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Vinterthron - Reign Ov Opposites - CD Review bei Metal1.info
     
 

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» home / reviews 21.05.2013 - 15:01 Uhr  

 REVIEWS DURCHSTÖBERN
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 CD-Review: Vinterthron - Reign Ov Opposites
Label:
Ashen

VÖ-Jahr:
2009

Spielart:
Black Metal

Besetzung:
M - Gesang, Schlagzeug
N – Gitarre
K - Gitarre
W - Bass


Internet:
zur Band-Webseite...
Tracklist:
01. Rising / Dark Congregation
02. Blade`s Blood Taste
03. Thy Almighty Pestilence
04. The New Light
05. Reign Ov Opposites
06. Wormkind Destruction
07. Imminent Chaos
08. Beyond The Night And Fog
09. Downfall (Outro)



Wenn es nach VINTERTHRON mit ihrem neuen Album „Reign Ov Opposites“ gehen würde, läge Brasilien nur einen Steinwurf von Norwegen und Schweden entfernt. Denn wer denkt bei jenem Band- und Albumnamen an das Land am Amazonas mit seinen weit über 35 Grad im Sommer? Wohl die wenigsten.
Umso interessanter ist hingegen auf die Tatsache, dass sich die vier Brasilianer dem rauen 80/90er Black Metal im Stile von Bathory, Venom, Hellhammer und Darkthrone verschrieben haben. Das dieses Album eine „homage to the old elite!“ (Zitat Promo Text) darstellen soll, hätten sie eigentlich nicht noch zusätzlich erwähnen müssen.

Denn schon bei den ersten Sekunden von „Rising / Dark Congreation“ geben sich Riffs und Songstrukturen von eben jenen Bands die Klinke in die Hand. Und das ganze „raw“ und „unprogressive“ wie angekündigt.
Es scheint zudem, als wäre jeder Song an eine andere Legende angelehnt. Gelegentlich stellte sich mir sogar die Frage, ob der Sound damals überhaupt schon als Black Metal gezählt hätte, oder gar noch vorher anzuordnen ist und die Jungs von VINTERTHRON es nicht rechtzeitig geschafft haben die Zeitmaschine anzuhalten.
Das die Jungs dennoch etwas können steht außer Frage. Die Frage ist eher, wie sehr (Raw) Black Metal mit brasilianischem Temperament zusammenpasst. Denn Songs wie „Blade's Blood Taste“ und „Reign Ov Opposites“ klingen fast danach, als hätten VINTERTHRON unbedingt dieses und jenes Element noch mit einbauen wollen, ohne darauf zu achten, ob der Song vielleicht abschließend zu überladen daher kommt. Einzig „The New Light“ bricht aus diesem Schema etwas heraus und besticht durch seine nahezu perfekte Struktur. Schlagzeug, Gesang und Gitarren. Alles passt und ist zudem endlich mal richtig abgemischt. Warum hat es bei diesem, aber bei allen anderen acht Songs nicht geklappt? Schade eigentlich, denn die restlichen Songs verschwinden -neben den immer wieder auftauchenden Riffs- somit eigentlich im Sumpf des guten Durchschnitts
Wäre das Album Ende der 80er Jahre erschienen, würden heute unzählige VINTERTHRON Shirts tragen, statt Quorthon&Co. zu huldigen. Ein nettes Album für zwischendurch um für ein bisschen Retro Feeling zu sorgen oder Abwechslung zu den alten Klassikern zu finden, die seit Jahrzenten in der Anlage alleine vor sich hin rotieren müssen. Für mehr reicht es Vinterthron leider auf diesem Album noch nicht. Schlecht ist es wie bereits gesagt nicht, nur ist das Gesamtwerk fast schon zu sehr kopiert und mit zu wenig Eigenarbeit versehen. Daher fällt mir die Bewertung auch äußerst schwer. Denn einerseits wäre dieses Album durchaus im höheren Bereich anzusiedeln, aber dann erscheinen mir zu viele Riffs und Drumparts einfach zu bekannt und zu offensichtlich von anderen Bands. Und da gerade im Black Metal ein eigener Stil verdammt wichtig ist, müssen hier eindeutig Punkte abgezogen werden. Ich hoffe, dass dieser große Kritikpunkt auch von VINTERTHRON selbst erkannt wurde, und sie sich mit ihrem nächsten Album von ihren Vorbildern lösen können.
All jene, die mit den Frühwerken der oben genannten Bands etwas anfangen können, sollten unbedingt die Myspace Seite der Brasilianer ansteuern. Hier gibt es neben „The New Light“ auch drei weitere Songs des Albums im Stream.
 
Bewertung: 7/10
Redakteur: Steffen D.


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