Konzertberichte – Metal1.info https://www.metal1.info Wir schreiben Musik Mon, 19 Feb 2018 11:56:58 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.4 https://www.metal1.info/wordpress/wp-content/uploads/2016/04/cropped-metal1-logo2016_kurz-50x50.png Konzertberichte – Metal1.info https://www.metal1.info 32 32 Beatsteaks https://www.metal1.info/konzerte/beatsteaks/ https://www.metal1.info/konzerte/beatsteaks/#respond Sun, 18 Feb 2018 11:36:37 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=konzerte&p=112663 Lange Platte heißt lange Tour, deswegen geht es weiter. LOGO! So steht es auf der Website der BEATSEAKS zu lesen und damit kündigen die Berliner die Fortsetzung der Tour zum aktuellen Album „Yours“ an. Ihre Mischung aus treibenden Punkrock-Hymnen und poppigen Songs funktioniert besonders live – nicht umsonst hat die Band sich in ihrer Karriere … Continue reading Beatsteaks »

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Lange Platte heißt lange Tour, deswegen geht es weiter. LOGO!

So steht es auf der Website der BEATSEAKS zu lesen und damit kündigen die Berliner die Fortsetzung der Tour zum aktuellen Album „Yours“ an. Ihre Mischung aus treibenden Punkrock-Hymnen und poppigen Songs funktioniert besonders live – nicht umsonst hat die Band sich in ihrer Karriere den Ruf als eine der besten Livebands des Landes erspielt. Nach einer Clubtour im letzten Jahr sind es in diesem Jahr wieder ausreichend große Hallen, um allen Fans die Gelegenheit zu geben, zu tanzen, zu singen und Spaß zu haben.  An folgenden Termine könnt ihr die BEATSTEAKS sehen:

07.04.18 Bremen – Pier2
08.04.18 Bielefeld – Ringlokschuppen
10.04.18 München – Zenith – Die Kulturhalle
11.04.18 Frankfurt – Jahrhunderthalle Frankfurt
13.04.18 Leipzig – Arena Leipzig
14.04.18 Dortmund – Westfalenhallen Dortmund
16.04.18 Hamburg – Sporthalle Hamburg
06.06.18 Wien – ARENA WIEN
09.06.18 Berlin – Waldbühne Berlin

Als Toursupport konnten die Herren aus der Hautstadt für die anstehenden Konzerte auf einigen Shows niemand geringeren als TURBOSTAAT gewinnen.

Metal1.info wird für euch aus der Show in München berichten.

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Rotting Christ w/ Carach Angren, Svart Crown https://www.metal1.info/konzerte/rotting-christ-w-carach-angren-svart-crown/ https://www.metal1.info/konzerte/rotting-christ-w-carach-angren-svart-crown/#respond Sat, 17 Feb 2018 09:40:03 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=konzerte&p=112538 Nur etwas über ein Jahr ist es her, dass ROTTING CHRIST zuletzt auf Deutschland-Tour waren.  Mit einem Über-Album wie „Rituals“ kann man aber ohne Frage auch mehrere Konzerte in der gleichen Stadt bestreiten. Insofern dürfte sich im Vorfeld niemand darüber beschwert haben, als für Feburar 2018 bereits die nächsten Shows der Griechen angekündigt wurde. Im … Continue reading Rotting Christ w/ Carach Angren, Svart Crown »

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Nur etwas über ein Jahr ist es her, dass ROTTING CHRIST zuletzt auf Deutschland-Tour waren.  Mit einem Über-Album wie „Rituals“ kann man aber ohne Frage auch mehrere Konzerte in der gleichen Stadt bestreiten. Insofern dürfte sich im Vorfeld niemand darüber beschwert haben, als für Feburar 2018 bereits die nächsten Shows der Griechen angekündigt wurde. Im Gegenteil: Die Konzerte der Co-Headliner-Tour mit den niederländischen Schauermärchen-Erzählern CARACH ANGREN ist bereits im Vorfeld in vielen Städten ausverkauft.

Die Vorband für das Spektakel hätte besser nicht gewählt sein können: Der energiegeladene Death Metal, den SVART CROWN vor einer bereits um 20:00 Uhr ansehnlichen Zahl Fans zelebrieren, versetzt das Publikum auf Anhieb in Konzertlaune. Nicht zuletzt durch den kräftig verzerrten Bass mit einem durchdringenden Gesamtsound gesegnet, wissen die Franzosen mit kernigen Riffs und einer souveränen Darbietung zu überzeugen. Mit der Spielfreude, die SVART CROWN dabei an den Tag legen, erarbeitet sich die Band noch einen Extra-Punkt, so dass der Beifall nach 40 Minuten mehr als wohlwollend ausfällt.

Um 21:00 Uhr beginnen CARACH ANGREN eine Show, wie man sie eher von einer Rockband des Formates Ghost oder Marilyn Manson erwarten würde: Mittels Beamer wird ein Gespenst auf die Bühne gezaubert, der Keyboardständer entwickelt durch einen getarnten Roboter-Arm scheinbar ein Eigenleben und CARACH ANGREN – allen voran Fronter Seregor – präsentieren sich zwischen Rauchsäulen und einer perfekten Lichtshow wie morbide Rockstars.

Mimik, Bewegungen und Gimmicks wie eine Maske mit Knochenkrone lassen keinen Zweifel am Konzept der Show zu. Ob einem diese Art der Inszenierung gefällt, steht auf einem anderen Blatt – beim Münchner Publikum kommen die Niederländer damit gut an. Vermutlich sogar besser als ohne das ganze Spektakel. Musikalisch nämlich sind CARACH ANGREN trotz viel Melodik keine leichte Kost: Die vielen Breaks und abrupten Wechsel zwischen symphonischen Parts und Black-Metal-Passagen lassen die Arrangements oft sprunghaft und hektisch wirken, viele Ideen klingen nicht ganz zu Ende gedacht. Wohl nicht zuletzt deswegen hat die Darbietung der spektakulären Show zum Trotz in der zweiten Hälfte ihre Längen: Zumindest für Nicht-Die-Hard-Fans hätte es hinsichtlich der Spielzeit eine Dreiviertelstunde statt der gebotenen Stunde wohl auch getan.

Setlist CARACH ANGREN

  1. Charlie
  2. The Carriage Wheel Murder
  3. When Crows Tick On Windows
  4. Pitch Black Box
  5. Bitte Tötet Mich
  6. Blood Queen
  7. Lingering In An Imprint Haunting
  8. In De Naam Van De Duivel
  9. Charles Francis Coghlan
  10. Bloodstains On The Captain's Log


Der Kontrast zu Carach Angren hätte krasser kaum ausfallen können, als um 22:30 ROTTING CHRIST unter großem Jubel ihre Show beginnen: Statt auf Effekte und Gimmicks setzen die Griechen wie gewohnt einzig und allein auf ihre Musik. Mit Alben wie „Rituals“ oder „Kata Ton Daimona Eautou“ in der Hinterhand gehen die Griechen damit aber auch kein Risiko ein: Während ROTTING CHRIST sich auf eine engagierte, aber puristische Show im Stile einer Thrash-Metal-Band beschränken, für deren einzigen Showeffekt eine stark beanspruchte Nebelmaschine sorgt, ist es hier schlichtweg das Songmaterial, das das Publikum bei der Stange hält.

Bereits beim Opener „Devadevam“ herrscht Gänsehaut-Atmosphäre – nur wenig später haben ROTTING CHRIST das Publikum so in der Hand, dass dieses die Band bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit kraftvollen „Hey“-Rufen unterstützt und sich in wilden Mosh- und Circlepits austobt. Der glasklare, druckvolle Sound trägt hierzu ebenso seinen Teil bei wie die Hingabe der bis in die Haarwurzeln motivierten Musiker: Auch ohne Mikrophon schreit Gitarrist George Emmanuel dem Publikum laufend aufmunternde Worte zu, während sich Fronter Sakis Tolis nicht nur am Ende des Sets artig für die Unterstützung bedankt. Nach 65 schweißtreibenden Minuten ROTTING CHRIST findet die Show mit „Non Serviam“ ihr Ende. Bei der heute gezeigten Stärke ist die Vorstellung, diese vier Mannsbilder sollten sich irgendjemandem unterordnen, aber auch fast absurd.

Setlist ROTTING CHRIST

  1. Devadevam
  2. Kata Ton Demona Eautou
  3. Demonon Vrosis
  4. Elthe Kyrie
  5. Apage Satana
  6. The Sign Of Evil Existence
  7. Transform All Suffering Into Plagues
  8. The Forest Of N'Gai
  9. Societas Satanas (Thou-Art-Lord-Cover)
  10. In Yumen-Xibalba
  11. Grandis Spiritus Diavolos
  12. ---
  13. 666
  14. Non Serviam


Trotz oder gerade wegen des stilistischen Unterschieds zwischen CARACH ANGREN und ROTTING CHRIST ist diese Co-Headliner-Tour ein voller Erfolg: Was die einen mit ihrer Show erreichen, gelingt den anderen allein mit ihrer Musik. Der Gewinner ist dabei klar der Fan, der heute – die starken SVART CROWN eingerechnet –  gleich drei mehr als sehenswerte Performances geboten bekommt.

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Algiers w/ Brother Grimm https://www.metal1.info/konzerte/algiers-w-brother-grimm/ https://www.metal1.info/konzerte/algiers-w-brother-grimm/#respond Sat, 17 Feb 2018 09:13:58 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=konzerte&p=112633 Nach ihrem selbstbetitelten Debütalbum, das mit einer spannenden und düsteren Mischung zwischen Gospel, Post Punk und Elektronik aufwarten konnte, haben ALGIERS 2017 mit „The Underside Of Power“ ihr zweites Album vorgelegt. Sperrig und tanzbar, soulig und trappig – und dabei immer mit einer eindeutigen politischen Aussage für mehr Freiheit und Solidarität. Mit reichlich Erwartungen und … Continue reading Algiers w/ Brother Grimm »

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Nach ihrem selbstbetitelten Debütalbum, das mit einer spannenden und düsteren Mischung zwischen Gospel, Post Punk und Elektronik aufwarten konnte, haben ALGIERS 2017 mit „The Underside Of Power“ ihr zweites Album vorgelegt. Sperrig und tanzbar, soulig und trappig – und dabei immer mit einer eindeutigen politischen Aussage für mehr Freiheit und Solidarität. Mit reichlich Erwartungen und immerhin dem Titel „Album des Jahres“ der Visions im Gepäck, ist die Band im Januar 2018 auf Tour und kommt dabei auch ins Münchner Strom.

Das ist bereits sehr gut gefüllt, als mit leichter Verspätung BROTHER GRIMM um kurz nach 21 Uhr zu lautem Dröhnen die Bühne betritt. Mit Anzug, extravagantem Hemd, langen Haaren und Vollbart erinnert er optisch stark an Warren Ellis. Die Mischung zwischen Americana, Gothic und Alternative versprüht einen morbiden Charme, der von der Ausstrahlung von BROTHER GRIMM perfekt transportiert wird. Neben Loop-Strukturen kommen viele Sounds leider nur vom Band und die Ansagen des ansonsten sympathischen Musikers wirken recht unbeholfen. Alle Freunde von Nick Cave sowie klassischer Südstaaten-Klänge sollten aber ein Ohr riskieren.

Um kurz nach 22 Uhr ist es soweit und ALGIERS betreten die Bühne. Vor einem im vorderen Bereich vollgepackten Strom steigt die Band mit einem Drone in ihr Set ein und eröffnet den Abend mit dem sperrigen „But She Was Not Flying“. Das Stichwort sperrig ist bezeichnend für die folgenden knapp 60 Minuten: Franklin James Fisher begeistert mit seiner umwerfenden Stimme, die Band, vor allem Bassist Ryan Mahan, ist extrem gut drauf – aber der Funke mag nicht so recht überspringen. Das Publikum jubelt, einige Songs bringen es auch zum Tanzen, aber alles wirkt sehr verhalten und zurückhaltend.

Ohne große Ansagen dafür mit politischen Sprachsamples zwischen den Songs machen es sich ALGIERS mit der oft recht inkohärenten Setlist aus für sich großartigen Nummern nicht einfacher. Die Ankündigung eines Tributs an den am selben Tag verstorbenen The-Fall-Sängers Mark E. Smith wird von der lauten Geräuschkulisse fast vollständig verschluckt. Dennoch ist der Jubel am Ende des Sets, das ALGIERS primär an ihrem neuen Album orientieren, laut.

Setlist ALGIERS

  1. But She Was Not Flying
  2. Cry Of The Martyrs
  3. Walk Like A Panther
  4. The Underside Of Power
  5. Cleveland
  6. Irony. Utility. Pretext.
  7. Hymn For An Average Man
  8. Animals
  9. Death March
  10. Remains
  11. ----------
  12. Time To Go Down Slowly
  13. Mme Rieux


Weit entfernt von einem schlechten Konzert, aufgrund der hohen Erwartungen aber doch eine kleine Enttäuschung: Algiers machen vieles richtig und sind musikalisch ohne Zweifel beeindruckend. Der Support von Brother Grimm war absolut stimmig. Und dennoch herrscht nach der Show in München das Gefühl vor, dass hier noch mehr gegangen wäre.

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The Menzingers w/ Pup, Cayetana https://www.metal1.info/konzerte/the-menzingers-w-pup-cayetana/ https://www.metal1.info/konzerte/the-menzingers-w-pup-cayetana/#respond Sat, 17 Feb 2018 08:32:53 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=konzerte&p=112629 In den letzten Jahren haben sich THE MENZINGERS vom Geheimtip der US-amerikanischen Melodic-Punk-Szene zu einer der derzeit bekanntesten Emo-Rock-Bands gemausert. Entsprechend sind nach einigen Support-Shows und Konzerten in eher kleineren Hallen die Locations auf ihrer Europatour im Februar 2018 deutlich größer. Dafür bieten sie ihren Fans unterstützt von den Pop-Punk-Überfliegern PUP und den Indie-Rockerinnen von … Continue reading The Menzingers w/ Pup, Cayetana »

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In den letzten Jahren haben sich THE MENZINGERS vom Geheimtip der US-amerikanischen Melodic-Punk-Szene zu einer der derzeit bekanntesten Emo-Rock-Bands gemausert. Entsprechend sind nach einigen Support-Shows und Konzerten in eher kleineren Hallen die Locations auf ihrer Europatour im Februar 2018 deutlich größer. Dafür bieten sie ihren Fans unterstützt von den Pop-Punk-Überfliegern PUP und den Indie-Rockerinnen von CAYETANA ein stimmiges und überzeugendes Bandpaket an, das Mitte Februar in die Halle im Backstage in München kommt.

Während im deutlich größeren Backstage Werk nebenan der Auftritt von Fler entfällt und im kleineren Club der Metalcore regiert, füllt sich die Backstage Halle trotz der frühen Stunde zusehends. So betreten um Punkt 19:30 die drei Musikerinnen von CAYETANA die Bühne vor einer bereits recht anständig gefüllten Backstage Halle. Ihr eingängiger Indie-Rock mit Emo-Anleihen bewegt sich durchgehend im Mid-Tempo und ist mit schrammelnden Gitarren und einem geradlinigen Schlagezug recht einfach gehalten. Leider nimmt die fast vollkommen auf Höhen verzichtende Abmischung dem Sound fast alles an Dynamik. Dennoch ist die Show ein stimmiger und gelungener Einstieg in den Abend.

Nach einer lediglich 20-minütigen Umbaupause, in der die immer noch nicht kürzer werdende Garderobenschlange, der Andrang an der Bar sowie die immer stickiger werdende Luft ein ausverkauftes Konzert ankündigen, schallt lauter Hip Hop aus den Boxen. Zu ebenso lautem Jubel treten PUP aus Ontario auf die Bühne und legen direkt mit „Guilt Trip“ von ihrem ersten Album los. Das Gaspedal bleibt die gesamte Show über auf Anschlag, in der die Band fast ihr gesamtes aktuelles Album „The Dream Is Over“ und einige Highlights ihres Debüts darbietet. Bereits nach einigen Minuten entsteht ein veritabler Mosh-Pit vor der Bühne, der Schweiß tropft von der Decke und das Münchner Publikum ist extrem textsicher. Als PUP nach 40 Minuten mit dem Doppel aus „If This Tour Doesn’t Kill You Then I Will“ und „DVP“ ihre Show beenden, haben sie ihren Ruf als großartige Live-Band untermauert und sicher einige neue Fans gewonnen.

Setlist PUP

  1. Guilt Trip
  2. My Life Is Over And I Couldn't Be Happier
  3. Dark Days
  4. Doubts
  5. Back Against The Wall
  6. Sleep In The Heat
  7. The Coast
  8. Reservoir
  9. Familiar Patterns
  10. If This Tour Doesn't Kill You, I Will
  11. DVP


Nach einer halben Stunde wird es erneut und zum letzten Mal am heutigen Abend dunkel in der Backstage Halle und zu ohrenbetäubenden Applaus betreten THE MENZINGERS die Bühne. Das Publikum frisst der Band von der ersten Sekunde aus der Hand: Bei klarem und druckvollem Sound werden bereits die ersten Töne des rockigen „Tellin‘ Lies“ von allen Anwesenden laut mitgesungen und betanzt. Nur von kurzen Ansagen und Dankesworten unterbrochen spielen sich die vier Musiker mit einem breiten Grinsen im Gesicht durch ihre Diskografie.

Den Fokus bildet allerdings das aktuelle Album „After The Party“ – die Mischung aus beschwingten, indierockigen und häufig Hymnen-haften Songs mit melancholischen Texten funktioniert live genauso gut wie auf Platte. Wie sehr das Publikum dabei ist, zeigt sich spätestens bei „I Don’t Wanna Be An Asshole Anymore“, das schon beinahe bedrohlich laut vom gesamten Backstage mitgeschrien wird. Nach einer Stunde verabschieden sich THE MENZINGERS kurz von der Bühne, um mit „After The Party“ ihren vielleicht besten Song zu einer entsprechenden Reaktion zu spielen. Nach dem finalen „In Remission“ ist die Show nach 75 Minuten schließlich wirklich zu Ende.

Setlist THE MENZINGERS

  1. Tellin' Lies
  2. Good Things
  3. House On Fire
  4. A Lesson In The Abuse Of Information Technology
  5. Charlie’s Army
  6. Thick As Thieves
  7. Casey
  8. The Obituaries
  9. My Friend Kyle
  10. Nice Things
  11. Bad Catholics
  12. Gates
  13. Your Wild Years
  14. I Was Born
  15. Burn After Writing
  16. I Don't Wanna Be An Asshole Anymore
  17. Lookers
  18. ----------
  19. After The Party
  20. Irish Goodbyes
  21. In Remission


Die grinsenden Gesichter, die in die kalte Nacht aus der Backstage Halle strömen und der Andrang am Merchandise-Tisch beweisen: Der heutige Abend war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Während Cayetana den Abend beschwingt eröffnet und Pup die Hütte veritabel abgerissen haben, zeigen The Menzingers, dass sie bereits eine ähnlich eingeschworene Fan-Gemeinschaft haben wie Bands wie Hot Water Music oder The Bouncing Souls. Bei derartigen Live-Qualitäten: Zurecht!

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Downfall Of Gaia w/ Hamferð https://www.metal1.info/konzerte/downfall-of-gaia-w-hamferd/ https://www.metal1.info/konzerte/downfall-of-gaia-w-hamferd/#respond Thu, 15 Feb 2018 18:24:10 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=konzerte&p=112485 Keine Frage: HAMFERÐ sind die Doomer der Stunde. Wie schon mit ihrem Debüt „Evst“ konnte die Truppe von den Färöer Inseln auch mit ihrem eben erschienenen Werk „Támsins Likam“ nicht nur die Redaktion von Metal1.info (Album des Monats Januar 2018), sondern ganz generell Fans und Presse begeistern. Gemeinsam mit ihren Label-Kollegen bei Metalblade Records, den … Continue reading Downfall Of Gaia w/ Hamferð »

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Keine Frage: HAMFERÐ sind die Doomer der Stunde. Wie schon mit ihrem Debüt „Evst“ konnte die Truppe von den Färöer Inseln auch mit ihrem eben erschienenen Werk „Támsins Likam“ nicht nur die Redaktion von Metal1.info (Album des Monats Januar 2018), sondern ganz generell Fans und Presse begeistern. Gemeinsam mit ihren Label-Kollegen bei Metalblade Records, den Post-Black-Metallern DOWNFALL OF GAIA, betouren die Senkrechtstarter von den Färöer Inseln nun Deutschland. Ohne Vorband, als Co-Headliner mit je einer Stunde Spielzeit und zu einem fairen Preis von 17,50 Euro im Vorverkauf.

Obwohl es in der Stunde zwischen Einlass und Konzertbeginn zunächst nicht so aussieht, als wären an diesem Montagabend viele Münchner in Konzertlaune, füllt sich der Backstage Club kurz vor 20:00 Uhr schlagartig. Alles andere wäre bei dem Ruf, der HAMFERÐ vorauseilt, aber auch nur schwer zu erklären gewesen. Den hohen Erwartungen wird das Sextett spielend gerecht: In Hemd und Anzug fein herausgeputzt gelingt es HAMFERÐ mit ihrem wohl größten Hit, dem Titeltrack des Debüt-Albums, als Opener innerhalb weniger Minuten, die Anwesenden auf ihre Seite zu ziehen. Wenn die Fans sicher auch nichts gegen eine Darbietung des ganzen Albums gehabt hätten, ist mit dem anschließenden „Deyðir Varðar“ das Debüt aus Sicht der Band hinreichend im Set repräsentiert.

Neben „Vráin“ von der 2010er-EP „Vilst Er Síðsta Fet“ und „Ódn” vom allerersten Demo fokussieren sich HAMFERÐ nun voll auf „Támsins Likam“. Wenn die gebotenen vier Nummern auch nicht ganz an die Epik des Erstlingswerkes heranreichen, gibt es doch auch hier genügend Gänsehaut-Momente: Gerade Fronter Jón Aldará vermag mit seiner Vielseitigkeit, die ihn von einer Strophe zur nächsten zwischen lupenreinem Gesang und abgrundtiefen Growls wechseln lässt, auch heute wieder zu begeistern – und das trotz Erkältung, die ihn nach der Show (im Gegensatz zu den anderen Musikern von HAMFERÐ, die sich am Merch zum geselligen Bier mit den Fans treffen) direkt ins Bett treibt.

Setlist Setlist HAMFERÐ

  1. Evst
  2. Deyðir Varðar
  3. Stygd
  4. Tvístevndur Meldur
  5. Vráin
  6. Frosthvarv
  7. Hon Syndrast
  8. Ódn


Nach dieser mitreißenden Show geht es mit DOWNFALL OF GAIA nicht minder düster, wenn auch stilistisch gänzlich anders ausgerichtet weiter – steht der Name der Band doch seit nunmehr zehn Jahren für eine fette Mischung aus Post-Black-Metal und atmosphärischem Sludge. In Unmengen Nebel gehüllt, stellen DOWNFALL OF GAIA mit ihrem dreckigen Sound einen krassen Kontrast zur vorangegangenen Show her: An Stelle der majestätischen Melodik bei Hamferð tritt nun zähes, bösartiges Riffing, statt Klargesang und Growls gibt es nun fiese Screams aus gleich drei Kehlen auf die Ohren.

Bisweilen von Nebelschwaden gänzlich versteckt, kreieren DOWNFALL OF GAIA so eine durchweg stimmige Atmosphäre, die allerdings bisweilen durch die etwas zu laut abgemischten Drums von Schlagzeug-Adonis Mike Kadnar untergraben wird. Obwohl Lichtshow und Performance ansonsten absolut stimmig sind, schleicht sich über die Spielzeit von ebenfalls (knapp) einer Stunde eine gewisse Monotonie ein, die sich auch beim Publikum bemerkbar macht: Ein direkter Vergleich der Shows ist aufgrund der unterschiedlichen Stilrichtungen natürlich gar nicht möglich – die euphorischeren Reaktionen konnten heute jedoch ohne Frage Hamferð einfahren.

Mit dem Doppelpack aus HAMFERÐ und DOWNFALL OF GAIA bekommt man als Fan düster-doomiger Klänge gleich zwei Hochkaräter präsentiert: Während die Färinger zunächst mit packendem Doom begeistern, reißen DOWNFALL OF GAIA im Anschluss mit ihrem dreckigen Post-Black-Metal alles ein. Doch selbst, wer nur mit einer der beiden Bands warm wird, hat hier gewonnen: Bei je einer Stunde Spielzeit bekommt heute jeder Fan „seinen“ Headliner zu sehen.

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Milking The Goatmachine w/ TortureSlave, Combustion, I’m Your Nemesis, Harvest Their Bodies https://www.metal1.info/konzerte/milking-the-goatmachine-w-tortureslave-combustion-im-your-nemesis-harvest-their-bodies/ https://www.metal1.info/konzerte/milking-the-goatmachine-w-tortureslave-combustion-im-your-nemesis-harvest-their-bodies/#respond Tue, 13 Feb 2018 09:05:06 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=konzerte&p=112337 Zehn Jahre sind vergangen, seit die Ziegen von MILKING THE GOATMACHINE ihren Heimatplaneten Goateborg verließen, um den Menschen Freude durch Musik zu bringen. Aus diesem Anlass startet am 2. Februar im Münchener Backstage die „Now We Are Old School“-Tour, die neben dem kompletten ersten Album weitere Evergreens der tierischen Musiker und insgesamt vier Support-Acts anbieten … Continue reading Milking The Goatmachine w/ TortureSlave, Combustion, I’m Your Nemesis, Harvest Their Bodies »

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Zehn Jahre sind vergangen, seit die Ziegen von MILKING THE GOATMACHINE ihren Heimatplaneten Goateborg verließen, um den Menschen Freude durch Musik zu bringen. Aus diesem Anlass startet am 2. Februar im Münchener Backstage die „Now We Are Old School“-Tour, die neben dem kompletten ersten Album weitere Evergreens der tierischen Musiker und insgesamt vier Support-Acts anbieten kann.

Zu Beginn ist das Werk aber noch spärlich gefüllt, die meisten Besucher tummeln sich im hinteren Bereich oder sitzen erwartungsvoll an den Seiten. So hat die lokale Band HARVEST THEIR BODIES auch einen eher schweren Einstand, obwohl sie ihren Deathcore souverän ins Rund feuern und neben einigen Breakdowns auch eine kraftvolle Show anbieten. Gerade Frontmann Florian Weininger macht stimmlich einen sehr guten Eindruck. Der Einstand ist für die Musiker und anwesenden Musikbegeisterten somit gelungen, wenn auch der Applaus und die Bewegung noch sehr verhalten ausfallen. Mit den bekannten Genregrößen können sie sich aufgrund fehlender Hits vielleicht noch nicht messen, aber auf diesem Niveau könnte man von den Bayern noch in Zukunft einiges zu hören bekommen.

Anders gestalten sich die Umstände im Fall der Niederbayern I’M YOUR NEMESIS, die man am ehesten im Melodic Death Metal verorten kann. Zwischen den brachialen Parts kommt auch wiederholt Klargesang zum Einsatz, der ein wenig Zeit zum Verschnaufen anbietet. Leider haben die Musiker zu Beginn mit einigen Soundproblemen zu kämpfen, die aber nach kurzer Zeit behoben scheinen. Eine wehmütige und auch bedrückende Atmosphäre liegt fast allen Liedern der Band zu Grunde. Leider ist die Musik des Quartetts nicht annähernd so extravagant, wie ihre Masken am Anfang den Eindruck machen. Die Zuschauer scheinen trotzdem überzeugt und lassen sich noch zu einem Selfie mit Band hinreißen, die das Foto für das Booklet ihres kommenden Debüts verwenden möchte.

Die ebenfalls aus München stammenden Death-Metaller COMBUSTION nähern sich dem Stil des Hauptacts schon deutlich näher an. Zusehend steigert sich die Bewegung im Backstage Werk, während Sänger Philip und seine vier Kollegen ihren groovenden Todesmetall zum Besten geben. Vor allem „Fed To The Wolves“, ursprünglich mit Goatleeb Udder von MILKING THE GOATMACHINE aufgenommen, und der Titelsong des aktuellen Albums „Warhead“ überzeugen in ihrer komplexen Brutalität. Leider ist der Ziegen-Frontmann trotz seiner Anwesenheit nicht Teil der Live-Darbietung des erwähnten Songs. Stilistisch näher und eindrucksvoller konnte heute kein Act für den Headliner anheizen. Dass der Frontmann dabei ein wenig an Luke Mockridge in einer bösartigeren Variante erinnert und eine anständige Präsenz auf der Bühne zeigt, trägt einen weiteren Teil zu diesem erfolgreichen Gig bei.

Mit TORTURESLAVE ist für diesen Abend eine Gruppe aus der bayerischen Landeshauptstadt als Co-Headliner gesetzt, deren Gründung im Jahr 2017 noch nicht in allzu ferner Vergangenheit liegt. Trotzdem scheint sich die Band schon einen ordentlichen Namen erspielt zu haben, denn der Bereich vor der Bühne hat sich bis hierher sehr anständig gefüllt. Sie selbst bezeichnen ihren Stil als „High Octane Death Metal“, der auch Elemente des Crust- und Mathcore mitbringt. Die Musiker selbst sind sehr aktiv, allen voran Sänger He-Man Powerblast, der nur für kurze Momentaufnahmen stillsteht und sich sogar an den Wellenbrecher begibt, um den Teil eines Songs zu performen. Die Titel sind allesamt sehr prägnant und oft kurz gehalten, bieten dafür aber wenig bis keine Atempausen. Das Publikum befindet sich entsprechend in Dauerbewegung und ein Moshpit jagt den nächsten. Musikalisch mag das Booking von TORTURESLAVE nicht zwangsläufig nachvollziehbar sein, die Energie ihrer Show und die Reaktion der Zuschauer rechtfertigt aber jede Sekunde des heutigen Gigs.

Die Deathgrind-Paarhufer MILKING THE GOATMACHINE eröffnen ihr Set mit dem Intro „It’s Tricky“ von Run-D.M.C., ehe sie den offiziellen Reigen eröffnen. Auffällig ist bereits zu Beginn, dass die Band heute nur aus drei Hornträgern besteht: Goatfreed Udder und Lazarus Hoove fehlen krankheitsbedingt, dafür hilft das ehemalige Mitglied Tony Goatana aus. Auf dem Programm steht heute aus Jubiläumsgründen das komplette Debütalbum „Back From The Goats“. Das sorgt mit „Sour Milk Boogie“ oder „Goats Got No Clits“ bereits früh für wilde Moshpits und ausuferndes Headbangen. Sänger Goatleeb Udder erhebt sich auch für einige Songs vom Schlagzeug und wird so zum wirklichen Frontmann, während The Goatarious B.I.G. den Platz hinter dem Drumkit einnimmt. Weitere Highlights des Abends sind die zwei plakativen und kurz-knackigen „Bingo Bongo“ sowie „Ding Dong“ und die kultigen Cover-Versionen „Surf Goataragua“ und „Milk Me Up Before I Go Go“. MILKING THE GOATMACHINE spielen ihr Set solide, wenn nicht sogar hochkarätig, sind jedoch wenig auf die Interaktion mit dem Publikum bedacht. Die Ansagen beziehen sich größtenteils auf das Benennen des nächsten Titels, Aufrufe zum Mosh- oder Circle Pit sucht man vergebens. Das ist aber auch nicht nötig, denn die Zuschauer sind ordentlich in Bewegung und feiern ihre tierische Helden, wie es ein Jubeljahr gebührt. Als Zugabe wird nach einigen Aufrufen seitens des Publikums noch „Here Comes Uncle Wolf“ serviert, bevor die Menge in die wohlverdiente Nachtruhe geschickt wird.


Das Tourmotto „Now We Are Old School“ liefert ein geballtes Paket aus fünf Bands, die ihr Handwerk verstehen und es entsprechend umsetzen. Nach rund fünf Stunden gebündelter Death-Metal-Power, mal mehr, mal weniger brachial, ist sicherlich auch die Zuhörerschaft bis in die letzte Reihe bedient. Auch wenn sich nicht alle Acts perfekt ins Lineup einbinden, so kann doch von einem gelungenen Abend gesprochen werden. Vor allem MILKING THE GOATMACHINE als Headliner, aber auch COMBUSTION und TORTURESLAVE haben nach einem verhaltenen Beginn das Backstage in einen wahres Todesmetall-Fest erster Güte verwandelt.

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Hämatom w/ Heldmaschine https://www.metal1.info/konzerte/haematom-w-heldmaschine/ https://www.metal1.info/konzerte/haematom-w-heldmaschine/#respond Fri, 09 Feb 2018 10:40:08 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=konzerte&p=112320 Nach dem 5. Platz mit „Wir sind Gott“ gelingt HÄMATOM mit „Bestie der Freiheit“ der Einstieg auf Platz 2 der deutschen Albencharts. Kein Zweifel, die vier Himmelsrichtungen sind mit ihrem Rock-Metal-Crossover-Mix spätestens jetzt endgültig in der deutschen Musiklandschaft angekommen. Bereits einen Tag vor der offiziellen Veröffentlichung der neuen Platte zeigen Nord, Süd, Ost und West … Continue reading Hämatom w/ Heldmaschine »

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Nach dem 5. Platz mit „Wir sind Gott“ gelingt HÄMATOM mit „Bestie der Freiheit“ der Einstieg auf Platz 2 der deutschen Albencharts. Kein Zweifel, die vier Himmelsrichtungen sind mit ihrem Rock-Metal-Crossover-Mix spätestens jetzt endgültig in der deutschen Musiklandschaft angekommen. Bereits einen Tag vor der offiziellen Veröffentlichung der neuen Platte zeigen Nord, Süd, Ost und West bei ihrer ersten Release-Show im Backstage München, dass sich ihre Bestie live bestens mit vorhandenen Perlen verträgt.

Den Abend eröffnet zunächst die HELDMASCHINE aus Koblenz als Support. Anfangs scheppert und hallt es im sehr gut gefüllten Werk bei „Himmelskörper“ noch ordentlich und es vergehen einige Minuten, ehe der Soundtechniker die Balance der einzelnen Instrumente in den Griff bekommt. Dass die HELDMASCHINE aus dem Rammstein-Coverband Völkerball entstanden ist, offenbart sich trotz der technischen Probleme sehr schnell. Im Grunde genommen bewegen sich die Süddeutschen immer im Dunstkreis der Szenegröße, würzen die bewährte NDH-Kombi allerdings mit vermehrten Elektro-Elementen. Leider ertönt das Keyboard live nur vom Band. Spätestens mit dem witzigen „R“ über das omnipräsente rollende R beweisen die Musiker eine gehörige Portion Humor und Selbstironie. Nach 45 Minuten bringen sie ihren Auftritt dann zu relativ durchschnittlichen Reaktionen mit „Weiter!“ souverän ins Ziel. Die Publikumsreaktionen entsprechen dabei unter dem Strich in etwa der dargebotenen Performance.

Wie schon bei der „Wir sind Gott“-Tour verdeckt zunächst eine weiße Plane den Blick auf die Bühne, ehe das Intro zu spielen beginnt und Nord wenige Sekunden später in einem Käfig sitzend fast schon erwartungsgemäß „Zeit für neue Hymnen“ anstimmt, untermalt von viel Schlagzeug und Gitarre. Die Fans bzw. Freaks steigen beim bereits vorab veröffentlichten Opener direkt ein, „Mein Leben – meine Regeln“ dringt live im Anschluss gefühlt ebenfalls einen Tacken härter über die Lautsprecher als die an diesem Tag für viele noch unbekannte CD-Produktion. An ihren Live-Qualitäten lassen HÄMATOM schnell keine Zweifel aufkommen: Von der kleinen Halle nebenan haben sich die NDH-Metalrocker auf die größte Bühne des Gebäudekomplexes hochgearbeitet, zuletzt spielten sie Megaherz dort bereits vor einigen Jahren in Grund und Boden. Die Feierlaune und Stimmung erreicht damals wie heute schnell erste Höhen, obwohl Nord (oder sein Mikro) anfangs noch das ein oder andere Wort verschluckt.

Für eine Premierenshow funktionieren der Auftritt und die Abläufe bereits sehr gut: Zu „Säulen des Wahnsinns“ schwingt der stimmgewaltige Fronter eine HÄMATOM-Fahne, ehe West passenderweise im Vorfeld zu „Ikarus Erben“ seine Maske kreisen lässt und Funken daraus schießen. So gut die Stimmung, so massiv auch die Soundwand, die im Backstage aufgefahren wird. Die Songauswahl beschränkt sich an diesem Abend fast ausschließlich auf die letzten beiden Veröffentlichungen, die im Mix ein hervorragendes Set ergeben. Das launige „Feuerwasser“ lockert das erste Drittel mit seinem Ohrwurm-Refrain auf, spätestens bei „Fick das System“ zeigt Nords Schminke erste sichtbare Abnutzungserscheinungen von der Hitze und Energie. Kein Wunder also, dass sich drei der vier Bandmitglieder kurz darauf eine kleine Auszeit gönnen, als West erneut seinen Merchandise-Panzer auf die Bühne rollen lässt und ein paar T-Shirts in die Menge verschießt. HÄMATOM verstehen es bestens, ihr Publikum bei Laune zu halten, ohne den Bogen der Selbstbeweihräucherung zu überspannen. Im ruhigen „Lichterloh“ schießen atmosphärisch passend einzelne Funken aus Nords Händen, ehe der Sänger wenig später im visuell eindrucksvollsten Part auf einen elektrischen Stuhl geschnallt wird und dort das ungemein intensive „Mörder“ singt.

Anschließend wird es weniger Zeit für neue als vielmehr für alte Hymnen: das semi-akustisch vorgetragene „Totgesagt doch neugeboren“ läutet zusammen mit „Alte Liebe rostet nicht“ das vorläufige Ende ein. Vor den Zugaben präsentieren HÄMATOM mit Marterias „Kids“ noch das einzige Relikt vieler gelungener Cover-Versionen. Nach einer kurzen Unterbrechung kehren die Franken für den Schlussspurt zurück und drehen – wenig überraschend – bei „Wir sind Gott“, „Eva“ und dem Rausschmeißer „Leck mich!“ noch einmal richtig auf.

So steht am Ende ein glücklicherweise immer noch sehr metallisch-geprägter Konzertabend, der auf größere Rock-Experimente verzichtet und neben einer erstklassigen Songauswahl auch einige optische Highlights zu bieten hat. Die Verbindung aus „Bestie der Freiheit“ und „Wir sind Gott“ wird HÄMATOM in den nächsten Jahren begleiten und vermutlich in noch höhere Sphären katapultieren. Dafür stehen die vier Himmelsrichtungen auch mit ihrem Namen.

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Brutal Assault Open Air 2018 https://www.metal1.info/konzerte/brutal-assault-open-air-2018/ https://www.metal1.info/konzerte/brutal-assault-open-air-2018/#respond Tue, 06 Feb 2018 23:13:32 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=konzerte&p=112310 Wie jedes Jahr findet auch 2018 das BRUTAL ASSAULT OPEN AIR wieder statt. Vom 8. bis zum 11. August wird es Freunde des Black, Death, Doom, Progressive und Thrash Metal sowie des Death- und Grindcore und der Avantgarde-Musik wieder in die Festung Josefov in Tschechien ziehen. Und das nicht ohne Grund: Auch 2018 hat das … Continue reading Brutal Assault Open Air 2018 »

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Wie jedes Jahr findet auch 2018 das BRUTAL ASSAULT OPEN AIR wieder statt. Vom 8. bis zum 11. August wird es Freunde des Black, Death, Doom, Progressive und Thrash Metal sowie des Death- und Grindcore und der Avantgarde-Musik wieder in die Festung Josefov in Tschechien ziehen. Und das nicht ohne Grund: Auch 2018 hat das Festival, das inzwischen nach vielen Jahren des stetigen Wachsens nicht mehr wirklich als Geheimtipp bezeichnet werden kann, wieder massig Highlights für Freunde des extremeren Metal zu bieten.

Als Headliner konnten die Veranstalter erneut die Blackened-Death-Größe BEHEMOTH verpflichten, die voraussichtlich ihr neues Album präsentieren werden. Mit unter anderem BELPHEGOR, ORIGIN, PESTILENCE, DYING FETUS und UNLEASHED wurden zudem noch diverse andere beliebte Death-Metal-Bands mit ins Line-Up geholt. Etwas melodischer wird es dagegen mit den Melodeath-Pionieren AT THE GATES und den US-amerikanischen THE BLACK DAHLIA MURDER zugehen.

Auch der Black Metal kommt wie immer nicht zu kurz. CARPATHIAN FOREST dürften für einige Besucher ein überzeugendes Argument sein, auch 2018 wieder nach Tschechien zu reisen. Mit den brachialen MARDUK und der Agalloch-Nachfolgeband PILLORIAN stehen zudem zwei weitere, sehr unterschiedliche Vertreter der Black-Metal-Fraktion auf dem Programm.

Wer seine Musik lieber abgefahren und ungewöhnlich mag, kann sich dieses Jahr über die Avantgarde-Black-Metaller DODECAHEDRON, die Prog-Deather GOJIRA, die Hardcore-Legende CONVERGE, die Metal mit unzähligen Metal-fremden Musikgenres vermischenden DIABLO SWING ORCHESTRA und Emperor-Mastermind IHSAHN freuen. Auch elektronischere Musik darf hierbei wie immer nicht zu kurz kommen. Hierfür wurden mit PAIN, MINISTRY und PERTURBATOR gleich drei bekannte Acts gebucht.

Für die richtige Dosis Sludge sorgen OBSCURE SPHINX und CELESTE. Beide sind für ihre atmosphärischen Live-Shows bekannt. Für langsamen, aber nicht ganz so dreckigen Metal hat das BRUTAL ASSAULT OPEN AIR 2018 unter anderem PARADISE LOST, NOVEMBER DOOM und SAINT VITUS verpflichtet, die für den Doom Metal zuständig sein werden.

Wie immer ist auch Thrash Metal angemessen vertreten. Dieses Jahr werden beispielsweise TESTAMENT, MUNICIPAL WASTE und PROTECTOR auftreten. Metal-, Death-, Hard- und Grindcore-Fans können sich auf Szenegrößen wie CARNIFEX, BRUJERIA, NORTHLANE, TERROR und SUICIDAL TENDENCIES freuen. Darüber hinaus gibt es natürlich erneut auch unbekanntere Bands und Geheimtipps, die es sich zu entdecken lohnt.

Die 23. Ausgabe des BRUTAL ASSAULT OPEN AIR findet vom 8.-11. August 2018 in der Festung Josefov in Tschechien statt. Tickets gibt es derzeit für 84€ im Festivalshop zu kaufen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ein Ticket für den VIP Campingplatz sowie für 8€ einen Zugang zur hoch gelegenen Naturtribühne zu erwerben.

>> Gewinne hier ein Ticket für das BRUTAL ASSAULT 2018

>> Weitere Infos und das tagesaktuelle Billing auf der offiziellen Homepage!

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Steel Panther w/ Fozzy https://www.metal1.info/konzerte/steel-panther-w-fozzy/ https://www.metal1.info/konzerte/steel-panther-w-fozzy/#comments Tue, 06 Feb 2018 08:48:53 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=konzerte&p=112155 Wer zu einem Konzert von STEEL PANTHER geht, weiß in der Regel, worauf er sich einlässt. Die Glam-Rocker aus Kalifornien sind einzigartig, wobei artig sicherlich nicht ganz richtig ist. Thematisch dreht sich so ziemlich jeder Song um Sex, Drugs and Rock´n´Roll, und zwar auf die derbe Tour. Diese Show ist nichts für zartbesaitete Seelen. Die … Continue reading Steel Panther w/ Fozzy »

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Wer zu einem Konzert von STEEL PANTHER geht, weiß in der Regel, worauf er sich einlässt. Die Glam-Rocker aus Kalifornien sind einzigartig, wobei artig sicherlich nicht ganz richtig ist. Thematisch dreht sich so ziemlich jeder Song um Sex, Drugs and Rock´n´Roll, und zwar auf die derbe Tour. Diese Show ist nichts für zartbesaitete Seelen. Die ebenfalls amerikanische Band FOZZY darf die Show eröffnen.

Das Mehr! Theater am Großmarkt in Hamburg ist die perfekte Location für das Glam-Spektakel. Vor dem Eingang haben sich schon zahlreiche Fans in verrückten Verkleidungen und mit wilden Perücken versammelt, um sich einen der begehrten Plätze vor der Bühne zu sichern. Pünktlich um 19:00 Uhr wird der Saal gestürmt und ist recht schnell mit rund 2000 Gästen gut gefüllt.

Es ist 19:45 Uhr und FOZZY starten ihr Set. Die Band um Sänger und Wrestler Chris Jericho versteht es, mit viel Power und Action auf der Bühne, die Meute in Wallung zu bringen. Ein sehr guter Sound ist hierbei sehr hilfreich, leider ist das Licht etwas spärlich. Schade, denn die US-Rocker geben wirklich viel Gas und hätten hier etwas mehr Beleuchtung verdient. FOZZY sind ein absolut würdiger Opener und lassen sich nach jedem Song gebührend feiern. Die Saitenfraktion ist permanent auf der Bühne unterwegs – genial, wie beide Gitarristen und auch der Basser rennen, springen und sich verrenken. Sollte diese Band einmal als Headliner unterwegs sein, so sei dies jedem Fan von ehrlicher, fetter Rockmusik dringend empfohlen! Um 20:15 Uhr geht somit eine beeindruckende Show zu Ende, die allen sichtlich viel Spaß gemacht hat. Der Tisch ist gedeckt für die Glam-Party des Jahres – mögen die Spiele beginnen!Die Uhr schlägt 21:00 Uhr und das Intro ertönt. STEEL PANTHER betreten in gewohnt spektakulärem Outfit die Manege. Der Funken springt sofort über und die große Sause kann beginnen. Sänger Micheal Starr, einziges Bandmitglied mit echtem langen Haar, steht sofort im Blickpunkt. Spandex Hose, hautenges Shirt und eine Menge Tattoos sind die optischen Merkmale des Sängers, der allerdings auch gesanglich überzeugen kann: Wir haben es hier mit absoluten Vollblutmusikern zu tun, die es zudem noch perfekt beherrschen, die Show mit einem sehr frivolen Theaterstück zu kombinieren.

Die Musiker lassen keine Möglichkeit aus, über ihre Vorliebe zu Brüsten, Blowjobs und Parties zu philosophieren. Dabei nehmen sie sich, sehr zur Belustigung des Publikums, allzu gerne selbst aufs Korn – langweilig wird es also nicht. Satchel, Gitarrist der Band, zeigt mit einem beeindruckenden Solo, dass er nicht nur über (nach eigener Aussage) großartige sexuelle Fähigkeiten verfügt, sondern auch ein begnadeter Saitenhexer ist. Wirklich großartig! Er nutzt zusätzlich zur Gitarre auch das Schlagzeug. Coole Idee.

Während der gesamten Show wird permanent das Publikum mit einbezogen: Für den Song ,,17 Girls In A Row“ werden geschätzte 30 Frauen aus der Menge auf die Bühne geholt um diesen Song gemeinsam abzufeiern. Gewöhnlich ziehen hier viele der Girls blank. Die Hamburgerinnen sind an diesem Abend allerdings recht zugeknöpft und zeigen wenig Haut.

Sehr auf sein Äußeres bedacht wirkt auch Bassist Lexxi Foxx, der nach jedem zweiten Song erstmal Lipgloss auflegt. Das ist Glam-Metal in Perfektion.

Lange, allerdings auch sehr lustige Konversationen zwischen den Musikern gehören genauso zur Show wie die sehr unterhaltsame Choreografie, zu der auch ein aufblasbarer Riesenpenis gehört, der immer wieder in die Show eingebunden wird.

Die grelle Lichtshow ist – dazu passend – vornehmlich in Pink und anderen schrillen Farben gehalten, und auch der Tontechniker hat heute einen sehr guten Abend: Sein perfekt abgemischter Sound rundet diese große Unterhaltungsshow gelungen ab. Wer hier heute Abend nicht zufrieden ist, scheint nicht gewusst zu haben, was ihn bei STEEL PANTHER erwartet.

Nach rund 100 Minuten geht ein großes, schlüpfriges Theaterstück zu Ende. STEEL PANTHER sind nicht grundlos die angesagteste Glam-Metal-Band unserer Zeit – warum, haben sie heute Abend überzeugend unter Beweis gestellt.  Die 2000 Hamburger Fans haben heute jedenfalls die volle Breitseite Glam bekommen. Wer die Show heute verpasst hat, kann STEEL PANTHER in diesem Jahr in Wacken erleben. Dort wird übrigens reichlich ,,blank“ gezogen.

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The Dead Daisies World Tour 2018 https://www.metal1.info/konzerte/the-dead-daisies-world-tour-2018/ https://www.metal1.info/konzerte/the-dead-daisies-world-tour-2018/#respond Mon, 05 Feb 2018 18:41:04 +0000 https://www.metal1.info/?post_type=konzerte&p=111210   THE DEAD DAISIES sind bereit, 2018 zu ihrem Jahr zu machen. Am 6. April 2018 veröffentlicht die US-Allstar Rockband ihr neues Werk „Burn It Down“ via Spitfire Music / SPV und geht im Anschluss auf große Welttournee. Die Burn It Down World Tour 2018 bringt die Rock N‘ Roll Show im Frühjahr auch für … Continue reading The Dead Daisies World Tour 2018 »

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THE DEAD DAISIES sind bereit, 2018 zu ihrem Jahr zu machen. Am 6. April 2018 veröffentlicht die US-Allstar Rockband ihr neues Werk „Burn It Down“ via Spitfire Music / SPV und geht im Anschluss auf große Welttournee. Die Burn It Down World Tour 2018 bringt die Rock N‘ Roll Show im Frühjahr auch für sechs Termine nach Deutschland.

18. April 2018 in Hamburg in der Markthalle
25. April 2018 in Osnabrück im Rosenhof
26. April 2018 in München im Backstage
03. Mai 2018 in Berlin im Kesselhaus
04. Mai 2018 in Wiesbaden im Schlachthof
05. Mai 2018 in Köln in der Live Music Hall

Tickets für die Deutschland-Konzerte sind ab sofort unter www.myticket.de sowie telefonisch unter 01806 – 777 111 (20 Ct./Anruf – Mobilfunkpreise max. 60 Ct./Anruf) und bei den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

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