Ignite w/ Terror, Strung Out, Death Before Dishonor

  • München, Backstage
  • 14. April 2008

Ein Band Package vom feinsten wartete auf die Besucher am Montag im Münchener Backstage Werk. Zum Headliner Ignite hatten sich Burn The 8 Track, Death Before Dishonor, Strung Out und Terror gesellt und so konnte man einiges erwarten vom Abend.

Da ich erst gegen halb 8 ins Werk kam, hatte ich die erste, mir unbekannte und auch nirgends erwähnte Band verpasst und Burn The 8 Track hatten bereist mit ihrem Set begonnen. Vor der Bühne regte sich kaum etwas und die Konzertgänger hielten sich lieber an der Bar, am Merchandisestand oder erst mal im Hintergrund. Dennoch spielten die Jungs motiviert auf. Die fehlende Bewegung lag wohl auch daran dass die meisten entweder auf Death Before Dishonor oder auf die melodischen Strung Out warteten. An Melodie fehlte es Burn The 8 Track auf alle Fälle nicht, denn ihre Musik erinnerte stark an Bands wie Fall Out Boy oder Hot Water Music. Zu mindestens konnten sie nach jedem Song einen gefälligen Applaus für sich verbuchen.

Nach kurzer Umbaupause enterten Death Before Dishonor (DBD) die Bühne. Im nu war auch der Floor gefüllt. Für meinen Geschmack noch etwas zu dünn, aber so hatten viele der HC’ler genügend Platz für ihre Moves. Death Before Dishonor spielten ein cooles Set in dem Songs wie „Curl Up And Die“, „Born From Misery“ und „Behind Your Eyes” nicht fehlen durften. Die Band selbst war super drauf und auch der Sound war ganz ausgezeichnet. Zwischen drin beehrte Scott Vogel, der Sänger von Terror, das Publikum, hielt sich aber eher am Rand. Einen feinen Circle-Pit gab’s auch und DBD beendeten ihren Auftritt nach einer viel zu kurzen halben Stunde mit dem Klassiker 6.6.6. (Friends, Family, Forever).

Hierauf folgten Strung Out aus Kalifornien. Die Band und vor allem Sänger Jason Cruz gaben alles und auch das Publikum schwitzte mit ihnen. Ihr Melodiebetonter Mix aus Punk und Hardcore kam gut an und die Stimmung war toll. Mir sind Strung Out an diesem Abend zum Ersten mal begegnet und haben einen guten Eindruck hinterlassen. Die Leute waren auch begeistert und vor der Bühne gab es einen akkuraten Pit. Besonders auffällig war die um einiges längere Spielzeit als im Vergleich zu ihren Vorgängern. Aufgewärmt konnte man sich auf die nächst Band freuen.

Mit klassischer Musik kamen Terror auf die Bühne und legten sogleich mit „One With The Underdogs“ los. Während die Band aufdrehte, drehten die Leute durch und ließen ihre Energie im Pit raus. Eine Verschnaufpause wurde den Leuten nicht gegönnt und direkt darauf folgte „Last Of The Diehards“. Im Endeffekt wurde die komplette Playlist die unter anderem aus Brechern wie „Keep Your Mouth Shut“, „Strik You Down“, „Always The Hard Way“, „Out Of My Face“, „Overcome“, und “Spit My Rage” bestand abgefeiert. Auch Terror waren begeistert. So schmiss Scott Vogel von der Bühne aus das Mikrophon immer wieder einfach ins Publikum das dann die Shouts übernahm. Stage Diver ignorierten die Absperrung und hangelten sich über die Köpfe der anderen. Kurzer Hand blieben 2 gleich auf der Bühne und übernahmen bei einem Song das Mikrophon des Gittaristen. Ein Fan naher Auftritt ohne Berührungsängste, so wie man das von Terror gewohnt ist.

Nach diesem starken Auftritt fragte ich mich ob die Leute noch genügend Power für Ignite hatten, was sich für mich bereits beim ersten Song „Bleeding“ erledigte, denn es herrschte sofort wieder Krieg vor der Bühne. Im Fokus stand das neue Album „Our Darkest Days“. Highlights hieraus waren auf alle Fälle „Let It Burn“ „Fear Is Our Tradition“ und „My Judgement Day“. Über die härte des Pits war ich doch überrascht, sind doch gerade die neuen Ignite Sachen um einiges ruhiger. Der Ignite Sänger machte während des Auftritts Wahlwerbung für Barack Obama und für eine Umweltschutzorganisation zur Rettung der Ozeane. Weil ich meinen Zug erreichen musste war für mich „Sunday Bloody Sunday“ der letzte Song den ich noch voll mit bekam. Von draußen konnte ich aber noch den Beginn des Akustik Lieds „Live For Better Days“ erhaschen. Ein wenig ärgert mich dass, da ich sicher noch ein, zwei Zugaben verpasst habe. Dies ändert aber nichts daran, das Ignite eine absolut geile Show abgeliefert haben.


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