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Eilera - Precious Moment - CD Review bei Metal1.info
     
 

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» home / reviews 24.05.2013 - 11:39 Uhr  

 REVIEWS DURCHSTÖBERN
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 CD-Review: Eilera - Precious Moment
Label:
Spinefarm

VÖ-Jahr:
2005

Spielart:
Sonstiges

Besetzung:
Eilera – Gesang
Loïc Tézénas – Gitarre

Gastmusiker:
Ian McCamy – Fidel
Laura Airola – Violine
Kukka Lehto – Violine
Benjamin Hirschowitsch – Violine
Max Lilja – Cello
Tomi Harrivaara – Kontrabass
Pasi Heikkilä – Bass
Antti Lehtinen – Schlagzeug

Internet:
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Tracklist:
01. Fusion
02. My Happyland
03. The Angel You Love, The Angel You Hate
04. Precious Moment



Sängerin Eilera und Gitarrist Loïc haben sich in der französischen Metal-Szene schon mit Bands wie „Kalisia“ und „Chrysalis“ gemacht. Die beiden wollten jedoch weg vom Metal-Sound und haben deshalb mit „Eilera“ eine eigene Combo gegründet, die die Grenzen alles bisher gehörten sprengt. Stilistisch bewegt sich die Musik irgendwo zwischen Metal, Gothic, Ambient, Prog und Klassik.

Der Opener „Fusion“ beginnt mit einem verträumten Intro, auf das gefühlvolle Streicher-Arrangements folgen, die kombiniert mit den elektronischen Rythmus-Instrumenten der perfekte Hintergrund für Eileras süßlichen Gesang sind. Insgesamt bewegt sich das Stück zwischen ruhigen Strophen und einem bombastischen Refrain und scheint mir vor Allem zu chillen bestens geeignet zu sein.
Das anschließende „My Happyland“ hingegen ist eine fröhliche und mitreißende Nummer. Hier geht's mit einer Fidel los, die starke Assoziatoionen an die Sagen Irland erweckt. Das trifft vor Allem auf die Melodie zu, welche die für die grüne Insel so einzigartge Fröhlichkeit versprüht, die sich auch in Eileras Stimme wieder findet. Kontrastiert wird diese forsche Fröhlichkeit von geheimnisvollen Parts, die durch archaische Trommeln und einige elektronische Effekte gekennzeichnet sind.

Wie der Titel schon Nahe legt ist „The Angel You Love, The Angel You Hate“ ein zweigeteiltes Stück. Die erste Hälft ist sehr ruhig, mit einer schöner Streichermelodie und erneutem süßlichen, teilweise geflüstertem Gesang. Dann setzt das Schlagzeugspiel und die für den Gothic so typischen flächenartigen Riffs ein. Den Höhepunkt des Liedes bildet jedoch Eileras agressives Gekeife. Zum Ende des Stückes hin verwinden sich beide Parts zu einer fantastischen Melange, die irgendwo zwischen ruhiger Süße und lauter Agressivität pendelt.
Am Ende steht schließlich der Titeltrack „Precious Moment“. Dabei wird hier vor Allem durch synthetische Drums und dezente Streichereinlagen eine melancholische Grundhaltung kreirt, die sich in den süßlichen Streicher-Melodien des Refrains auflöst. Das ist Musik für die Sinne!

Diese EP ist sicherlich nicht für jeden Metaller geeignet. Aber diejenigen unter uns, die auch gerne mal über den Teller hinaus sehen und vor Allem atmosphärische Musik schätzen, sollten diese Platte auf jeden Fall einmal antesten. Selten habe ich erlebt, dass ein Stück Musik so viele Emotionen transportieren kann. Das ist perfekt zum chillen oder nachdenken. Heraus gehoben sollte auch noch die Ausnahmestimme von Eilera. Sie trifft nicht nur die Töne sauber – das sollte man schließlich von jeder Sängerin erwarten – sondern transportiert auf eine mir unerklärliche Art und Weise die Emotionen der jeweiligen Lieder. So klingt sie mal melancholisch, mal fröhlich, ja beinahe naiv und süß. Da verschlägt es einem glatt die Sprache. Man darf gespannt auf ein komplettes Album der Franzosen sein.
 
Bewertung: 8/10
Redakteur: Daniel P.


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