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Skeletonwitch - Breathing The Fire - CD Review bei Metal1.info
     
 

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» home / reviews 24.05.2013 - 15:22 Uhr  

 REVIEWS DURCHSTÖBERN
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 CD-Review: Skeletonwitch - Breathing The Fire
Label:
Prosthetic

VÖ-Jahr:
2009

Spielart:
Stilübergreifend

Besetzung:
Chance Garnett - Gesang
Nate Garnett - Gitarre
Scott Hedrick - Gitarre
Evan Linger - Bass
Derrick Nau - Schlagzeug

Internet:
zur Band-Webseite...
Tracklist:
01. Submit To The Suffering
02. Longing For Domination
03. Where The Light Has Failed
04. Released From The Catacombs
05. Stand Fight And Die
06. The Despoiler Of Human Life
07. Crushed Beyond Dust
08. Blinding Black Rage
09. Gorge Upon My Soul
10. Repulsive Salvation
11. Strangled By Unseen Hands
12. ...And Into The Flame





SKELETONWITCH wurden 2003 im schönen Athens, Ohio (nicht Athen, Griechenland) von den Brüdern Chance (Gesang) und Nate Garnett (Gitarre), und schnell kam das heutige Line-Up mit Scott Hedrick (Gitarre), Evan Linger (Bass) und Derrick Nau (Schlagzeug) zustande. Bereits ein Jahr nach der Gründung, also 2004, schlüpfte das Debüt „At One With The Shadows“ aus dem Ei und sorgte mit seiner kunterbunten Mischung aus Melodic Black, Speed, Thrash und Death Metal für Furore. Auch wenn die Fachpresse durchaus angetan war von dieser illustren Mischung und man das Potenzial hinter SKELETONWITCH nur schwer übersehen konnte, ließ sich mit dem Debüt noch nicht gut hausieren gehen. Konsequenz: die Band war ihren Plattendeal gleich wieder los. „Beyond The Permafrost“, 2007: die Band blieb ihrem Stilmix treu, aber in der Szene hatte eine Veränderung stattgefunden: das große Old School (Thrash)-Revival war mittlerweile in vollem Gange und sorgte auch bei SKELETONWITCH für ordentlichen Rückenwind, der sie letztendlich zu Prosthetic Records wehte. Über dieses Label wird nun der Hattrick in Form des neuen Silberlings „Breathing The Fire“ erzielt.

CD-Case aufgemacht, das unendlich true Cover kurz genossen, CD herausgenommen, in die Anlage gelegt und – Achtung: das ist essentiell! - voll aufgedreht. Nun steht dem 35:37 Minuten langen und 12 Songs starken O(h)rgasmus namens „Breathing The Fire“ nichts mehr im Wege. Den Startschuss gibt „Submit To The Suffering“, beherbergt kratzige Black Metal-Vocals ebenso wie brummendes Growling. Es dauert auch gar nicht lange bis sich die Gitarren-Stimmung fest in den Hörgängen verankert, die selbst zu einem Teil im Stil der New Wave Of British Heavy Metal verwurzelt zu sein scheint. Dazu gesellt sich ein unaufhaltsam voranpreschendes und treibendes Schlagzeugspiel der Marke Derrik Nau; keinen Pattern zu viel aber aggressiv genug.
Die beiden Gitarreros Garnett und Hedrick hätten nicht ihren exzellenten Ruf, wenn sie diesen nicht auch mit einigen (zum Glück nie Überhand nehmenden) Soli unter Beweis stellen würden. „Longing For Domination“ und das darauf folgende„Where The Light Has Failed“ mit seinen virtuosen Licks sind wohl die Paradebeispiele dafür.

Die, größtenteils eher hintergründig eingesetzten, Double Bass-Passagen („Released From The Catacombs“) erzeugen mit der effektiv eingesetzten palm mute-Spieltechnik der Gitarren eine beinahe schon epische, auf jeden Fall aber verdammt mitreißende Atmosphäre. Effektiver kann man kaum beweisen, dass es für große Stimmung keinen sonderlichen technischen Schnickschnack braucht. Gerade diese, oftmals sehr melodischen und deshalb an Melodic Death erinnernden, Sechssaiter-Passagen bieten einen wunderbaren Kontrast zu den bösartigen Vocals von Chance Garnett.
Egal ob „Crushed Beyond Dust“ oder „Blinding Black Rage“ - man fühlt sich in die '80s zurückkatapultiert, als hätte man sich eben was eingeschmissen. Disharmonien paaren sich mit Melodiegranaten, bilden einen unglaublichen Drive durch eine Soundwall, deren Grundlagen die Rhythmus-Fraktion Schlagzeug/Bass und die Lead-Ecke der beiden Gitarren ist. Dabei entstehen Bastarde, wie sie in Sachen musikalischer Stimmung unterschiedlicher kaum sein könnten („Gorge Upon My Soul“ und „Repulsive Salvation“).

Komplettausfälle haben sich auf „Breathing The Fire“ nicht versteckt, lediglich die beiden Schlusslichter „Strangled By Unseen Hands“ und „... And Into The Fire“, schwächeln ein klein wenig. Einflüsse alter Venom-Nummern sind zwar kaum zu verbergen, stören aber auch nicht. Im Gegenteil: SKELETONWITCH lassen den Spirit vergangener Tage wieder auferstehen – ob als Menschen oder in ihrer Musik, man kauft es den Amerikanern einfach ab. „Breathing The Fire“ setzt mit seinem wilden Mix aus melodischem Black Metal, Thrash- und Death Metal und einem Hauch NWOBHM Maßstäbe für alle Bands die meinen, auf der großen Thrash-Revival-Welle mitreiten zu wollen. Hierfür gibt es deshalb auch nicht weniger als eine unbedingte Kaufempfehlung für alle Freunde der genannten Genres; hier müsste wirklich für jeden was dabei sein.

Anspieltipps: „Submit To The Suffering“, „Where The Light Has Failed“, „Stand And Fight“ und „Repulsive Salvation“.
 
Bewertung: 9/10
Redakteur: Dennis Piller


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