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Firewind - Forged By Fire - CD Review bei Metal1.info
     
 

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» home / reviews 22.05.2013 - 09:07 Uhr  

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 CD-Review: Firewind - Forged By Fire
Label:
Century

VÖ-Jahr:
2005

Spielart:
Melodic / Power Metal

Besetzung:
Chity Somapala – Gesang
Gus. G. – Gitarre
Petros Christo – Bass
Stian Kristoffersen – Schlagzeug
Bob Katsionis – Keyboards

Internet:
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Tracklist:
01. Kill To Live
02. Beware The Beast
03. Tyranny
04. The Forgotten Memory
05. Hateworld Hero
06. Escape From Tomorrow
07. Feast Of The Savages
08. Burn In Hell
09. Perished In Flames
10. Land Of Eternity



Die griechische Power Metal Band FIREWIND dürfte einigen Leuten durchaus ein Begriff sein. Gitarrist und Mainman Gus G. war zuvor bei DREAM EVIL tätig und verließ diese nur für seine Band Firewind, da er seine Ideen dort besser vervielfältigen kann. Nach den ersten beiden Veröffentlichungen „Between Heaven And Hell“ und „Burning Earth“ gingen die Griechen mit Bands wie Nightrage, Mystic Prophecy und auch Dream Evil auf Tournee und stießen von Europa bis Japan auf große Begeisterung. Firewind fanden den Weg zu Century Media Records und veröffentlichen nun mit „Forged By Fire“ ihr dortiges Label-Debüt. Die Musik lässt sich schnell mit melodischem Power Metal beschreiben. Mit Chity Somapala fand ein sehr begabter Sänger in die Band ein, der auf diesem Album zum ersten Mal auf einer Firewind-Scheibe zu hören ist.
Die „Forged in Fire“-Aufnahmen fanden in Deutschland, Griechenland und Norwegen statt. Das I-Tüpfelchen wurde im allseits bekannten Studio Fredman in Schweden gesetzt, wo auch In Flames, Hammerfall oder Opeth bereits arbeiteten.

Nach dem Einlegen der CD lässt die volle Kreativität von Gus G. nicht lange auf sich warten. Angefangen bei „Kill To Live“ zeigt er, dass er ein ausgesprochener Saitenakrobat ist. Gleich der Opener ist ein unheimlich eingängiger und von Melodie nur so bespickter Song, der Freude auf die nächsten neun Tracks aufkommen lässt. Mit „Beware The Beast“ schallt dem Hörer ein klasse Song entgegen, der für gute Laune sorgt und Spaß macht. Die Spielfreude der Band lässt sich schnell heraushören und der Gesang Somapalas ist richtig gut. Zum Song „Tyranny“ nahmen die fünf Griechen übrigens ihr erstes Video zum Album auf. Dieses Video ist im Handel dann als Extra auf der CD enthalten. Der Song bietet kraftvolles Gitarrenspiel und hat Ohrwurmcharakter. In sehr hohes Tempo spielen sich Firewind mit „The Forgotten Memory“, dem bis hierhin druckvollsten Stück, welches aber überraschend mit einem melancholischem Refrain aufwartet. Aber nach selbigen geht es wieder munter zur Sache. Die Struktur des Songs ist klasse, wechselweise der emotional gesungene Chorus und dann wieder das volle Riffbrett. An der Lead-Gitarre spielt bei diesem Stück übrigens niemand geringeres als Testament-Axtman James Murphy. Eine Halbballade im Mitteltempo verbirgt sich hinter „Hate World Hero“. Schön zu hören ist hierbei wieder, wie Sänger Chity mit seiner Stimme variieren kann.

Die zweite Hälfte dieses Werks startet mit „Escape From Tomorrow“, ein Song, der ähnlich kraftvoll aus den Boxen schnellt, wie der Opener „Kill To Live“ und „The Forgotten Memory“. Auch hier wurden wieder sehr ruhige, eingängige Elemente eingebracht, die dann durch galoppierende Hochgeschwindigkeits-Riffs verdrängt werden. Der Ansatz eines Drumsolos im Stil einer Death Metal Band leitet „Feast Of The Savages“ ein. Kurz darauf setzen Keyboard und Gitarre so ein, dass man etwas an ein Stück auf Nightwishs „Once“ erinnert wird. Fans des filigranen Gitarrenspiels werden bei diesem Song voll auf ihre Kosten, zumal der ehemalige Megadeth-Gitarrist Marty Friedman ein Solo beisteuert. „Feast Of The Savages“ ist ein reines Instrumental und wahrlich ein gutes! „Burn In Hell“ ist wieder mehr die klassische Power Metal Nummer, aber auch hierbei wurde auf ruhigere, langsamere Elemente gesetzt. Alles in allem ist dieser achte Track aber der unauffälligste. Das Start-Drumming zu „Perished in Flames“ ließ mich etwas an Manowar denken, muss ich sagen. Der weitere Songverlauf ist allerdings weniger True Metal als Hardrock. Hardrock der langsamen Gangart haben Firewind neben preschenden Staccato-Riffs ebenso drauf, auch wenn sich „Perished In Flames“ gegen Ende zusehends in der Schnelligkeit macht. Mit „Land Of Eternity“ fand zum Abschluss noch eine hochgradig gefährliche Ballade seinen Weg auf die Platte. Gefährlich deswegen, weil sie den ein oder anderen Hörer in der passenden Stimmung ziemlich runterreißen kann. So sollen Balladen sein und so findet die hervorragende „Forged By Fire“ einen gefühlvollen Abschluss.

Zugegeben, Firewind war mir bis dahin noch kein Begriff. Aber der Wechsel zu Century Media wird der Gruppe sicher viele Möglichkeiten bieten, die Fangemeinschaft zu vergrößern. Dieses Album kann ich jedem empfehlen, dem Power Metal gefällt. Firewind bieten diesen mit viel Klasse und haben eine wirklich starke Besetzung. Ihre Strategie den meisten Songs die angesprochenen ruhigen Passagen anzuhängen sorgt für viel Abwechselung, zumal die Band es schafft, trotz mancher ähnlich strukturierter Songs keineswegs annähernd gleiche Songs zu liefern. Ein tolles und empfehlenswertes Album!
 
Bewertung: 9/10
Redakteur: Andi Althoff


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