CD-Review: Forever It Shall Be - Reluming The Embers

Besetzung

Tobias Luger – Gesang
Patrick Matyssek - Gitarre
Stefan Santag - Gitarre
Lasse Jahn - Bass
Mathias Holler – Schlagzeug

Tracklist

01. Red
02. Can't Stop The Bleeding
03. Breathe Faith
04. We Are At War
05. Pride Of Creation
06. Sirens
07. Our Paradise
08. Love Lost
09. Flatline
10. A Cleansing Storm
11. In Memory Of


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„Reluming The Embers“ ist zwar das Debütalbum von FOREVER IT SHALL BE, unerfahrene Jungspunde sind die Braunschweiger aber wahrlich nicht. Vorher nämlich waren sie schon seit Anfang der Neunziger als DON’T unterwegs und veröffentlichen 2002 und 2004 schon zwei Alben. Das sehr schön aufgemachte Album wurde übrigens von Ralf Müller und Alexander Dietz (Heaven Shall Burn) produziert, ein satter und kräftig drückender Klang bietet also schon mal das optimale Gewand für das nun folgende.

Die Erfahrung aus fast 15 Jahren hört man dem Quintett auch an, nach dem Intro „Red“ poltert mit „Can’t Stop The Bleeding“ gleich der erste Knaller aus den Boxen. Der Sänger schreit wütend auf den Hörer ein, die Gitarrenfraktion liefert aggressives und zeitgleich melodisches Riffing und die Rhythmusabteilung unterstützt das mit taktvollem und abwechslungsreichem Spiel. Der Opener kann dazu auch noch mit einem eingängigen Refrain punkten und man meint die Spielfreude der Norddeutschen richtig fühlen zu können und wird einfach mitgerissen – viereinhalb Minuten, die jedem Freund von modernem, melodischen Death Metal Freudentränen in die Augen treiben müssen.

„Breathe Faith“ treibt sich in ähnlichen Gefilden rum, setzt hier aber vor allem im Refrain teilweise auf klaren Gesang, und hier wären wir auch bei meinem nahezu einzigen Kritikpunkt: Er wirkt irgendwie aufgesetzt, wie ein erzwungener Kontrast zu dem wunderbar direkten Gekeife, als ob klarer Gesang unbedingt vonnöten wäre. Er nimmt der Musik meiner Meinung nach etwas von seiner Härte und klingt einfach auch nicht ausgereift genug, um eine willkommene Abwechslung zu sein.

Ansonsten aber ist alles auf einem richtig hohen Niveau, neben schnellen Brechern wie zu Beginn gibt es auch eher gemäßigte Klänge („We Are At War“) und vor allem Stücke in bester Headbanggeschwindigkeit („Our Paradise“ oder „In Memory Of“). Kurz vor dem Ende gibt es mit „A Cleansing Storm“, mit nicht ganz drei Minuten das kürzeste Lied des Albums, noch einen feinen Kotzbrocken zwischen Brutalität und Groove, dürfte live für einiges an Action sorgen.

„Reluming The Embers“ ist – bis auf den genannten Mangel – eine tolle Melodic Death Metal-Scheibe mit ein paar Thrash/Hardcore-Anleihen und hat mit „Can’t Stop The Bleeding“ einen absoluten Überhit in seinen Reihen. Vergleichbare Bands gibt das Label schon selbst vor, und diesmal kann ich dem selbst nur zustimmen: Hatesphere, Heaven Shall Burn und In Flames werden genannt, und wer sich jetzt noch The Duskfall dazudenkt und sich die Schnittmenge daraus errechnet, hat sich unnötig viel Arbeit gemacht – reinhören bringt das gleiche Ergebnis. Sehr empfehlenswert!

Bewertung: 8.5 / 10

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