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Merrimack - Of Entropy and Life Denial - CD Review bei Metal1.info
     
 

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» home / reviews 21.05.2013 - 12:42 Uhr  

 REVIEWS DURCHSTÖBERN
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 CD-Review: Merrimack - Of Entropy and Life Denial
Label:
Moribund

VÖ-Jahr:
2006

Spielart:
Black Metal

Besetzung:
Terrorizt - Gesang
Perversifier - Gitarre
Feyd - Gitarre
Seremoth - Bass
Necrolith - Schlagzeug

Internet:
zur Band-Webseite...
Tracklist:
01. ...
02. Seraphic Conspiracy
03. Melancholia Balneam Diaboli
04. Redeem Restless Souls
05. Insemination
06. The Birth of a Life´s Sacerdoce
07. Descension from Life
08. Subcutaneous Infection
09. Consecration of the Temple
10. Carnaceral
11. Adiabatic Bonds of Consanguinity



MERRIMACK existieren schon seit geraumer Zeit, "Of Entropy and Life Denial" ist dennoch erst ihr zweites Werk. Mittlerweile gehört Seremoth der Band nicht mehr an. Die im Titel genannte Lebensverneinung wird dem Betrachter auch im Booklet dargeboten; jede Seite verziert mit Zeichnungen von beispielsweise menschlichen Skeletten. Der Name der Gruppe ist übrigens keltisch und bedeutet soviel wie endloser Abgrund oder auch Hölle. Folglich erschliesst sich die lyrische Ausrichtung der Franzosen von selbst. Übrigens durchdacht formuliert und keineswegs so profan, wie bei vielen anderen Combos der Fall.

Die Lieder weisen eine durchschnittliche Spieldauer auf, vom letzten Stück mal abgesehen. Dort werden nämlich zwanzig Minuten geboten, wovon aber ein beträchtlicher Anteil Stille bietet. Bis die Franzosen gen ende nochmal Musikalisches bieten. Das sogar sehr gut. Oftmalige Tempoveränderungen und dominierende Gitarrenarrangements sind hervorstechende Merkmale. Es scheint, als wäre jedes Detail klug überlegt und das ist auch gut so: "Of Entropy and Life Denial" bietet sehr famosen Black Metal. Ob voller Melodik oder mit druckvollem Schlagzeug im Hintergrund, dem Hörer wird einiges geboten. Der Gesang ist räudig, kehlig und vermittelt eine gewisse Bedrohlichkeit, ist aber mindestens genauso eingängig und wohlklingend. Ohnehin ist der Musik viel Gefühl impliziert, die sirrenden Riffs sind der Beweis schlechthin. Über der Melodie nicht selten thronend und die Atmosphäre komplett auf wenige Töne komprimiert, das trifft die Sache ganz adäquat. Diese Leistung ist schonmal beachtlich, es zeugt von spielerischem Talent und von Klasse. Hinzu kommt das schon angedeutete, mehrmalige Tempoverändern innerhalb nur eines Tracks. Bewegt sich ein Stück zunächst stampfend, verfällt es hinterher in eine Art Gedankenwelt, die Szenerie wird melodischer, die Gitarren dürfen vermehrt glänzen. Doch kurz darauf verlegt man sich wieder auf treibenderen Sound.
Nach dem spannungsaufbauendem und großes-prophezeihendem Intro legt der Fünfer mit "Seraphic Conspiracy" los. Erst gehen sie rasant zu Werke, wird es bald schon scheinbar ruhiger. Doch die Gitarren treiben die Szenerie voran. Dabei belassen MERRIMACK es nicht, noch oft zeigen sie sich variabel. Sogar kurze Momente ohne Blast-Parts und das Gekrächze gibt es. Dort steigern die Riffs die Anspannung noch einmal, bevor sich alles in einem Ausbruch entlädt. Grundsätzlich verharrt das Stück durch die grandiosen Melodien auch noch später im Gedächtnis und macht es so zu einem Höhepunkt des Albums. Irgendwie funktioniert jeder Track nach diesem Schema und doch sind sie alle völlig voneinander verschieden. Man kann das sehr gut am oben besprochenen Lied und dem nachfolgenden "Melancholia Balneam Diaboli" beobachten. Es sind exakt dieselben Ingredienzien und doch ist das Resultat ein völlig anderes, wenngleich nicht minder famos.

Das Gesamtbild von "Of Entropy and Life Denial" ist also ein verdammt gutes, das Album ist vorzüglich. Jetzt fehlen nur noch hier und da eingehendere Details und Feinschliffe, dann würden MERRIMACK für wahrlich atemberaubende Werke stehen. Doch was soll das? Die Franzosen dürften uneingeschränkt jedem Freund des Black Metals gefallen; "Of Entropy and Life Denial" ist voller Energie und wohl noch stärker einzuschätzen als ihr Debüt "Ashes of Purification".
 
Bewertung: 8/10
Redakteur: Gastredakteur


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