Nackte Mönche von Dämonen gezüchtigt, das ist so der erste Eindruck, den man beim Betrachten des Covers der EP “Penitentiam Agite!” von IAD gewinnt. Viele Worte über die Gruppe zu verlieren wäre eine beachtliche Leistung, da nicht gerade Massen an Informationen über sie bekannt sind. Immerhin spielten die Bandmitglieder früher teils in anderen Gruppen, welche zwar kaum bekannt aber gut sind.
Nun, den Parnaß hat man ganz sicher nicht erklommen, wenn man schließlich über die EP Brauchbares formulieren möchte. Erst einmal muss man sagen, dass IAD rohen und primordialen Black Metal spielen. Hört man sich erst einmal in „Penitentiam Agite!“ rein, so wirkt die Chose leicht psychedelisch, zumindest vermittelt die Monotonie dies. Die vier Herren nutzen, wenn man so möchte, für jedes ihrer Stücke denselben Grundstock an Riffing und Tempo. Ich brauche kaum zu erwähnen, dass es in solchen Fällen extrem auf die vermittelte Stimmung ankommt und hier wurde jene wirklich gut erzeugt. Zieht man sich in sich zurück und schließt die Augen, lässt die Musik also Szenarien entwerfen, so landet man schnell beim Folgenden: Man durchstreift dunkle Höhlen, vernimmt Klänge, welche so chthonisch gelagert und bannend klingen, dass es einen immer tiefer hinabzieht. Die Neugier, was denn solch eine Faszination ausstrahlt, überragt also. Explizit muss ich „Marsch der Reinigung“ mal als Empfehlung hervorheben, hier erinnert die Melodik teilweise vom Klang her an billige LLN-Aufnahmen, was ich persönlich als äußerst reizvoll empfinde. Tja, was soll ich noch mehr Worte verlieren und die Rezension mit weiteren verzichtbaren Phrasen füllen? Es ist alles gesagt und ich denke, die Zielgruppe fühlt sich angesprochen und alle anderen werden mit der Rezension und der Musik einfach nichts anfangen können.
Ganz klar, die Musik von IAD stumpft ab, macht eiskalt und versetzt in einen Rausch. Fast beschwörerisch umgarnt sie den Hörer und raubt ihm jegliches Interesse an anderen Dingen. Hier reihen sich die oftmals zu Beginn der Lieder gesprochenen Worte perfekt ein, da man sie durchaus als Aufrufungszeremonien interpretieren könnte. Insbesondere, wenn wie in „De Maleficis“ danach ein grimmer und infernalischer Schrei erfolgt. Prädikat: IAD sollte man im Auge behalten, da könnte noch bemerkenswertes Material folgen.