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Fear Factory - Soul Of A New Machine - CD Review bei Metal1.info
     
 

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» home / reviews 18.05.2013 - 21:13 Uhr  

 REVIEWS DURCHSTÖBERN
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 CD-Review: Fear Factory - Soul Of A New Machine
Label:
Roadrunner

VÖ-Jahr:
1992

Spielart:
Death Metal

Besetzung:
Burton C. Bell – Gesang
Dino Cazares – Gitarre
Andrew Shives – Bass (Live)
Raymond Herrera - Schlagzeug

Internet:
zur Band-Webseite...
Tracklist:
01. Martyr
02. Leechmaster
03. Scapegoat
04. Crisis
05. Crash Test
06. Flesh Hold
07. Lifeblind
08. Scumgrief
09. Natividad
10. Big God / Raped Souls
11. Arise Above Oppression
12. Self Immolation
13. Suffer Age
14. W.O.E.
15. Desecrate
16. Escape Confusion
17. Manipulation



Fear Factory ist wohl eine der wegweisendsten Bands im extremen Metalgenre der letzten 10 Jahre. Die Jungs haben sich 1990 formiert und haben einen Death Metalbackground den man auf diesem Debut hier noch deutlich raushört. Das Konzept der Band ist einfach und irgendwie auch nicht neu: Die Menschheit und der Planet Erde werden langsam sicher von Maschinen beherrscht , nur gab es bisher noch keine Band die versucht hat dieses Szenario zu vertonen. Fear Factory haben es getan und es hört sich ungefär so an wie man es sich vorstellt, kalt und brutal.

Der erste Song ‘Martyr’ und es wird sofort losgebrettert, inklusive Doublebass. Eigentlich wäre es ein ganz herkömmlicher Death Metalsong wären da nicht die plötzlich auftauchenden ruhigen Phasen und melodische Gesang. Der erste richtige ‘Hit’ auf der Platte heisst ‘Scapegoat’ und vereint alle damaligen Fear Factory-trademarks harte Strophen und ein melodischer Refrain, bei dem Burton oftmals sehr hoch singt (was er live leider eher selten schafft), bis am Ende Raymond nochmal zeigt was er alles kann.

Mit ‘Crash Test’ haben die Jungs dann eine Granate eingeprügelt die es in sich hat und komplett auf einen netten Refrain verzichtet. Dieser Track zeigt dass sie auch einfach nach vorne losknüppeln können und nicht auf komplexe Songstrukturen angewiesen sind.

Das achte Stück ‘Scumgrief’ ist mein Favorit auf der CD und zeigt dass Fear Factory auch richtig grooven können. Das Lied hat einfach alles ein Chorus der sich im Ohr fest setzt, groovende Strophen und ein wiedermal genialer Raymond Herrera. Nicht zu glauben dass dieser Mensch sich das Schlagzeug spielen allein begebracht hat (wie viel andere Wundertrommler auch). Das nachfolgende ‘Natividad’ ist nur eine einminütige Ansammlung von Geräuschen die aus einer Fabrik stammen könnten.

‘Big God / Raped Soul’ kommt dann mit einer saucoolen Ansage daher bevor man wieder Death Metal der etwas anderen Sorte geboten bekommt. Hier fallen vor allem die schnellen Wechsel zwischen Growls in Chris Barnes-regionen und Kirchenchor-ähnlichem Gesang, bis dann am Ende bester Grindcore-manier alles niedergeprügelt wird. Überhaupt scheint die zweite Hälfte des Albums wesentlich härter und das Material das nicht so gut zugänglich ist wie die ersten Songs, hier hingepresst worden zu sein. Immer wieder arten die Songs in Grindcoremassaker aus, die man sich auf den neueren Alben fast gar nicht vorstellen könnte (z.B. Suffer Age).

Unter Strich ist ‘Soul Of A New Machine’ eine wegweisende Platte, die allerdings bei weitem nicht jedermanns Sache ist da die meisten Songs noch nicht sehr ausgereift sind und man einfach merkt dass hier noch eine grosse Entwicklung kommen wird (und muss). Interessant ist ausserdem zu wissen dass die CD von keinem geringeren als Colin Richardson produziert wurde, der den Songs zwar einen klinischen, aber trotzdem rauhen Sound verpasst hat. Für Fans von Fear Factory ein absolutes Muss um den Weg dieser Band zu begreifen, alle anderen sollten vorher zumindest mal reinhören.
 

Bewertung: 8.5/10
Redakteur: Alain Strasser


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