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Fäulnis - Letharg - CD Review bei Metal1.info
     
 

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» home / reviews 19.05.2013 - 07:57 Uhr  

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 CD-Review: Fäulnis - Letharg
Label:
Christhunt

VÖ-Jahr:
2005

Spielart:
Black Metal

Besetzung:
Seuche - Gesang, Gitarren, Bass, Keyboard

Gastmusiker:
N.G. - Schlagzeug
N. - Orgel, Gitarren-Solo
P. - Chor-Element

Internet:
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Tracklist:
01. Letharg



FÄULNIS, das ist Black Metal aus deutschen Landen. Seuche, das einzige Bandmitglied, hat sich für die EP "Letharg" drei Gastmusiker geholt, die jedoch schon größtenteils auf "Cholerik" mitwirkten, dem Debüt von FÄULNIS. Lyrisch beschäftigt sich "Letharg" mit einem Menschen, der am Ende ist. Der Albentitelzusatz "Das Portrait eines psychischen Totalausfalles" beschreibt den Inhalt wohl recht gut.

Ein Lied ist auf der MCD erhalten, dafür ist es immerhin 20 Minuten lang. Es beginnt mit einer Art sterilen Rauschen und zeigt auf, dass gleich etwas auf uns zukommen wird. So ist es auch, das Gewimmer eines Mädchens ertönt. Dieses wiederum wird von einem Hall unterstützt, der nur den Schluss zulässt, dass gleich etwas ganz anderes erscheinen wird. Dann setzt die Musik ein und wunderbare Gitarrenmelodien ertönen. Das Schlagzeug poltert größtenteils sehr sachte im Hintergrund, oftmals kann man es nur erahnen bzw. man muss sich darauf sehr konzentrieren. Nach geraumer Zeit setzt dann eine Erzählerstimme ein, an deren Ende ein schriller Schrei, vermutlich der des Mädchens, folgt. Dann folgt endlich auch der Gesang von Seuche, der hasserfüllt keifend daherkommt und nicht allzu häufig im Black Metal geboten wird. Vielleicht vergleichbar mit dem Gesang von Gloomy Grim. Gegen acht Minuten krächzt Seuche vermeintlich unkontrolliert, aber vor allem sehr intensiv. Bisher ging einem die Musik zwar immer nahe, man fühlte mit, doch hier wird man noch am stärksten mit in den Sog hineingezogen. Die Erzählerstimme taucht hier wieder auf und fast scheint es so, als würde sie das zuvor erlebte zusammenfassen, das Kapitel abschließen. Wenn man nun ins Booklet schaut, scheint "Letharg" vier Kapitel zu besitzen. Nach der Erzählerstimme ertönt eine Orgel, die jedoch nur Trostlosigkeit verkündet, welche von prasselndem Regen hintergründig untermalt wird. Die Orgel verkündet zudem Unheil, sie gibt den Hinweis darauf, dass etwas passiert ist mit der Person um die sich das Lied dreht. Und tatsächlich: Kurz darauf taucht der Erzähler wieder auf und berichtet kalt, nüchtern, was vorfiel. Gegen Schluss wird dann die Todessehnsucht des Menschen als unbewusster Drang zum Leben dargestellt. Danach setzt ein gut verständlicher Gesang ein und fasst den Zusammenhang zwischen Todessehnsucht und Leben noch einmal zusammen.

"Letharg" ist ein starkes, ein emotionales, ein intensives Werk und macht Lust auf mehr. FÄULNIS glänzen mit guten Gitarrenarrangements, mit einem überaus exzellentem Einsatz des Keyboards, welches die teilweise vorhandene Ödnis, Trostlosigkeit sehr geschickt und gut zeichnet. Auch der Gesang von Seuche ist große Klasse und lässt so manchen Gänsehautmoment aufkommen. Wer beschriebenes schätzt, der sollte handeln und sich "Letharg" zulegen, bereuen wird man diesen Schritt nicht. Eine Punktewertung entfällt, es handelt sich hier um eine MCD. Daher eine einfache Kaufempfehlung meinerseits.
 
Bewertung: -/10
Redakteur: Gastredakteur


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