CD-Review: Freedom Call - Crystal Empire

Besetzung

Chris Bay – Gesang, Gitarre, Keyboards
Sascha Gerstner – Gitarre
Ilker Ersin – Bass
Daniel Zimmermann – Schlagzeug

Tracklist

01. The King Of The Crystal Empire
02. Freedom Call
03. Rise Up
04. Farewell
05. Pharao
06. Call Of Fame
07. Heart Of The Rainbow
08. The Quest
09. Ocean
10. Palace Of Fantasy
11. The Wanderer


thumbnail

Besser gut geklaut als schlecht erfunden – besser kann man es hier wohl kaum ausdrücken. Denn innovativ sind FREEDOM CALL sicher nicht. Happy Metal der Marke Helloween, Gamma Ray oder Edguy würden manche hier wohl sagen, und so falsch ist das auch gar nicht. Stilistisch muss man das Zweitprojekt des Gamma Ray-Trommlers Dan Zimmermann jedenfalls in diese Schublade stecken, und manchmal ist das ganze sogar etwas zu fröhlich und glücklich. Als Beispiel dafür will ich mal „Farewell“ nennen, dass ich schon fast als süßes Kinderliedchen bezeichnen will. „Call Of Fame“ ist da auch nicht unbedingt anders, aber nicht ganz so schlimm.

Durch das gesamte Album jedoch führt ein roter Faden: extrem eingängige Melodien und Refrains gibt es in Hülle und Fülle, daran mangelt es auf jeden Fall nicht. Jedoch mangelt es ein wenig an Abwechslung, da dass Album doch sehr geradlinig ausgefallen ist.
Gute Power Metal-Hymnen gibt’s aber allemal zu vermelden: „Freedom Call“ geht (mit dem Intro über 6 Minuten) richtig gut ab und hat auch ein paar eher seltene, schnelle Double-Bass-Attacken am Start. Der epische Midtempo-Banger „Pharao“ ist klasse Stoff um die Nackenmuskeln zu trainieren; und das überlange und überdurchschnittliche „The Quest“ ist das abwechslungsreichste und wohl auch beste Stück auf der CD, vor allem auch live eine Macht.

Ewig viel Bombast, noch mehr Chöre, hier und da schöne Soli, überall Mitsing-Refrains – das ist melodischer Metal Marke Freedom Call. Das spielen zwar viele, sehr viele Bands, aber Freedom Call ist eine der besseren dieser Sorte.
Der Sänger Chris Bay kommt zwar nicht an einen Kiske, Hansen oder Sammet ran… An ihm scheiden sich auch viele, aber er passt richtig gut zum Stil der Band. Mit Charlie Bauerfeind als Produzenten und dem Hansen Studio für die Aufnahmen kann man auch mehr als zufrieden sein, allerdings trieft das Cover mit dem ausgeleiertem Gut-gegen-Böse-Thema nur so vor Klischees.

Insgesamt gesehen muss man aber sagen: Gegenüber dem Debüt „Stairway To Fairyland“ eine klare Steigerung. Zum Zwischendurch-Hören ist Freedom Call eine perfekte Wahl, beim dauerhaftem Konsum tut sich mir da aber ein wenig Langeweile auf. Trotzdem ein gutes Album, wenn auch nicht überragend!

Bewertung: 7.5 / 10

Geschrieben am


Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder werden mit * markiert

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: