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» home / reviews 31.07.2010 - 02:09 Uhr  

 REVIEWS DURCHSTÖBERN
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 CD-Review: Edgecrusher - Forever Failure
Label:
Eigenproduktion

VÖ-Jahr:
2007

Spielart:
Thrash Metal

Besetzung:
Igor Panic – Gesang
Johannes Kostbar – Gitarre
Jan Rockrohr - Gitarre
Markus Eberle – Bass
Jan Jäckle – Schlagzeug

Internet:
zur Band-Webseite...
Tracklist:
01. Crossroads
02. Forever Failure
03. Soulsaver
04. 8 Hours
05. Dead Blood Red
06. Eternity
07. Darken My Spirit
08. No Zone
09. Deeper Than Hate
10. Me And The Sun



Fünf Jahre sind seit der Bandgründung nun vergangen und nun wurde es auch mal Zeit. Nach der Mini-CD „Deeper Than Hate“ im Jahr 2004 gibt es jetzt das erste vollständige EDGECRUSHER-Album „Forever Failure“. Das große Manko der MCD – der zu dumpfe Sound - wurde erfreulicherweise ausgebügelt, fast überflüssig zu erwähnen, wenn man auf das Kleingedruckte auf der Rückseite der CD schaut: „Recorded, mixed and mastered by Andy Classen“ steht da und lässt zurecht auf einen amtlich knallenden Klang schließen. Gut vergleichen lässt sich das auch, da drei der vier Demolieder auch hier vertreten sind. Und auch optisch macht die Scheibe einiges her, das Booklet überrascht mit ungewöhnlichen Motiven und Farben und hat auf Vorder- und Rückseite außerdem noch eine nette Negativ-Spielerei vorzuweisen.

Musikalisch hat sich in den letzten Jahren im EDGECRUSHER-Lager nicht allzu viel getan, was nebenbei bemerkt auch gar nicht nötig war. Weiterhin bewegt sich der Thrash Metal der Fünf zwischen Bay Area und Moderne und schreckt auch vor vereinzelten kleinen Einflüssen aus dem Melodic Death und Power Metal nicht zurück. Und diese Mischung funktioniert bestens, die zehn Lieder klingen frisch, unverbraucht und absolut nicht nach der Kopie irgendeiner Größe, ein gewisser Grad an Eigenständigkeit ist zweifellsfrei vorhanden. Dazu trägt auch die Stimme von Frontmann Igor bei, hier bekommt man nicht das übliche Thrash-Krächzen zu hören, sondern eine kraftvolle, tiefe Stimme (kein Growlen!). Zwischendrin, wie bei „8 Hours“ zum Beispiel, schleichen sich auch noch Chorgesänge ein, die aber nicht so überzeugen können wir der „normale“ Gesang und doch ein wenig schräg klingen.

Hirnfrei gepoltert wird hier glücklicherweise nicht, die Melodien sind bei den Süddeutschen stets wichtig. Auf Geschwindigkeit und Wumms muss man deswegen natürlich trotzdem nicht verzichten, „Darken My Spirit“ oder „No Zone“ etwa treten ordentlich das Gaspedal. Auch auf Abwechslung wird gesetzt, man nehme hier nur mal „Me And The Sun“ heraus, das teilweise punkig klingt, und das macht hier mächtig Spaß. Ansonsten sind die meisten Songs im gehobenen Midtempo angesiedelt und bieten massenweise Headbangermelodien und wie beim Titeltack auch gerne mal eingängige Refrains zum Mitsingen.

“Forever Failure” ist durch und durch eine tolle Scheibe geworden, die im Underground für einiges an Aufsehen sorgen sollte (die übliche „Warum haben DIE noch keinen Plattenvertrag“-Leiher mal außen vor gelassen…). Oft sind die Lieder zwar recht einfach gestrickt, doch mit Originalität, Frische, Abwechslung und Spielfreude können die zehn Stücke begeistern. Feines Album einer feinen Band, die es zu was bringen kann, wenn das Glück hier auch ein wenig mitspielt.
 
Bewertung: 8/10
Redakteur: Stefan Popp (Profil)


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