CD-Review: Forteresse - Crépuscule d'Octobre

Besetzung

Athros – Gesang
Moribond – Gitarre, Bass
Fiel – Schlagzeug, Keyboard

Tracklist

01. Silence d'Octobre
02. Le Triomphe Des Douze
03. La Lame Du Passé
04. Mon Esprit Rôde Toujours
05. Spectres Du solstice
06. Enfants Du Lys


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Man kann nicht eben behaupten, dass Black Metal aus Kanada sonderlich viel Tradition hätte – FORTERESSE aus Quebec jedoch veröffentlichen zumindest seit 2006 relativ regelmäßig Alben. Ihr mittlerweile viertes Werk, „Crépuscule d’Octobre” steht nun in den Läden – wirklich begeistern kann mich der Silberling jedoch nicht.

Denn was sich hinter dem relativ genreneutralen Cover sich im Wind wiegender Ären verbirgt, ist nicht mehr als absolut durchschnittlicher Black Metal traditionellster Gangart: Schlecht macht das Trio dabei seine Sache sicher nicht, und das ein oder andere Riff baut durchaus auch eine schöne Atmosphäre auf – die Monotonie der Songs ist dieser jedoch nur bis zu einem gewissen Grade zuträglich. Zugegebenermaßen, das ein oder andere Riff gewinnt auch durch seine stetige Wiederholung, und Bands wie die Australier Austere, oder meinetwegen auch Paradebeispiel Burzum bauen auch auf eben dieses Stilmittel. Wenn jedoch in einem siebenminütigen Stück fünf Minuten lang am Stück das gleiche Motiv wiederholt wird, beginnt selbst das schönste Riff irgendwann zu nerven.
Dass es die Band grundsätzlich durchaus drauf hätte, beweist sie dann jedoch wieder in Momenten wie dem wirklich schönen Anfang von “Spectres Du Solstice“. Über ein Geigen-Sample geht der Song hier in ein mitreißendes Riff über, in welchem er sich jedoch im weiteren Verlauf seiner neunminütigen Spielzeit erneut verliert. Schade.

Man kann nicht abstreiten, dass die Songs von FORTERESSE Potential haben, Atmosphäre aufzubauen – allein mit dem Aufrechterhalten tun sie sich meines Erachtens insofern schwer, als dass das monotone Wiederholen eines eher durchschnittlichen Riffs weder dieses, noch den Song als solchen besser macht. Und was man ein, zweimal durchaus als Stilmittel durchgehen lassen kann, beginnt, wird es zum Markenzeichen, doch mit der Zeit zu nerven. Nicht zuletzt, weil sich die Songs untereinander auch zu wenig unterscheiden, sind diese doch grundsätzlich alle nach dem gleichen Muster aufgebaut. Schade eigentlich, der Ansatz klang zunächst gar nicht so falsch.

Bewertung: 6 / 10

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