CD-Review: Abnormality - Sociopathic Constructs

Besetzung

Mallika Sundaramurthy - Gesang
Jeremy Henry - Gitarre
Sam Kirsch - Gitarre
Josh Staples - Bass
Jay Blaisdell - Schlagzeug

Tracklist

01. Monarch Alpha
02. Penance
03. Kakistocracy
04. Transmogrification Of The Echoborgs
05. A Catastrophic And Catalyzing Event
06. Aeturnum
07. Dying Breed
08. A Seething Perversion
09. Curb Stomp


Mit ihrem Zweitwerk „Mechanisms Of Omniscience“ haben die US-Death-Metaller ABNORMALITY vor drei Jahren ein wahres Knaller-Album voller brachialer Durchschlagskraft und geballter Frauenpower an den Vocals vorgelegt. Das bot in der entsprechenden Review einen Anlass, darüber zu philosophieren, ob und wie ein Nachfolger das überbieten könnte – schließlich sagt man doch „the third one will make it or break it“. Nun steht mit „Sociopathic Constructs“ in der Tat das dritte Album von ABNORMALITY vor der Tür und hat gemessen am starken Vorgänger sehr hohe Erwartungen zu erfüllen.

Wie schon auf „Mechanisms Of Omniscience“ lassen sich ABNORMALITY erneut kaum Zeit, um zur Sache zu kommen. Von der ersten Sekunde an erdrückt der Opener „Monarch Alpha“ den Hörer – und das im durchaus positiven Sinne. Der temporeiche Einstieg in die Platte entfaltet eine mitreißende Wirkung,, die jedoch ein wenig Einarbeitungszeit fordert, um sich offenbaren zu können. Dann entdeckt man nach und nach energetische und oftmals technisch erneut anspruchsvolle Riffs, über die sich die gewohnt brutalen Vocals der Sängerin Mallika Sundaramurthy wie ein Ungetüm erheben. Die zweite Nummer „Penance“ verläuft nach einem ähnlichen Prinzip und variiert das Tempo mehrmals und gekonnt im Laufe der Spielzeit von unter vier Minuten, in denen sich mehr tut als bei so manchem überlangen Song anderer Bands.

Apropos Spielzeit: Diese ist mit rund 30 Minuten für die komplette Platte zwar knapp bemessen, dafür lohnt sich jede Minute davon ohne Abstriche. Und damit nicht genug: Während der Vorgänger tendenziell im ersten Drittel seine stärksten Songs hatte und die Zugkraft der späteren Nummern minimal nachließ, bleibt das Niveau auf „Sociopathic Constructs“ die ganze Zeit über mindestens konstant. Gerade mit dem von tonnenschweren Breakdowns gekennzeichneten „Dying Breed“ oder dem mit verhältnismäßig zugänglichen Riffs aufwartenden „A Seething Perversion“ (von wirklicher Eingängigkeit der Musik kann auch auf dem dritten Album der Band keine Rede sein) hauen ABNORMALITY gegen Ende noch mal einige Knaller raus, die dem vielversprechenden Einstieg in nichts nachstehen.

Mit „Sociopathic Constructs“ zeigen ABNORMALITY der (Tech-)Death-Metal-Szene erneut, wo der Hammer hängt. Viel hat sich stilistisch nicht geändert, das macht aber nichts, denn nach „Mechanisms Of Omniscience“ konnte man sich eigentlich nur ein weiteres Werk dieses qualitativen Standards wünschen. Genau das liefern die US-Amerikaner mit ihrem dritten Album ohne Abstriche ab, sodass sowohl die Band als auch die Hörer der nächsten Platte zuversichtlich entgegenblicken können. Bis dahin werden Fans des bisherigen Schaffens ABNORMALITYs sowie generell Freunde des Technical Death Metal mit „Sociopathic Constructs“ noch eine Menge Spaß haben.

Bewertung: 8.5 / 10

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