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» home / reviews 24.05.2013 - 01:11 Uhr  

 REVIEWS DURCHSTÖBERN
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 CD-Review: Vertigo - Vertigo
Label:
Frontiers

VÖ-Jahr:
2003

Spielart:
Rock

Besetzung:
Joseph Williams – Gesang
Francis Benitez – Hintergrundgesang
Fabrizio V.Zee Grossi – Gitarre, Bass, Keyboards
Alex De Rosso – Gitarre
Biggs Brice – Schlagzeug

Internet:
zur Band-Webseite...
Tracklist:
01. Not enough Hours in the Night
02. Straight to your Heart
03. More than enough
04. Never let you go
05. I don’t want to go
06. I want to be wanted
07. China Sky
08. Love is blind
09. When it doesn’t matter
10. Sarah
11. Vertigo
12. Not enough Hours in the Night (Akustik-Version)



Nach seinem letzten Soloalbum „3“ aus dem Jahre 1997 kehrt Joseph Williams, der ehemalige Toto-Sänger, zurück in die Musik-Szene. Ich mochte Toto zwar noch nie, das sollte jedoch nicht von vornherein ein grund sein, „Vertigo“ nicht auch zu mögen. Jedenfalls sind alle Tracks von externen Songwritern geschrieben worden, die unter anderem auch schon bei Alice Cooper, Survivor oder Amanda Marshall ihre Finger im Spiel hatten. Folglich ist auch alles wirklich exakt auf die Stimme von Williams zugeschnitten. Jede einzelne Note, ohne Ausnahme. Das aber hat zur Folge, dass sich alles übelst geschliffen und glatt anhört, und zu allem Überfluss gibt es keine Überraschungen oder dergleichen.
Eigentlich plätschert alles nur so vor sich hin. Liedgut wie „Straight to your Heart“ geht zwar schnell ins Ohr, aber nach nicht allzu langer Zeit leider auch schon wieder ganz straight raus. Die Ballade „I don’t want to go“ zum Beispiel ist einfach nur öde und, wie der Rest des Albums, fernab jeglicher Höhepunkte.

Insgesamt gesehen ist es kein wirklich schlechtes Album – nur eben auch bei weitem kein gutes. Empfehlen kann ich das wirklich niemandem...
Jeder Track ist durch und durch poppig und radiotauglich und könnte zu jeder Zeit laufen, ohne das sich irgendjemand daran stören würde. Handwerklich ist „Vertigo“ auch ganz in Ordnung, nur fehlt hier einfach etwas... Es fehlt eine Aussage, es ist einfach alles so seelenlos und dahingeklatscht. Zu allem Überfluss gibt’s dann auch noch solch lieblos und planlos eingebaute Solos wie etwa bei „China Sky“... Zum nebenher hören ist das Teil allerdings ganz gut geeignet, wenn man einfach mal etwas braucht, das vor sich hindudelt und erst auffällt, wenn es durchgelaufen ist und die CD gewechselt werden muss.

Toto-Fans haben wahrscheinlich ihren Spaß dran, aber mir gefiel Toto ja eh nie... und Vertigo tut das genau so wenig. Die Scheibe tut niemandem weh, aber Begeisterungsstürme wird sie wohl auch kaum auslösen.
 
Bewertung: 6/10
Redakteur: Stefan Popp (Profil)


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