CD-Review: Stormzone - Seven Sins

Besetzung

John "Harv" Harbinson – Gesang
Steve Moore – Gitarre
Graham McNulty – Bass
Davy Bates – Schlagzeug

Tracklist

01. Bathsheba
02. Another Rainy Night
03. Your Time Has Come
04. The One That Got Away
05. I Know Your Pain
06. Seven Sins
07. You’re Not The Same
08. Raise The Knife
09. Abandoned Souls
10. Special Brew
11. Master Of Sorrow
12. Born Of The Damned


Die nordirische Band STORMZONE hat bereits einige Wandlungen hinter sich: Begann sie noch als AOR-Truppe, hat sie sich inzwischen einen eigenen Stilmix aus NWOBHM, klassischem Heavy Metal und Power Metal zugelegt. Mit „Seven Sins“ liegt nun ihr fünftes Studioalbum vor – und wer die Jungs bisher nicht kannte, sollte spätestens jetzt einmal hinschauen.

Das Konzeptalbum behandelt die Geschichte des fahrenden Quacksalbers „Dr. Dealer“, der im späten 18. Jahrhundert durch Städte fährt, um dort Rache an solchen zu nehmen, die die Aussätzigen der Gesellschaft schlecht behandeln. Begleitet wird er dabei von seiner Assistentin Bathsheba, die – ach, im Ernst, vergesst das alles. Lest es im Booklet nach, wenn ihr wirklich wollt, oder hört euch die Hintergrundkommentare der Band zu den einzelnen Tracks bei Youtube an, aber das Wichtige ist doch: Die Musik auf „Seven Sins“ knallt wirklich. So richtig. STORMZONE haben hier ein richtig gutes Album hingelegt, dass jedem klassischen Metaller auf Anhieb gefallen sollte. Die Hintergrundgeschichte braucht ihr nicht, um das zu verstehen, und, Entwarnung, es gibt auch keine käsigen Sprachsamples oder überflüssige instrumentale Intermezzi auf dem Album.

Sprechen wir also über die Musik. STORMZONE reihen auf „Seven Sins“ zwölf Tracks hintereinander, die abwechslungsreich gestaltet sind. Dabei sind die Einflüsse der Band – allen voran Iron Maiden – immer zu hören, ohne dass sie wie ein Abklatsch klingen würden. Neben den britischen Veteranen wären wohl noch Vicious Rumors zu nennen, wenn die Band auch nie deren Tempo erreicht (am ehesten noch auf „Abandoned Souls“). Die hohe, aber kraftvolle Stimme von Sänger Harv legt sich dabei wunderbar über die solide Instrumentalarbeit, sodass Assoziationen zu Primal Fear kommen könnten, obwohl STORMZONE viel erdiger klingen und weniger auf Hochglanz produziert sind.

Völlig egal, ob STORMZONE ihre Songs langsam und emotional entwickeln („Seven Sins“; „Raise The Knife“) oder schlicht vorwärts stampfen („The One That Got Away“), die Titel sitzen einer wie der andere. Ganz besonders hingewiesen werden soll aber auf das absolute Highlight des Albums, das gleich als zweiter Track platziert ist: Mit „Another Rainy Nights“ haben sie eine astreine Hymne geschrieben, die unter neueren Alben dieses Genres ihresgleichen sucht. Aber auch das langsam aufbauende „Seven Sins“ weiß zu begeistern. Zwischendrin merkt man sogar noch die Wurzeln im Hard Rock, wie beim rhythmischen Anfang von „You’re Not The Same“.

Reden wir nicht lange drum herum: Für mich sind STORMZONE eine der angenehmsten Überraschungen dieses Musiksommers. Hier stimmt nahezu alles, und wer mit einer der genannten Referenzbands etwas anfangen kann (Hallo, Metalwelt!), sollte hier mindestens mal reinhören. Weiter so!

Bewertung: 9 / 10

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