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» home / reviews 02.09.2010 - 22:18 Uhr  

 REVIEWS DURCHSTÖBERN
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 CD-Review: Mechanical God Creation - Cell XIII
Label:
Worm Hole Death

VÖ-Jahr:
2010

Spielart:
Death Metal

Besetzung:
Lucy - Gesang
Simo - Gitarre
Ale - Gitarre
Andrea - Bass
Manuel - Schlagzeug

Internet:
zur Band-Webseite...
Tracklist:
01. MTBF
02. Project Kill
03. 2012
04. Process Of Metal Killings
05. I Shall Remain Unforgiven
06. Divinity
07. Inhuman Torture Surgery
08. Trespass And Kill
09. Death Business



Wenn man sich das Info so anschaut, könnte mana uf die Idee kommen, dass es sich bei den Italienern MECHANICAL GOD CREATION um recht beschriebene Blätter handelt. Zum einen, weil sie schon auf diversen Bühnen mit nahmhaften Acts (Behemoth, Iced Earth, Meshuggah) unterwegs waren, zum anderen, weil - zumindest in der Frühphase der Maländer, für die heutige Zeit kann ich es mangels Insiderwissen nicht genau sagen - Mitglieder von Hecate Enthroned mit an Bord waren/sind.

Das sollte ja durchaus für Qualität stehen, möglicherweise aber bei anderen Menschen als bei mir. Death Metal mit Frauengesang, wer denkt dabei nicht gleich an Arch Enemy? Wie bei den schwedischen Genrevorreitern glaubt man es auch hier kaum einmal, dass Lucy, auf dem Foto immerhin mit einem eviligen Patronengürtel ausgestattet, für die infernalischen Laute zuständig sein soll. Leider muss ich eine gewisse Uninspiritheit unterstellen. Gut möglich, dass es einfach nur an Melodien fehlt, so kommen die neun Songs insgesamt doch sehr roh daher. Man darf es dem Fünfer getrost zu Gute halten, dass sie um Abwechslung bemüht (!) sind, aber dies gelingt ihnen in den meisten Fällen leider nur beim Tempo, die Riffs klingen ingesamt zu austauschbar, auch wenn man technische Fertigkeiten nicht verleugnen kann.

Diese Ausführungen deuten darauf hin: es ist weder Fisch noch Fleisch. Einerseits gibt es gute Ansätze, andererseits ersticken sie selbst in einem schwer zu definierenden Einheitsbrei. Wenn das Ziel lediglich ist, keine oder möglichst wenig Gfangene zu nehmen, dann geht die Rechnung gut auf, die Gitarristen Simo und Ale erzeugen eine ziemlich Walze, die wie schon gesagt in der Regel ziemlich flott unterwegs ist, Bassist Andrea und Manuel am Schlagzeug sorgen für ein akzeptables Fundament, den Songs fehlt aber vor allem eines: Wiedererkennugswert. Zarte Pflänzchen gehen oft im Double-Bass-Blast-Beat-Gewitter unter, wohl gerade richtig für diejenigen, die möglichst ausdauernd und zügig die Rübe schütteln und live sicherlich den einen oder anderen Spaß wert, daheim freut man sich aber auch mal über Struktur und Melodie.

MECHANICAL GOD CREATION machens kurz, dann will ich mich mal nicht lumpen lassen: die Musik der Italiener klingt weder modern noch oldschoolig, es ist Musik, die man vielleicht irgendwo zwischen den Jahrtausenden erwartet hätte, der Sound ist natürlich besser. Wer hier und da eine Spritze Aggression benötigt, wird hier fündig, wer Death Metal eher mit Melodie mag, greift woanders zu. Ich tue das auch.
 
Bewertung: 5/10
Redakteur: Jan Müller (Profil)


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