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Finntroll - Jaktens Tid - CD Review bei Metal1.info
     
 

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» home / reviews 22.05.2013 - 04:06 Uhr  

 REVIEWS DURCHSTÖBERN
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 CD-Review: Finntroll - Jaktens Tid
Label:
Spinefarm

VÖ-Jahr:
2001

Spielart:
Viking / Pagan Metal

Besetzung:
Katla – Gesang
Somnium – Gitarre und Chöre
Skyrmer - Gitarre
Tundra – Bass und Chöre
Trollhorn – Keyboards, Synthesizer
Beast Dominator – Schlagzeug und Chöre
Tapio Wilska – klarer Gesang

Internet:
zur Band-Webseite...
Tracklist:
01. Krig
02. Födosagan
03. Slaget Vid Blodsälv
04. Skogens Hämnd
05. Jaktens Tid
06. Bakom Varje Fura
07. Kitteldags
08. Krigsmjöd
09. Varg Timmen
10. Kyrkovisan
11. Den Hornkrönte konunger
12. Aldhissla
13. Tomhet Och Tysnad Härska



Die lebendig gewordenen Schnapsflaschen von Finntroll haben zwar mit „Midnattens Widunder“ schon ein hammermäßiges Debüt hingelegt, doch wenn sie nun mit „Jaktens Tid“ zur Jagd blasen, legen sie gleich noch ne Schippe mehr drauf - Mehr Melodien, mehr Aggressivität, mehr Folk, mehr Polka, mehr Spaß und noch mehr Abgedrehtheit.
Wer schon die erste CD wegen der übermäßigen Fröhlichkeit und spaßigen Stimmung nicht mochte, wird auch „Jaktens Tid“ hassen, andersrum aber führt absolut kein Weg an diesem Teil hier vorbei.

Nach dem stimmigen Intro „Krig“ wird mit Födosagan erstmal eine recht harte und wenig folkige Nummer abgefeuert, dafür wird bei „Slaget vid Blodsälv“ das Akkordeon geschrubbt und gefrickelt, bis die Finger bluten, eine richtige Abgehnummer, bei der vor allem auch die Gitarren schon fast thrashige Melodien zusammenbasteln. Anfangs gemäßigter, dann aber auch schneller kommt „Skogens Hämnd“ mit bombastischen Keyboardwänden daher.
Doch Finntroll haben sich noch mehr einfallen lassen, wie etwa „Bakom Varje Fura“, was wohl wunderbar als Soundtrack für eine Horrorfilmparodie passen würde, die sich selbst alles andere als ernst nimmt.
„Kitteldags“ ist dann wohl wieder einer der Songs, die vor allem im besoffenen Zustand ein absoluter Hit sind. Cool gemacht ist hier auch das Wassergeblubber mitten im Song. Und das ist nur eine von vielen verstreuten Feinheiten und Details, die die finntroll’sche Musik erst recht zu etwas besonderem machen.
Das man für manche Lieder anscheinend kaum Songwriting brauchen dürfte, kann man sich beim Intro von „Aldhissla“ wohl denken, wo die gesamte erste Minute von vokaler Seite nur das Lallen eines volltrunkenen Trolls vernommen werden kann. Die restlichen fünf Minuten bleibt das Lied auch recht langsam gehalten, ganz fesch zum mitschunkeln.

Erwähnenswert ist hier auch, dass die Finnen von Finntroll alle Texte auf schwedisch schreiben, was nur wieder zeigt was für verrückte und spaßige Kerle das sind. Ich glaube kaum, dass man Power, Heavy, Black und auch etwas Thrash Metal sowie Folk- und Polka-Elemente miteinander zu einem so genial klingendem Gesamtwerk vermischen kann.
Der Knaller für jede Party, wenn einem die allzu fröhlichen Klänge mit der Zeit nicht auf die Nerven gehen. Tut’s bei mir nicht, von daher hör ich’s immer wieder gern, auch im nüchternen Zustand.
 
Bewertung: 9/10
Redakteur: Stefan Popp (Profil)


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