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» home / reviews 02.09.2010 - 22:13 Uhr  

 REVIEWS DURCHSTÖBERN
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 CD-Review: Belenos - Chemins De Souffrance
Label:
Northern Silence

VÖ-Jahr:
2007

Spielart:
Black Metal

Besetzung:
Loic Cellier – Gesang, Instrumente

Internet:
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Tracklist:
01. Oraison Funébre
02. Le Déchirement
03. Funeste Et Hivernal
04. Le Domaine Des Songes - Acte I
05. Barrad Du
06. War Hent an Ankou
07. L'Enfer Froid
08. Noz-Veil



BELENOS. 2006 glänzten sie nicht gerade mit ihrem damaligen Album „Chants De Bataille“ und nur ein Jahr später folgt schon der nächste Streich namens „Chemins De Souffrance“. Wer an dieser Stelle mit der Nase rümpft, sollte jedoch die nächsten Zeilen lesen, dann dürfte die Sache wieder anders aussehen. Zunächst einmal agiert Loic Cellier wieder alleine und knüpft damit vielleicht wieder an ältere, sehr famose Zeiten an. Dieses neue Werk hier ist zudem kein wirklich brandneues Album, denn zur Hälfte besteht „Chemins De Souffrance“ aus altem Material. Insofern glomm in mir nebst Interesse eine frohe Erwartungshaltung auf und damit wären wir auch bei der Musik.

So, nun startete das Werk also mit dem älteren Material, welches natürlich neu aufgenommen wurde und eben jenes klingt wirklich sehr fein. Mit druidischen Beschwörungsformeln beginnt die Chose und entwickelt sich danach äußerst prächtig. Kraftvoll und noch richtig unverbraucht ertönt die Musik aus den Boxen. Die Klänge sind sehr abwechslungsreich und vor allem schön rhythmisch. Die Geschwindigkeit wird zu keiner Zeit lange beibehalten, auch hier setzt man auf eine gewisse Ausgewogenheit. „Chapitre I: Allégorie d’une Souffrance“, so der Name des ersten Abschnittes“, wird von Ton zu Ton einnehmender und faszinierender, als Hörer bewundert man die zwar nicht zwingend subtilen aber effektiven Songstrukturen. „Funeste et Hivernal“ kombiniert beispielsweise die verschiedenen Seiten von BELENOS, um mal direkt ein Stück anzusprechen. Das Riffing wunderbar gelungen, das Tempo mal schon schier blastbeat-lastig, dann eine Minute später wieder ruhig und verweilend. Doch so nett solche Sequenzen auch sind, sie dienen hier und auch sonst bei BELENOS nur dem Spannungsaufbau beziehungsweise dem Einleiten von Größerem. So auch hier, Loic Cellier stellt sein Gespür für virtuose Melodien erneut zur Schau, kombiniert die fesselnd sirrende Gitarre mit Bardensang. Rund 22 Minuten dauert diese schöne Reminiszenz an und lädt zu einem erneuten Rückblick ein, so stark und bravourös ist dieser Teil von „Chemins De Souffrance“.

Teil II des Albums - „Les Chemins De La Mort“ - beginnt unheilvoll, doch schon bald wird in „Barrad Du“ ein sinistrer Sturm entfacht. Dieser wird durch eine wüste Stimme vorangetrieben, die kurz darauf von Chorälen abgelöst wird, welche aber letztlich nur ein kurzes Interludium darbieten. Im weiteren Verlaufe zeigt sich, dass das Lied recht abwechslungsreich inszeniert worden ist, so finden sich vielerlei Klangnuancen wieder, die sogar an besinnliche Bilder, die der eigene Geist entwirft, heranreichen. „War Hent An Ankou“ folgt und die Stimmung wird schleppender, eine gewisse Düsternis schwingt allerdings untertönig mit. Die Riffs sind sehr gefällig, man geht mit dem Stück richtig mit. Danach folgt jedoch leider eine Qualitätsminderung, so überzeugt der schnelle, brachiale Part in „L'Enfer Froid“ nicht, dieser wird später aber von famosen Melodien einigermaßen abgefangen. Der Ausklang tut das Seinige hinzu, so ist jener akustisch gehalten und vor allem sehr malerisch und schlicht schön. Daran schließt das Postludium „Noz-Veil“ an, welches zwar schwermütiger und vor allem gitarrenlastiger ist, dafür aber dieselbe Sehnsucht in sich birgt.

Ich muss gestehen, ich bin sehr überrascht von „Chemins De Souffrance“ und auch doch wieder nicht. Dass das alte Material von BELENOS verdammt gut ist, das war mir klar, denn bis zu „Chants De Bataille“ begeisterte mich Loic Cellier immer. Die vier neuen Tracks sind aber im Gros mindestens genauso umwerfend wie die älteren Lieder, insofern erfreut es mich, dass BELENOS wieder zurück in die alte Spur gefunden haben. Das lässt hoffen.
 
Bewertung: 8/10
Redakteur: Gastredakteur


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