Bandcamp verbietet KI-generierte Inhalte und deren Nutzung zu Trainingszwecken

Bandcamp hat als erste große Musikplattform KI-generierte Inhalte verboten. In einem Reddit-Beitrag erklärte das Unternehmen, dass Musik und Audio, die ganz oder teilweise von KI erzeugt wurden, auf der Plattform nicht erlaubt sind und entfernt werden können. Zudem ist es untersagt, hochgeladene Inhalte zur Schulung von KI-Modellen zu verwenden.

Nutzer werden ermutigt, verdächtige Inhalte zu melden. Andere Plattformen wie Spotify und Deezer verfolgen derzeit einen konservativeren Ansatz und konzentrieren sich auf die Vermeidung von Imitationen.

HIER findet ihr unser Special zum Thema KI im Metal.

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3 Kommentare zu “Bandcamp verbietet KI-generierte Inhalte und deren Nutzung zu Trainingszwecken

  1. Danke für den Bericht. Sicherlich ist Bandcamp auch nicht das gelbe vom Ei, aber das Modell digitaler Musik darüber, funktioniert scheinbar auch für die Bands zumindest zufriedenstellend. Wenn man so Sachen wie Old Nick und das Label des Bandkopfes betrachtet oder das Label Personaluschi, klappt mit Kleinstauflagen und eingeschränktem Streaming einiges. Das Social Media-Game sollte man auf alle Fälle mitspielen, so sind manche Sachen darüber mittlerweile ja auch zum Meme geworden (Curtain Wall oder Draugveil). Die Wertschätzung dem Produkt Gegenüber ist schon noch Mal anders und der Vorteil, dass ich gleich physische Tonträger und Merch bestellen kann, hat schon was für sich. Ich nutze es seit Jahren und bin auch mit der App zufrieden, wenn ich was streamen möchte. Zumindest habe ich nicht das Gefühl, dass es vordergründig um Ausbeutung geht, das habe ich bei Spotify und Co nämlich schon.

    Dass Bandcamp aktiv gegen KI vorgeht, ist ein wichtiger Schritt, vor allem wenn es um Monetarisierung geht und macht mir die Seite noch etwas sympathischer.

    1. Das sehe ich ähnlich. Ich finde vor allem das massenhafte Erstellen von Inhalten wirklich schwierig. Wenn man sich aktuell beispielsweise einmal große Bilddatenbanken ansieht, blickt man auf schätzungsweise 70 % KI-generierte Produkte. Nicht nur, dass Fotografen, Gestalter und Modelle dabei kaum noch wahrgenommen werden, die Produzenten dieser Bilder können ja auch in einer solchen Geschwindigkeit Material anliefern, dass man zum Teil gar keine Lust mehr hat, sich umzuschauen bzw. reinzuhören, wenn es um Musik geht. Es ist eben alles gleich und in jedem Geschmack erhältlich. Von daher finde ich auch, dass man sowohl den Künstlern als auch den Betrachtern mehr Wertschätzung entgegenbringt, wenn man nicht alles – mit teils sinnlosen Produkten – überflutet. Ich bin kein grundsätzlicher KI-Gegner, ich finde es nur sinnvoll, ein Auge darauf zu haben – vor allem, wenn Existenzen dadurch unmittelbar gefährdet sind. Von Bandcamp halte ich allgemein viel.

      1. Da bin ich ganz bei dir, ich sehe auch nicht grundsätzlich ein Problem an KI-generiertem Content, aber fände es auch extrem wichtig, dass hier quasi zwei parallel existierende Systeme erschaffen werden – ob bei Bild oder Musik, MUSS ich KI verlässlich filtern/ausblenden können, aus Gründen der Masse, der Qualität, der Sympathie gegenüber Künstlern oder was auch immer die Motivation sein mag.

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