Der Streaming-Dienst DEEZER hat die nach eigenen Angaben weltweit erste Umfrage zu Wahrnehmungen und Einstellungen gegenüber mittels künstlicher Intelligen (KI) generierter Musik veröffentlicht. Die von Ipsos durchgeführte Befragung umfasste 9.000 Teilnehmer aus acht Ländern (USA, Kanada, Brasilien, UK, Frankreich, Niederlande, Deutschland und Japan). Im Ergebnis zeigte sich ein deutliches Anliegen nach Kennzeichnung von KI-generierter Musik sowie nach fairer Behandlung und Bezahlung von Künstlern, deren Werke zum Training von AI-Modellen genutzt werden. Es zeigte sich aber auch, dass die überwiegende Mehrheit der Befragten keinen Unterschied mehr zwischen KI-Musik und menschengemachter Musik erkennen kann.
In einem Blindtest, in dem alle Teilnehmenden drei Tracks zu hören bekamen und entscheiden sollten, ob diese vollständig AI-generiert seien, konnten 97 % der Befragten den Unterschied nicht erkennen. Von diesem Ergebnis zeigten sich 71 % der Befragten überrascht und 52 % fühlten sich unwohl damit, den Unterschied nicht feststellen zu können.
Die Mehrheit der Befragten lehnt KI-Musik dabei nicht grundsätzlich ab: 66 % der Musikstreaming-Nutzenden sagten, sie würden KI-generierte Musik aus Neugier zumindest einmal anhören; 45 % möchten solche Musik allerdings auf der Plattform herausfiltern können und 40 % würden sie überspringen.
Die Untersuchung ergab außerdem, dass 80 % eine klare Kennzeichnung von KI-generierter Musik verlangen, 73 % wissen gerne, ob ein Streamingdienst solche Inhalte empfiehlt, und 52 % sind der Ansicht, KI-generierte Songs sollten nicht in den gleichen Charts wie menschliche Produktionen gelistet werden. 65 % sprechen sich dagegen aus, dass urheberrechtlich geschütztes Material zum Training von AI-Modellen verwendet wird, und 70 % sehen in KI-generierter Musik eine Bedrohung für die Lebensgrundlage von Musikerinnen und Musikern.
Alexis Lanternier, CEO von Deezer, sagte: „Die Umfrage zeigt deutlich, dass den Menschen Musik wichtig ist und sie wissen möchten, ob sie AI‑ oder menschlich erzeugte Tracks hören. Es gibt Bedenken, wie KI‑generierte Musik die Existenzgrundlage von Künstlern beeinflussen wird; es ist beruhigend, dass wir breite Unterstützung für unsere Maßnahmen zur Transparenz und zum Schutz von Künstlern haben.“
Die ganze Studienauswertung von DEEZER ist hier einzusehen (Englisch).


Beweist für mich eigentlich erst einmal, dass aktuelle Popmusik so generisch ist, dass man den Unterschied zu KI kaum mehr erkennen kann. Mittlerweile ist es so wichtig, dass es Alleinstellungsmerkmale gibt, um gefragt zu sein, Taylor Swift mit ihrer Lore um die Musik kriegt das hin.
KI im Metal funktioniert noch nicht so gut, dass man da wirklich Angst vor Verwechslung haben braucht. Zumindest glaube oder hoffe ich das. Mit ein wenig Aufmerksamkeit sollte man da keine Probleme haben, aber wenn man wie so viele nur so nebenbei hört, würde mich auch nicht wundern, wenn manche es nicht mehr erkennen.
Zu Teilen pflichte ich dir bei – je individueller ein Musikstil im ganzen oder einer Band im speziellen ist, desto schwerer/einfacher (je nach Perspektive) ist es. Aber ich würde dir schon jetzt widersprechen, was den „Metal“ im Ganzen anbelangt. Grade gut produziertes mit Mainstream-Approach, sei es nun in Richtung Amon Amarth oder Sabaton, ist definitiv schon jetzt nicht mehr vor KI-Klonen sicher.
Stimmt. Was aber für mich eher an Sabaton und Co liegt.
Definitiv. Sabaton haben das Selbst-Kopieren ihrer immer gleichen und einfachen Strukturen ja schon so perfektioniert, dass eine KI damit hervorragend lernen kann.
Im Power Metal, einem meiner Lieblingsgenres, gibt es leider auch schon so einige KI-generierte Sachen, die erschreckend glaubhaft klingen. Momentan kann mans noch recht gut und schnell am Gesang unterscheiden, aber auch das verschwimmt zunehmend.