CD-Review: Frank Zander - Wahnsinn / Zander’s Zorn

Besetzung

Frank Zander – Gesang, Gitarre
Andy Schönefeld – Gitarre
Jörg Kulla – Bass
Michael Auerbach – Schlagzeug
Männe – Orgel, Klavier

Tracklist

Wahnsinn:
01. Die Monster - Show ( Monster - Mash)
02. Der Dealer
03. Tango Mungo
04. Mutter mit Kind
05. Ich trink’ auf dein Wohl, Marie
06. Nick - Nack - Man
07. Der Ur - Ur- Enkel von Frankenstein
08. Der Hunde - Freund
09. Disco - Polka
10. Dann Prost, mein Freund
11. Das Telefonat
12. Für Geld tu’ ich alles (Ich bin der Größte)
13. Disco - Polka (engl. Version)
14. ERNA NR. 1

Zander’s Zorn:
01. Overtüre (Vorspiel)
02. Oh Susi (Der zensierte Song)
03. Sonntagmorgen (Der Rasensprenger)
04. King Kong
05. Splish Splash
06. Kung fu driving
07. Die Operation
08. Ich wünsch’ dir für die Zukunft alles Gute
09. Rosita (Heinz Schwalbe der Pauschal-Tourist)
10. Im Schwimmbad
11. Tea For Two
12. Wo ist der Schnee?
13. Wuh duh Zeit
14. Disco Papa
15. Cpt. Starlight (engl.Maxi-Version)
16. Bleib Cool Alter


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Ja, ihr habt richtig gelesen, Frank Zander auf Metal1! Jetzt fragt ihr euch sicherlich was denn ein Review zu dessen neuen (in diesem Fall alten) Scheibe auf dieser Website verloren hat. Das haben wir uns ehrlich gesagt auch gefragt. Es war recht schnell klar, dass wohl keiner der Redakteure mit Frank Zanders Musik vertraut ist, geschweige denn überhaupt viel mit damit anfangen kann. Somit hatte ich dann die sogenannte „Arschkarte“ gezogen und mir wurde dieses Stück deutsche Musikkultur zugesandt. Aus dem Umschlag fiel sogleich ein schmuckes Digipak in Buchformat welches mich doch sehr angenehm überraschte. Fans des Berliners werden hierbei definitiv auf ihre Kosten kommen, denn es ist doch mit sehr viel Liebe zum Detail aufgemacht worden. Bei der Verpackung kann man also nicht meckern, doch wie sieht es mit dem musikalischen Inhalt aus?

Diese Doppel-CD ist eine Wiederveröffentlichung zu Ehren von Zanders 65. Geburtstag und enthält die ersten beiden Platten „Wahnsinn“ und „Zander’s Zorn“. Vor mehr als 30 Jahren sind diese erschienen und klingen heute noch erstaunlicherweise kein bisschen angestaubt. Musikalisch bewegt sich die Band irgendwo zwischen Rock, Schlager und Kneipenmusik, es ist eben Zanders ganz eigene Mixtur. Die Musik ist hierbei aber nur die Nebensache, denn die ganze Aufmerksamkeit richtet sich natürlich auf den Gesang und die dazugehörigen Texte. Hier geht es um den Ur-Ur-Enkel von Frankenstein, Monster, Frauen, Sex, Geld und noch vieles mehr. Dass seine Geschichten dabei manchmal auch leicht ins lächerliche abdriften, darüber kann man hinwegsehen. Zander nimmt alles auf die Schippe was nicht niet- und nagelfest ist und wurde deswegen, zu der Zeit als diese Alben erschienen sind, von vielen Verfechtern alter Werte kritisch beäugt. Dass dies heute niemanden mehr schocken kann ist klar, aber das braucht es auch nicht. Zander dürfte im deutschsprachigen Raum einen recht hohen Bekannheitsgrad besitzen und diese Veröffentlichung dürfte ihr Käufer finden. Ob es jetzt für eine Metalseite relevant ist, wage ich zu bezweifeln.

„100% KULT“ titelt das Cover und dem kann man nur zustimmen. Egal wie man, gerade als Metaller, zu Frank Zanders Musik steht, der Mann ist Kult. Er ist ein riesiger Sympathiebolzen und hat mit seiner Morbidität und seinem schwarzen Humor vor Jahrzehnten viele Menschen so geschockt, wie es heute vielleicht gerade noch einige Künstler im Metal/Rock-zirkus zu tun vermögen, wenn überhaupt. Freunde von Zander’s Musik werden eh zugreifen, somit kann ich euch nur vorschlagen reinzuhören falls es gefallen könnte, aber wirklich empfehlen kann ich hier nichts, deshalb auch keine Bewertung.

Keine Bewertung

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