Wie unter anderem die Los Angeles Times berichtete, hat eine Bundesjury in Manhattan entschieden, dass LIVE NATION und seine Tochtergesellschaft TICKETMASTER als illegales Monopol im US-amerikanischen Konzertmarkt operiert haben. Das Urteil fällt nach einem fünfwöchigen Prozess und könnte weitreichende Folgen für die Musikindustrie haben.
Die Klage geht auf eine kartellrechtliche Untersuchung des US-Justizministeriums aus dem Jahr 2024 zurück. Die Jury stellte fest, dass TICKETMASTER Konsumenten pro Ticket um 1,72 US-Dollar zu viel berechnet hat. Die Schadenshöhe legt der Richter zu einem späteren Zeitpunkt fest. Im Prozess wurden interne Nachrichten publik, in denen ein Manager Kunden als „so dumm“ bezeichnete und schrieb, das Unternehmen „zocke sie ab“.
Mehr als 30 US-Bundesstaaten hatten das Verfahren eigenständig weitergeführt, nachdem das Justizministerium unter der Trump-Administration einen Vergleich mit LIVE NATION geschlossen hatte, der eine Zahlung von 280 Millionen US-Dollar sowie strukturelle Änderungen umfasst. LIVE NATION erklärte, das Urteil sei „nicht das letzte Wort in dieser Sache“. Eine Zerschlagung der beiden Unternehmen gilt als mögliche Konsequenz, ist jedoch noch nicht entschieden.

