US-Investor steigt beim Wacken Open Air ein

Die US-Investmentgruppe Providence Equity Partners wird künftig mit ihrem Tochter-Unternehmen Superstruct Entertainment bei der International Concert Service GmbH (ICS) mitmischen.
Die ICS ist die Firma der beiden Wacken-Gründer Holger Hübner und Thomas Jensen und unter anderem Veranstalter des WACKEN OPEN AIR. Trotz des Einstiegs von Superstruct sollen Hübner, Jensen und ihr Team die Führung des Unternehmens behalten.

In einer offiziellen Pressemitteilung sagen Hübner und Jensen: „Der Beitritt zum Superstruct-Netzwerk ist eine großartige Nachricht für unser Team und unsere Fans. Wir werden weiterhin erstklassige Erlebnisse durch unser Portfolio an Live-Events bieten, sind nun aber zusätzlich in der Lage, von einem Partner mit globalem Netzwerk und Erfahrung zu profitieren. Das wird uns helfen, weiter zu wachsen und das, was wir tun, noch professioneller zu machen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Superstruct-Team, um auch zukünftig an die Grenzen des Möglichen zu gehen. Unser Ziel bleibt es weiterhin, die Heavy Metal Fans auf der ganzen Welt zu begeistern und Menschen mit unseren Live-Aktivitäten glücklich zu machen.“

Die gesamte Pressemitteilung findet ihr hier.

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Geschrieben am 18. August 2019 von

3 Kommentare zu “US-Investor steigt beim Wacken Open Air ein”

    1. Olaf

      Joo, das ist ein interessanter Beitrag.

      Bedenkenswert fand ich die Schlussfolgerung:
      „Damit stirbt die kulturelle Vielfalt, und wir erleben die kulturelle Ödnis marktgerechter Mainstreammusik.“
      Interessanteweise hat ein weiteres Nichtmusik-Medium (golem) fast zeitgleich eine Beitrag zur Digitalisierung veröffentlicht:
      https://www.golem.de/news/musikmarkt-pop-im-zeichen-der-31-sekunden-1907-142896.html
      „Der Einbruch bei CD- und Download-Verkäufen wurde aufgefangen durch besser funktionierende Bezahlsysteme. Davon können allerdings vor allem junge, noch wenig bekannte Musiker kaum leben. „In der Tat sind die Einkünfte über Streaming marginal im Vergleich zu früher mit physischen Tonträgern“, sagt Professor Dahmen.“

      Kurz und gut. nur die schon Etablierten verdienen und werden auch weiterhin mit Musik ihr Einkommen haben.

      In der sehr guten Kolumnenserie von Moritz „Lasst uns über Geld reden“ wurde ja ein ähnliches Fazit gezogen.

      Das alles was Geld bringt in dieser Gesellschaft kommerzialisiert und monetarisiert wird ist nicht wirklich überraschend. Auch das dabei die großen Player wie Eventim der Underground nicht interessiert, ist logisch.
      Metal ist schon lange durchkommerzialisiert. Das zeigen auch die, nun ja unnormal, vielen Open-Air-Festivals im Sommer.

      In der Serie von Moritz (besonders Teil 3) wurde ja auch Alternativen zum Mainstream aufgezeigt. Um den Underground auf Dauer „zu retten“ wurde auch der Fan in die Pflicht genommen, sein Lieblingssparte, auch kommerziell zu stützen.

      Was mich aber bewegt:
      Führt die zunehmende Zentralisierung der Kommerzialisierung im Metal, wirklich
      zu weniger Underground/Subkultur/Abwechslung/Innovation?
      Wenn ja, reicht dann die Fanbasis, die naturgegebenen ja relativ klein ist, aus um den
      Underground zu retten?

      Ich kann das echt nicht beurteilen, aber ein ungutes Gefühl habe ich schon.

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