CD-Review: Freequency - Up For A Game, Mate?

Besetzung

Jo Koch – Gesang
Bastian Rauschmaier – Gitarre, Gesang
Martin Koch – Bass, Gesang
Benjamin Hiller – Schlagzeug

Tracklist

01. Where Would I Be
02. Here We Go
03. Turn Off The Stars
04. Be There
05. My House Is Still Yours
06. Sandbox Love
07. Uphill Run
08. Who Would Have Guessed
09. What Happened When You Asked Me
10. April Showers
11. Candles And Rain


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Bei FREEQUENCY handelt es sich um eine (Punk)Rock-Band aus der Nähe von Ulm. Genau wie ihre Labelkollegen Toelz, bieten die vier Jungs modernen Rock mit christlich geprägten Texten. Damit hebt sich das Material auf ihrem zweiten Album „Up For A Game, Mate?“ schon einmal angenehm vom College Rock-Einheitsbrei mit Partytexten ab – auch wenn während der elf neuen Nummern nicht auf Party verzichtet wird.

Musikalisch bewegt man sich zwischen gemäßigtem Poppunk und ernsthaftem Alternative Rock, dazwischen schiebt man auch immer mal wieder balladeske Töne ein, die FREEQUENCY gut zu Gesicht stehen. Das Ergebnis klingt dann in etwa so, als ob erwachsene Donots mit den (atmosphärischen) Jimmy Eat World musizieren. Positiv fallen dabei die ohrwurmigen Gesangsmelodien auf, die von Sänger Jo Koch sicher und versiert vorgetragen werden. Seine Stimme passt hervorragend zur Musik, ohne die Genre-Klischees auf die Spitze zu treiben. Seine Bandkollegen Bastian Rauschmaier (Gitarre), Martin Koch (Bass) und Benjamin Hiller (Schlagzeug) sorgen währenddessen für das feste musikalische Fundament. Allerdings fehlt dabei ein wenig die eigene musikalische Identität.

Artwork und Produktion der Scheibe wissen zu überzeugen. Das Cover ist originell und nimmt den sinnhaften Titel der Platte wieder auf: Echte Freunde gehen zusammen durch Dick und Dünn. Songs wie „April Showers“, „Candles And Rain“ mit ihren ruhigen Klängen, das treibende, christliche „My House Is Still Yours“ oder das charmant betitelte „Sandbox Love“ beweisen aber: FREEQUENCY bieten mehr als diese einfache Message. Nicht nur gute Musik und Party steht auf dem Programm, auch die tiefe Liebe Gottes zu den Menschen möchten sie vermitteln: Gott geht mit Dir durch Dick und Dünn! Die vage und offen formulierten Texte, die auf das Wort „Gott“ verzichten, machen diese Platte trotzdem für jeden genießbar und sind nicht missionarisch. Toll gemacht. Genre-Freunde sollten reinhören!

Bewertung: 7.5 / 10

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