Machine Head

  • Luxemburg
  • 22. November 2003

Am 22. November machten Machine Head im Laufe ihrer Through The Ashes Of Europe Tour halt in Luxemburg um sich auch da, wie so ziemlich überall, abfeiern zu lassen und die Songs ihres neuen Albums auch live zu präsentieren. Und eins kann ich sofort sagen : Es hat sich gelohnt. Ich hatte bereits das Glück sie auf ihrer letzten Tour 2001 bewundern zu können und sie haben es geschafft diese Show meilenweit in den Schatten zu stellen.

An besagtem 22. November spielten sie im ausverkauften Atelier und gegen 20 Uhr öffneten sich die Tore und man konnte eintreten. Der Merchandise-Stand hat mich angenehm überrascht da es dort viele Sachen, wie z.B. Shirts, Hemden, Patches etc. zu kaufen gab, die es sonst noch nirgends zu erwerben gibt. Also hab ich mir direkt mal das Tour-Shirt für 25 € gekrallt. Und dann begann das Warten. Um Viertel vor neun, kamen fünf obskure Typen auf die Bühne, die in Luxemburg wohl Support sein sollten, und so war es dann auch. Die Band nannte sich D-Fact und haben, wenn ich den Soundbrei richtig identifizieren konnte, eine Art Metalcore gespielt, die mich und, wie es aussah, auch den Großteil der anderen Zuschauer und Zuhörer nicht überzeugt hat. Erstens war der Sound einfach nur abartig scheiße und desweitern bin ich sowieso kein Core Freund. Um 21:20 Uhr hatte der Schrecken dann ein Ende und meine Ohren hatten etwas Zeit sich zu erholen. D-Fact haben sich übrigens vor kurzem aufgelöst, komisch. ;)

Nach dem Soundcheck wurde einem das Warten dann durch In Flames ‘Reroute To Remain‘ versüßt. Viertel vor zehn war’s dann soweit. Das Licht ging aus und das Intro das sie auch schon auf der letzten Tour verwendet haben tönte aus den Boxen. Im Dunkeln sah man vier Gestalten auf die Bühne kommen die bereits ohne einen Ton zu spielen, frenetisch gefeiert wurde. Los ging’s mit dem göttlichen ‘Imperium‘ und es gab absolut kein halten mehr. Die Halle bebte und das ganze Publikum machte mit. Auch die nachfolgenden Songs kamen sehr gut und zu meinem Erstaunen funktioniert die Ballade ‘The Burning Red‘ live mehr als nur gut und hat mir besser gefallen als später gespielte ‘Descend The Shades Of Night‘. ‘Non But My Own‘ war mein persönliches Highlight, genauso wie ‘Trephination‘ das mich auf CD nie wirklich überzeugen konnte, live allerdings nur derbstes Geprügel ist. Auch ‘In The Presence Of My Enemies‘ kam erstaunlich gut rüber und über ‘Blood For Blood‘ brauch man wohl keine Worte mehr verlieren. Zu Erwähnen ist noch dass ich bei diesem Song einen Ellbogen in Fresse bekam und danach mein Zahn wackelte, ausserdem knallte mir ein Typ mit seinem gesamten Körper gegen den Brustkorb und ich bekam fast fünf Minuten kein Luft mehr. Das war bloß ein kleiner Auszug aus einer langen Liste Verletzungen die ich während des gesamten Gigs davon trug. Sonst ging’s mir aber gut.

Dann verschwanden Machine Head von der Bühne und nach 5 Minuten gab’s dan den obligatorischen Zugabeblock. Nach dem schnell runtergerotzen ‘Davdian‘ hatten die Jungs einen dermaßen Heidenspaß, den man ihnen auch ansah, dass sie gleich drei Songs coverten. ‘Number Of The Beast‘ genauso wie ‘Creeping Death‘ wurden ganz durchgespielt, inklusive Soli und haben nicht nur mich zum mitsingen bewegt. Ich kam mir vor wie auf einer riesigen Metalparty. Der Circle-Pit am Ende von ‘Block‘ war auch noch ganz nett und schon war’s vorüber. Robb Flynn hat sich noch minutenlang auf der Bühne feiern lassen und plötzlich waren sie weg, genauso schnell wie sie gekommen sind und hunderte glückliche Menschen machten sich auf den Weg zum Ausgang.

Insgesamt war es ein genialer Samstagabend den ich nirgends hätte besser verbringen können als auf diesem Konzert. Eine super aufgelegte Band, eine geniale Stimmung, ein guter Sound und ein volles Haus ließen diese Show zu einem unvergeßlichen Erlebnis werden.

Setlist :
1. Imperium
2. Take My Scars
3. The Blood The Sweat, The Tears
4. Left Unfinished
5. Ten Ton Hammer
6. The Burning Red
7. None But My Own
8. Trephination
9. In The Presence Of My Enemies
10. Blood For Blood

Zugabeblock:
11. Descent The Shades Of Night
12. Davidian
13. Number Of The Beast (Iron Maiden)
14. Walk (Pantera)
15. Creeping Death (Metallica)
16. Block


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