CD-Review: Paragon - Hell Beyond Hell

Besetzung

Andreas Babuschkin– Gesang
Martin Christian– Gitarre
Jan Bertram – Gitarre
Jan Bünning– Bass
Sören Teckenburg– Schlagzeug

Tracklist

01. Rising Force
02. Hypnotized
03. Hell Beyond Hell
04. Heart Of The Black
05. Stand Your Ground
06. Meat Train
07. Buried In Blood
08. Devil’s Waitingroom
09. Thunder In The Dark
10. Heart Of The Black (Edit)


PARAGON sind ein Urgestein der deutschen Metalszene. Seit 1990 prügeln die Hamburger ein Album nach dem anderen ein. Dass sich der kommerzielle Erfolg nicht so recht einzustellen vermochte, der echte Durchbruch also ausblieb, kann man mit Fug und Recht als eine große Ungerechtigkeit sehen, denn was die Band seit dem Jahr 2000 veröffentlicht hat, hatte beinahe ausnahmslos Hand und Fuß. Mit dem 2012er-Output „Force Of Destruction“ allerdings erreichte die Truppe einen neuen Höhepunkt. Jetzt, 2016, folgt mit „Hell Beyond Hell“ der nächste Schlag – wieder mit Bandgründer Martin Christian an der Gitarre, der beim Vorgänger fehlte.

Und reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: Auch „Hell Beyond Hell“ ist ein Feuerwerk für Fans des aggressiven Teutonenstahls. PARAGON reihen auch auf ihrem elften Studioalbum einen Knaller an den anderen und gönnen dem Hörer kaum eine Pause. Schon der Opener „Rising Force“ bringt alles mit, was man von einem PARAGON-Song erwartet: schnelle Gitarrenarbeit, treibendes Drumming, die scharfe, schneidende Stimme von Sänger Andreas und ein Refrain zum Niederknien. All diese Zutaten wurden von Mischer Piet Sielck in eine knackige Produktion verpackt, die zugleich klar differenziert als auch homogen klingt – klasse!

Mit diesen Pfunden wuchert die Band auf der ganzen Länge von „Hell Beyond Hell“. Ausfälle gibt es keine. „Hypnotized“ und „Hell Beyond Hell“ schlagen in dieselbe Kerbe wie der Opener, bis es mit „Heart Of The Black“ unerwartet episch wird. Die Varianz in der Stimme, die Sänger Andreas an den Tag legt, ist hier besonders beachtlich. Mit „Buried In Blood“ hat sich bald darauf ein verdammt schnelles Brett auf das Album geschlichen, das sich in seinem Tempo aber nicht verliert, sondern trotzdem einen wuchtigen Refrain auffährt. Eine richtige Überraschung ist dagegen „Devil’s Waitingroom“, ein Song über die Schützengräben des Ersten Weltkrieges und mit knapp neun Minuten der längste Track des Albums. Langsam bauen PARAGON ein Klangpanorama auf, das mit einigen Aspekten überrascht: Von sanfter Akustik entwickelt sich das Lied zu einem Stampfer mit hymnischen Refrain, um im letzten Viertel das Tempo anzuziehen und wahnwitzige Gitarrensoli abzuliefern. Sehr schön!

PARAGON haben mit „Hell Beyond Hell“ nichts, aber auch gar nichts falsch gemacht. Als potenzieller Hörer dagegen könnte man einen sehr großen Fehler machen: nicht zuschlagen. Dieses Album ist Dynamit!

Bewertung: 9 / 10

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