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Power Theory - An Axe To Grind - CD Review bei Metal1.info
     
 

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» home / reviews 22.05.2013 - 06:21 Uhr  

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 CD-Review: Power Theory - An Axe To Grind
Label:
Pure Steel

VÖ-Jahr:
2012

Spielart:
Heavy Metal

Besetzung:
Dave Santini – Gesang
Bob Ballinger – Gitarre
Jay Pekala – Bass
Lorin Savadore – Schlagzeug

Internet:
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Tracklist:
01. Edge Of Knives
02. Deceiver
03. Pure Steel
04. An Axe To Grind
05. A Fist In The Face Of God
06. The Seer
07. On The Inside
08. Colossus
09. The Hammer Strikes



POWER THEORY sind zurück. Nur ein Jahr nach ihrem Debütalbum „Out Of The Ashes, Into The Fire“ liefern sie mit „An Axe To Grind” Nachschub – und zwar, so viel kann man vorwegnehmen, Nachschub an richtig gutem Heavy Metal. Dieser ist allerdings keineswegs typisch für den US-Metal, wie ihr Label die Jungs aus Pennsylvania leider immer noch bewirbt. Stattdessen bekommt der Hörer erdigen Old-School Metal, der eher an kontinentale Kaliber wie Saxon, Accept oder immer wieder Running Wild erinnert.

Auf insgesamt neun Tracks huldigen POWER THEORY mit „An Axe To Grind“ den großen Vorbildern der Metal-Szene, mal offensichtlicher, mal weniger offensichtlich. So fühlt man sich gleich zu Beginn des ersten Tracks „Edge Of Knives“ frappierend an den Judas Priest-Knaller „Metal Gods“ erinnert, der Titelsong „An Axe To Grind“ scheppert im Accept-Style los und bei „The Hammer Strikes“ denkt man anfänglich an Manowar, im späteren Verlauf an die Teutonen von Grave Digger – häufig schleicht sich ein Schmunzeln ins Gesicht des szenekundigen Rezipienten, wenn man wieder ein Zitat erkannt zu haben glaubt.
Aber ehe es jetzt zu einem Missverständnis kommt: Keineswegs kopieren POWER THEORY einfach die Altmeister. Zwar sind die Anlehnungen klar zu erkennen, aber die Band schafft es immer, sie in gute eigene Songs einzubinden. Das Material präsentiert sich damit als durchgängig hochwertig und erstaunlich abwechslungsreich. Der einzige etwas schwächere Song ist „Colossus“, der zwar cool anfängt, trotz einiger auflockernder Breaks aber doch zu monoton geworden ist. Angesichts dessen, dass er zugleich der kürzeste Track des Albums ist und mit dem eingängigen „On The Inside“ und dem epischen „The Hammer Strikes“ hervorragend eingerahmt ist, kann man darüber aber hinweg sehen. Ansonsten zeigt sich das vielfältige Songwriting als eine große Stärke der Band.

Auch musikalisch geben sich POWER THEORY kaum eine Blöße. Die Instrumente sind durchweg souverän gespielt, Gitarrensoli kurz und knackig gehalten. An ihrer statt gibt es häufig instrumentale Zwischenspiele, in denen die Musiker gemeinsam zeigen, was sie können. Lediglich am Gesang von Dave Santini wird man ein wenig Kritik üben können – seine Stimme ist zwar von einer hohen Eigenständigkeit gekennzeichnet, aber nicht immer ganz treffsicher. Von der Intonation her erinnert er am ehesten an Rolf Kasparek, zeigt sich aber wandlungsfähiger als der Running Wild-Fronter. Die Mischung scheint dies berücksichtigt zu haben: Manchmal wundert man sich, ob der Gesang nicht etwas zu leise geraten ist. Trotzdem muss man betonen, dass seine Stimme gut zu der Musik passt, die POWER THEORY machen. Dasselbe gilt für die Produktion: Zwar ist sie gewollt roh gehalten und streckenweise an der Grenze zur Undifferenziertheit, aber angesichts des gewollten Old-School-Ambientes stört dies kaum. Lediglich dem Schlagzeug hätte man manchmal etwas mehr Tiefe gewünscht.

Alles in allem ist „An Axe To Grind“ ein wirklich rundes Album geworden, das jedem Heavy Metal-Fan, der ein Herz für die alte Schule hat, bedenkenlos empfohlen werden kann. Der Band kann man wünschen, weiterhin in diesem Tempo gute Musik zu schreiben und aufzunehmen. Wenn sie dann noch etwas mehr Selbstständigkeit innerhalb ihrer musikalischen Zitate an den Tag legen, kann etwas wirklich Großes entstehen.
 
Bewertung: 8.5/10
Redakteur: Marc Lengowski (Profil)


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