CD-Review: From Constant Visions - Feast With The Beast

Besetzung

Alex Andronikos – Gesang
Amon Horngacher– Gitarre
Chris Klinke – Gitarre
Michi Klinke – Bass
Benni Kumpf – Schlagzeug

Tracklist

01. Killers On Abbey Road
02. Demon(s) Laughter
03. Canada Is Bleeding
04. The Devil Knows Your Name
05. Phantoms
06. New Hymns For Heroes
07. Prepare For The Endboss Sequence
08. I Am The Endboss
09. Could It Be You
10. Sharp 45 Knives
11. Congratulations Miss Purgatory
12. Corridors
13. Interlude (Warning)
14. Warning!
15. Burning Images Blowing Scenes


thumbnail

Wenn eine Band als Einflüsse in einer Reihe Every Time I Die, Accept, W.A.S.P Alexisonfire und Danzig nennt, mag das vielleicht zunächst etwas sonderbar anmuten – wenn sie dann aber auch noch so klingt, ist es dafür umso cooler. Und auch, wenn man W.A.S.P. hier eher erahnen, denn heraushören kann, trifft “Metal Rock Core”, wie FROM CONSTANT VISIONS ihr Genre nennen, den Nagel eigentlich ziemlich genau auf den Kopf:

So lässt sich das, was die Münchner Band auf ihrem noch aktuellen Album “Feast With The Beast” abliefert, als gelungenes Verschmelzungs-experiment progressiver Riffs a lá The Dillinger Escape Plan, modernen Metals in Richtung The Haunted, thrashig-metalcorigen Parts in Richtung älterer Lamb Of God und last, but not least, groovend-rockigen Passagen beschreiben. Komplettiert wird das Bild durch den recht vielseitigen Gesang von Fronter Alex Andronikos, der über den namenlosen Metalcore-Klargesang-Sänger hinaus stellenweise ebenfalls an Dillinger Escape Plan beziehungsweise deren Fronter Greg Puciato in Kombination mit Peter Dolving von The Haunted denken lässt, und dadurch, dass er über weite Strecken klar bleibt, den Songs nochmal einen deutlichen Schubser in Richtung Melodie und Eingängigkeit versetzt.
Auffällig sind dabei die wirklich schön ausgearbeiteten Gesangslinien, die zwar einerseits gut ins Ohr gehen, dabei jedoch weit davon entfernt sind, nur belanglos die Melodien der Gitarren nachzuspielen. Durch diesen erfischend variablen Gesang, aber auch die Kompositionen selbst sowie die Wahl der passenden Gitarren-Sounds für die entsprechenden Passagen sind die 15 Stücke mit einer Gesamtspielzeit von einer guten Dreiviertelstunde wirklich abwechslungsreich gestaltet, ohne dabei zerfahren zu wirken – perfekte Album-Atmosphäre also.

Abgerundet durch den so klar definierten wie druckvollen Sound der Platte ist “Feast With The Beast” ein echter Geheimtipp aus dem Underground modernen Metals – und könnte für FROM CONSTANT VISIONS durchaus Grundstein für eine erfolgreiche Karriere sein, wenn sie sich weiterhin so engagiert und ambitioniert geben: Mit ihren energiegeladenen und technisch schlichtweg beeindruckenden Shows, wie sie sie erst unlängst im Vorprogramm von Audrey Horne abgeliefert haben, bringen sie schließlich auch gleich die zweite Schlüsselqualifikation für Erfolg mit. Daumen hoch, weiter so!

Bewertung: 8.5 / 10

Geschrieben am


Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder werden mit * markiert

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: