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Fiddler´s Green - Drive Me Mad! - CD Review bei Metal1.info
     
 

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» home / reviews 22.05.2013 - 11:22 Uhr  

 REVIEWS DURCHSTÖBERN
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 CD-Review: Fiddler´s Green - Drive Me Mad!
Label:
Deaf Shepherd

VÖ-Jahr:
2007

Spielart:
Mittelalter / Folk Rock / Metal

Besetzung:
Ralf “Albi” Albers – Gesang, Akustikgitarre, Bouzouki, Mandoline, Banjolin
Pat Prziwara – Gesang, Akustikgitarre, E-Gitarre, Banjolin
Tobias Heindl - Geige, Gesang
Stefan Klug – Akkordeon, Bodhrán
Rainer Schulz – Bass
Frank Jooss – Schlagzeug, Perkussion

Internet:
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Tracklist:
01. Irish Air
02. Folk’s Not Dead
03. The Night Pat Murphy Diead
04. Salonika
05. Rollin’
06. When Will We Be Married
07. Another Spring Song
08. Bretonix
09. Lukey
10. Marie’s Wedding
11. Long Gone
12. I’m Here Because I’m Here
13. All These Feelings
14. (You) Drive Me Mad
15. Captain Song
16. Into Your Mind
17. Shamrock Tunes
18. Don’t Let Go
19. Whack Me *
20. Creel 2007 *

* Bonustracks




Nach den sehr gelungenen Veröffentlichungen der Live-DVDs/CDs "Celebrate!" und "Jubilate!" stand für die Fiddlers nicht nur das nächste Studioalbum auf dem Plan, sondern erst einmal die Trennung von Peter Pathos - seines Zeichens "Mastermind" und kreativer Kopf der Fiddlers, der sowohl die Texte schrieb als auch für die Arrangements zuständig war. Mit Pat Prziwara wurde bereits nach kurzer Zeit ein Ersatz gefunden und seit ca. Juli 2006 ist er nun festes Mitglied der Fiddlers. Im Zuge der letzten Liveauftritte konnten die Fans einerseits bereits einen ersten Eindruck des Neulings gewinnen und andererseits den kommenden Longplayers „Drive Me Mad!“ vorweg Probe hören, denn einige der sage und schreibe 20 (!) Stücke wurden bereits live aufgeführt, bevor sie nun endlich auf Platte erscheinen.

20 Stücke sprechen für einige Menge Material und bringen immer die Gefahr mit sich, dass sich zwischendrin einige lahme Enten und Füllmaterial verstecken. Besonders merkwürdig erscheint die unglaubliche Summe der Songs auf Grund des Ausstiegs von Peter. Doch bekanntlich hat jede Medaille zwei Seiten und so wird bereits beim ersten Durchhören deutlich, dass sich hier nicht mehr nur einer, sondern viele Köche am Werk waren, die ausnahmsweise mal nicht den Brei verdarben, sondern ganz neue Impulse in den Stil der Band einbrachten. Traditionelles wie "The Night Pat Murphy Died" findet genauso Verwendung wie die selbst geschriebenen Stücke verschiedener Bandmitglieder, die alle ihr eigenes individuelles Gesicht haben. Zusammen mit den bereits aus "Raggle Taggle Gypsy" bekannten Reggae-Elementen bei „When Will We Be Married", das die Idee noch weiter verfeinert, und dem sehr punkigen Einstieg mit "Folk's Not Dead" traut sich auch Sänger „Albi“ zum ersten Mal mehr Einflüsse aus seinem Nebenprojekt einzubringen und so finden sich zwischen allerlei Abtanznummern auch ruhigere Stücke wie „Another Spring Song“ und „Long Gone“, die auf Akustikgitarre und Gesang fixiert sind und sehr atmosphärisch wirken. Bei „Bretonix“ und den "Shamrock Tunes" wird es schließlich sogar ganz und gar instrumental. Das Faszinierende am gesamten Album ist die ständige Spannung und Dynamik. Selbst nach der Hälfte denkt man nicht an das Ende, sondern fragt sich, welche Richtungen und Einflüsse in den letzten 10 Stücken noch auf Basis des Irish Independent Speedfolk verarbeitet wurden. So wie dieses Album klingt, hat sich bei den Fiddlers über die letzten Jahre eine Unmenge an kreativem Potential angesammelt, welches nur darauf wartete im wahrsten Sinne des Wortes zu explodieren. Mit dem wirklich witzigen „Captain Song“ und dem herausragenden „Into Your Mind“ finden sich gegen Ende noch zwei meiner schon jetzt Alltime-Faves der Erlanger.

Kurzum kann man sagen, dass dies zweifelsohne eines der, wenn nicht sogar DAS stärkste Fiddlers-Album aller Zeiten ist. Und allen Fans, die die Angst verspüren, dass die Band nach Peter nicht mehr die gleiche sei, denen bleibt nur noch eine (leicht veränderte) Zeile aus „Whack Me!“ zu sagen: "Seid doch nicht betrübt, wenn der Peter euch nicht mehr liebt." - unverbrauchtere, bessere und energiereichere Fiddlers gab’s höchstens live auf der Bühne, doch nie auf CD.
 
Bewertung: 10/10
Redakteur: Sigi Maier (Profil)


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