenbart sich indes schon im ersten Track: „Hero Of The Day“ schallt melodisch und rifforientiert aus den Boxen und weiß durch eingängige Songstrukturen zu begeistern. Die klare, charismatische Stimme von Sänger Tobias ertönt kraftvoll aus den Boxen und erinnert sogar stellenweise an Größen wie Michael Kiske (Ex-Helloween, Unisonic) oder Tobias Sammet (Edguy). Trotz der genannten Vergleiche bleibt dabei definitiv ein gewisser Wiedererkennungswert bestehen. Auch die restliche Mannschaft agiert auf verhältnismäßig hohem Niveau und liefert eine respektable Leistung an den jeweiligen Instrumenten ab. Die detailverliebte Produktion untermauert den Eindruck, welchen man mit zunehmender Spieldauer von „The Prophecy“ erhält: Die Truppe hat Talent und ist mit Spaß bei der Sache! Songs wie das treibende „Doomsday Machine“ oder das balladeske „Lonesome Words“ sorgen dafür, dass sich im hintersten Stübchen des Hirns ein Name manifestiert, welcher sicher einer der Haupteinflüsse der Gruppe darstellt: Iron Maiden. Die eiserne Jungfrau schimmert an allen Ecken und Enden durch und ihr wird mal mehr, mal weniger offensichtlich gehuldigt.

Klar, besonders innovativ mag das nicht sein aber die Qualität des Dargebotenen gibt ihnen recht. Wo wir schon beim Namedropping sind: Für das Cover von „The Prophecy“ engagierten FORENSICK den etablierten Zeichner Markus Vespa, der schon Manilla Roads „Playground of the Damned“ (2011) end-veredelte. Herausgekommen ist ein apokalyptisches Endzeit-Szenario, welches wohl auf das Ende der Welt, welches laut den Mayas schon im Jahre 2012 eintreffen sollte, anspielt.

„The Prophecy“, das muss selbst der grimmig dreinblickende Maya-Priester auf dem Cover der Platte einsehen, ist insgesamt sehr gelungen und selbst in meinen Ohren (welche selten mit klassischem Heavy Metal in Kontakt kommen) eine Wohltat. Unterm Strich liefern FORENSICK jedenfalls eine saubere Leistung ab. Traditionskost auf hohem Niveau, wenn man so will. Gratulation hierzu!

Bewertung: 7.5 / 10

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