Review Inquisition – Invoking The Majestic Throne Of Satan (Re-Release)

  • Label: Season Of Mist
  • Veröffentlicht: 2015
  • Spielart: Black Metal

Vier Jahre nach ihrem Debüt „Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult“ (1998) brachten INQUISITION ihr zweites Album „Invoking The Majestic Throne Of Satan“ auf den Markt, welches seinen Weg dorthin nun erneut in Form eines Re-Release findet. Unter dem Banner von Season Of Mist erhielt dieses Album ebenso wie der Rest des neu veröffentlichten Backkatalogs ein frisches Artwork, jedoch keinen weiteren Bonus wie einen Zusatztrack. Wobei, anstatt zehn Tracks finden sich auf dem Re-Release nun neun Tracks, da das Outro in den letzten Song mit integriert wurde. Klingt nicht umwerfend und passt somit gut zu dem Album als solches.

Der Vorteil eines Debüts ist, dass der darin eingeschlagene musikalische Weg und eine minder gute Qualität noch als erste Gehversuche auf diesem Territorium bewertet werden können. Ein wohlwollendes zugedrücktes Auge ist bei Erstlingen nicht selten, bei Zweitwerken hingegen liegt die Messlatte schon höher. Und an dieser müssen sich auch INQUISITION anno 2002 messen. Was auf ihrem Debüt gutgeheißen wurde, sollte auf dem Nachfolger mindestens in gleicher Qualität anzutreffen sein, Spielraum nach oben überaus wünschenswert. INQUISITION erfüllen das Mindeste an Erwartungen, vom Spielraum nach oben jedoch sind sie mit „Invoking The Majestic Throne Of Satan“ entfernt. Hierauf befindet sich nichts, was in der Spielform nicht schon auf „Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult“ zu finden war, was einerseits schlecht ist, da der Überraschungseffekt fehlt, aber andererseits auch gut ist, da „Invoking The Majestic Throne Of Satan“ wenigstens nicht damit enttäuscht schlechter als das Debüt zu sein, in kreativer und aufnahmetechnischer Hinsicht.

Aber unterm Strich betrachtet läuft es somit eben auch nur auf ein Schulterzucken hinaus, wenn dem Hörer die Frage gestellt werden würde, womit dieses Album enttäuschen und/oder punkten kann. INQUISITION erschufen mit ihrem zweiten Album kein eigenständiges Full-Length, was für sich alleine stehen und mit Charakter überzeugen kann, sondern wartet lediglich damit auf ein „Into The Infernal Regions Of The Ancient Cult“ 2.0 zu sein. Nicht besser, aber auch nicht schlechter als sein Vorgänger.

Wertung: 5 / 10

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