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» home / reviews 31.07.2010 - 01:57 Uhr  

 REVIEWS DURCHSTÖBERN
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 CD-Review: Exotherm - Project 47
Label:
Eigenproduktion

VÖ-Jahr:
2002

Spielart:
Power Metal

Besetzung:
Georg Laudenberg – Gesang
Alexander Braikrats – Gitarre, Gesang
Christian Pirch – Gitarre
Nikolas Müller – Bass
Pascal Azzolin – Schlagzeug

Internet:
zur Band-Webseite...
Tracklist:
01. Believe In God
02. Father
03. Thoughts Like Poison
04. Icarus
05. It’s Time
06. What To Think
07. Come Home!
08. 4…1…



Exotherm ist eine wirklich interessante Band. Seit 1998 spielen die fünf jungen Musiker (alle erblickten zwischen 1981 und 1983 das Licht der Welt) schon zusammen und konnten unter anderem schon den 4. Platz unter 120 Bands beim Emergenza Rock-Festival holen.
Die musikalischen Einflüsse der Bandmitglieder merkt man der Musik auch an: Da werden Metallica, Blind Guardian, Rage, Stratovarius, Iron Maiden und mehr genannt.

Nach dem mystisch anmutendem Intro begegnet man gleich einem krachendem Thrash-Riff, bis nach fast 2 ½ Minuten auch erstmals Gesang einsetzt. Und der ist ein großer Pluspunkt der Scheibe. Georg Laudenbergs Stimme ist ziemlich tief gehalten und wirkt recht bodenständig und kräftig, weit weg also von kreischenden Eunuchen (was hab ich aufgeatmet, das man den Stratovarius-Einfluss hier nicht raushört ;-)). Nach dem klasse Opener kann ich mir auch schon eine Vorstellung davon machen, dass Exotherm live wirklich überaus gut ankommen müssen, jedenfalls bewegt die Musik so schon sämtliche Körperteile.
Einen großen Miuspunkt hat die CD aber leider: Der Sound. Die Produktion ist dermaßen dünn und kraftlos, das es wirklich schade um das gute Material ist, die Drums hört man teilweise überhaupt nicht, die Doublebass-Passagen kann man streckenweise wirklich nur erahnen.

Dafür ist die musikalische Leistung um Welten besser als die Produktion. Bei „Toughts Like Poison“ zum Beispiel dürfte jedem Fan melodiöser Power Metal Klänge das Herz aufgehen, vor allem bei den vielen Emotionen die hier gleichermaßen von der Instrumentalfraktion als auch vom Sänger hineingelegt werden. Dennoch klingt mir der Gesang hier etwas zu sehr nach Verzerrung und Elektronik, aber das lindert den Hörgenuss nicht.
„Icarus“ und „It’s Time“ erinnern mich dann ein ums andere mal wieder an Rage, bei den ersten beiden Tracks hab ich eher ein wenig Iced Earth rausgehört... Aber ich schreib viel wenn der Tag lang ist ;-) Jedenfalls sind hier alle acht Tracks, die zusammen stattliche 47 Minuten Spielzeit aufbringen, sehr hochklassig und bräuchten sich auch vor den Outputs großer Bands nicht verstecken – wenn denn nur ne halbwegs ordentliche Produktion da wäre.
Ach, ihr Labels: Holt euch diese Band, gebt ihnen ein bisschen Geld für nen knackigen Sound, lasst sie „Project 47“ neu aufnehmen und freut euch auf Danksagungen von vielen Power oder auch Thrash Metal Fans.

Exotherm jedenfalls haben das Zeug zu ner großen Nummer, am songschreiberischen und musiaklischen Talent mangelt es auf keinen Fall! Ihr, die das hier lest, solltet jedenfalls unbedingt mal bei Exotherm.org vorbei spitzen und euch „Project 47“ für 6 Euro aneignen und euch euere eigene Meinung bilden. Bei solchem Nachwuchs brauchen wir uns keine Sorge um den Underground in deutschen Landen zu machen!

Wegen der Produktion zieh ich mal 1 oder gar 1.5 Punkte ab – trotzdem kann sich die Wertung wohl sehen lassen, denn wie gesagt, das dargebotene akustische Klangwerk hier ist wirklich klasse.
 
Bewertung: 7.5/10
Redakteur: Stefan Popp (Profil)


Alle Reviews von Exotherm:

- Project 47 (2002)


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