Interview mit Andreas Nilsson von Naglfar

  • Englische Version

    The tour with Finntroll is just done. How did you like it and are there any funny stories to tell?
    The tour was really, really cool. I mean they are a bunch of nice guys and we got along very well. And all in all the crowd was very nice and it was really cool! But I can’t really think of some funny stories, although there was pretty much constant party…

    Your newest album “Pariah” is set to enter our spheres on June, 20 th . Guess how the scene will react on it.
    It is really hard for me to make a guess; I mean I hope the people will like it, of course. People who expect a NAGLFAR release will probably not be disappointed. At least I am very happy with it and basically it is a bit more brutal and faster.

    I think “Pariah” is a full Black Metal album. Is your kind of journey into the Death Metal area over?
    I would absolutely not say that our journey into the Death metal is over. We are definitively heavy influenced by those genres. I would not consider that “Pariah” is pure Black metal, but I guess it is differently from people to people.

    The cover artwork looks really great. Its darkness and the bunch of knives reflect the music quiet good. Does it have a special message?
    I think it is up to the buyers to make their own vision what the cover portraits. Probably you get always different answers if you ask someone else from the band, but for me it is this scary angel or what you would call it. It is basically a symbol of human kind. I guess you have the promo-version. This is not the full cover. The rest of the cover is printed along the back of the booklet. So it is a shadow from this scary person which for me represents the Pariah.

    Your last album, “Sheol” was highly reviewed all over the world. Do you think, it was topped with “Pariah”?
    I don’t know if the reviews are going to be better than on “Sheol”, I mean time shall tell. But personally I am pleased with the album and I think that we have made a better album with “Pariah”. They are more thoughts behind the songs. And there is a lot more work in the songs this time with structuring and arranging the vocals. And so, for me I think this albums tops “Sheol” in many things, although I think that “Sheol” was a great album and I am very proud of it. But it is a new album and the songs feel fresher.

    Are there any tracks you like most?
    I mean, I like all the all the songs on the album, but my personal favourite of the moment is “Carnal Scorn & Spiritual Malice”, the last song as well as “Spoken Words Of Venom”, the follower of “A Sworm Of Plagues”, because they are so intense.

    Some people like to compare you with your genre-mates of DISSECTIOIN. How do you think of it?
    To be honest, I am not bothered by it. You know, I do not pay attention to what other people say, because people will always try to compare something. And we do operate in the same style of music, so it is not strange. But it is nothing that I think about at all.

    We all know that your lyrics are not really like preached in the church. So, what do you think of Dave Mustaines current behaviour concerning “satanic” Black Metal bands on festivals where Megadeth are also set to appear? He obviously wants to get them pulled off of the billing, like Rotting Christ and Dissection reported.
    Really? I haven’t heard about it, ‘cause I’ve been away. Aehm, what can I say… I mean that is a stupid and ignorant behaviour. I can’t even understand this stupidity to try to have other bands blocked off a festivals because just of what they play.

    Which festivals will you join this summer? Is a tour planned to promote “Pariah”?
    At the moment there is talk about a tour after the summer and we have two festivals planned at the moment. It is Tuska in Helsinki and the Wacken:Open:Air where I am really looking forward.

    Yeah, I just read an interview with you where you said that you like the W:O:A. Do you think it gets better all the time or do you think the highest point was already reached?
    I am not sure, you know, because I haven’t been to the festival that many times. But when I’ve been there it was an excellent festival. I really don’t know if it is better or worse. I just really like the vibe and the atmosphere of the people going to this festival. It is non-violent and a just relaxed atmosphere.

    Thank you very much for the interview!

  • Deutsche Version

    Im Vorfeld zum Release des fünften Studioalbums der schwedischen Black / Death Metaller von NAGLFAR gab sich die Band im Hause Century Media die Klinke in die Hand und stand der Presse für Interviews zur Verfügung. Selbstredend nutzten auch wir die Gelegenheit befragten Gitarrist Andreas Nilsson zur neuen Veröffentlichung.

    Eure Tour mit Finntroll ist jüngst abgeschlossen worden. Welche Eindrücke hast du mitgenommen? Gibt es irgendwelche witzigen Geschichten zu erzählen?
    Die Tour war wirklich cool. Finntroll ist eine Truppe netter Leute und wir kamen wunderbar miteinander aus. Das Publikum war ebenfalls sehr nett. Aber eine lustige Geschichte fiele mir jetzt nicht ein, auch wenn es eine konstante Party war.

    Euer neues Album „Pariah“ erscheint am 20. Juni. Was denkst du, wie die Szene dieses Album aufnehmen wird?
    Es ist schwer, hier eine Vermutung zu äußern, ich hoffe aber doch, dass die Leute es mögen werden. Diejenigen, die ein typisches NAGLFAR-Album erwarten, werden sicher nicht enttäuscht sein. Ich bin sehr glücklich mit dem Album, es ist etwas brutaler und schneller, um dieses Klischee zu erfüllen. (lacht)

    Mir kommt es so vor, als sei „Pariah“ ein reines Melodic-Black-Metal-Album. Ist eure Reise in die Death-Metal-Welt vorüber?
    Ich würde absolut nicht sagen, dass unsere Reise in den Death Metal vorüber ist, da wir noch immer sehr von diesem Genre beeinflusst sind. Ebenso würde ich nicht sagen, dass „Pariah“ ein pures Black-Metal-Album ist, aber vermutlich gehen die Meinungen der Leute da einfach etwas auseinander.

    Das Coverartwork schaut großartig aus. Der finstere Gesamteindruck und die Messer reflektieren wunderbar die Musik. Gibt es eine besondere Botschaft hinter dem Bild?
    Ich denke, jeder Käufer sollte sich eine eigene Vision machen von dem, was das Cover portraitiert. Vermutlich bekommst du immer unterschiedliche Antworten, wenn du wen anders von der Band danach fragst. Für mich ist dieser beängstigende Engel oder wie man immer ihn nennen möchte das Entscheidende. Es ist ein Symbol der Menschheit. Vermutlich hast du die Promoversion, diese zeigt ja nicht das gesamte Cover, da es bis hinten ins Booklet reicht. Für mich ist das also diese Person, die für mich „Pariah“ repräsentiert.

    Euer letztes Album „Sheol“ wurde weltweit stark bewertet. Denkst du, mit „Pariah“ könnt ihr noch einen draufsetzen?
    Ich weiß nicht, ob die Reviews besser werden als zur „Sheol“, das wird die Zeit zeigen. Ich persönlich bin überaus zufrieden mit „Pariah“, da einfach mehr für dieses Album gearbeitet wurde als noch bei der „Sheol“. Die ganzen Strukturen und Arrangements der Vocals nahmen mehr Zeit in Anspruch. Daher toppt „Pariah“ die „Sheol“ für meine Begriffe absolut, obwohl „Sheol“ großartig ist und ich sehr stolz darauf bin. Trotz allem ist es das neue Album und die Songs sind frischer.

    Gibt es Tracks, die dir selber besonders gefallen?
    Ich mag natürlich alle neue Songs, aber meine persönlichen Favoriten sind der letzte Song, „Carnal Scorn & Spiritual Malice“ sowie „Spoken Words Of Venom“, weil sie einfach so intensiv sind.

    Viele Leute vergleichen euch musikalisch gerne mal mit den Kollegen von Dissection. Was haltet ihr davon?
    Um ehrlich zu sein kümmert mich das gar nicht. Ich gebe auf solche Vergleiche nicht viel, da die Leute ständig alles mit irgendetwas vergleichen müssen. Da wir im selben Musikbereich operieren, ist dieser Vergleich nicht wirklich merkwürdig. Es ist aber nichts, worüber ich mir Gedanken mache.

    Wie wir wissen, sind eure Texte nicht wirklich Gegenstand kirchlicher Predigten… Was denkst du also über Dave Mustaines aktuelles Gewäsch, „satanische“ Bands von Festivals zu kicken, bei denen auch Megadeth spielen? Dies wurde an den Beispielen von Rotting Christ und Dissection berichtet.
    Wirklich?! Ich habe davon noch nicht gehört, da wir ja unterwegs waren. Was soll ich dazu sagen… Ich meine, dass ist ein total dummes und ignorantes Verhalten. Diese Blödheit kann ich gar nicht nachvollziehen… dass man andere Bands von Festivals kicken will, nur wegen dem, was sie spielen.

    Welche Festivals werdet ihr diesen Sommer mitnehmen? Ist es „Pariah“-Promotour geplant?
    Moment wird über nachsommerliche Tour getagt. Wir haben zwei Festivals im Sommer mit dem Tuska in Helsinki und den Wacken Open Air. Darauf freue ich mich schon sehr.

    Ja, in einem anderen Interview habe ich gelesen, dass du das W:O:A sehr gerne magst. Findest du es von mal zu mal besser oder denkst du, es hat seinen Zenith überschritten?
    Das kann ich nicht genau sagen, da ich jetzt nicht so unwahrscheinlich oft da war. Aber wenn ich da war, war es ein exzellentes Festival. Ich weiß also nicht, ob es besser oder schlechter wird. Jedenfalls gefällt mir sehr dieser Vibe und die Atmosphäre. Die Leute sind sehr friedlich, was eine gewaltfreie und relaxte Stimmung ausmacht.

    Vielen Dank für das Interview!