CD-Review: Below - Across The Dark River

Besetzung

Zeb – Gesang
Paud – Gitarre
Berg – Gitarre
Hedman – Bass
Doc – Drums

Tracklist

01. Trapped Under Ground
02. Bid You Farewell
03. Ghost Of A Shepherd
04. Portal
05. In My Dreams
06. Mare Of The Night
07. The Whitechapel Murderer
08. Across The Dark River


Markige und mutige Worte sind es, die die Herren von BELOW verlautbaren lassen. So heißt es im Pressetext zum Debüt der erst 2011 im schwedischen Nyköping gegründeten Band: „BELOW wurden im Herbst 2011 von drei finsteren Schweden gegründet. Nach Diskussionen darüber, warum heutige Doom-Bands entweder unmelodisch sind oder versuchen so retro wie möglich zu klingen, entschieden sie, eine eigene Band hochzuziehen, die dem epischen, düsteren Sound der Klassiker Tribut zollt: „Nightfall“ von Candlemass, „Headless Cross“ von Black Sabbath und „Conspiracy“ von King Diamond.“ Die fünf Herren haben die Latte für „Across The Dark“ also ziemlich hoch gelegt und müssen nun ihren Worten auch Taten folgen lassen.

Der Opener „Trapped Under Ground“ klingt da auf jeden Fall schon mal sehr vielversprechend. BELOW erzeugen von Beginn an eine sehr düstere, schauerliche Atmosphäre und spielen gekonnt klassischen Doom Metal mit einer ordentlichen Prise Epik a la Candlemass. Die Riffs sind kräftig und kommen mal im Stakkato daher und dann wieder in weit ausladender Form. Die im Refrain eingesetzten Chöre unterstützen den episch dunklen Anstrich des Stückes nochmals deutlich.
Das Überraschende an der Musik des Quintetts zeigt sich aber, wenn der Gesang von Zeb einsetzt, denn dieser will zunächst gar nicht so recht in das Bild passen. Die zu hörende Stimme passt eher in den Power Metal oder auch den etwas epischeren Heavy Metal, aber Doom Metal scheint auf den ersten Blick nicht das eigentliche Metier von Zeb zu sein. Lässt man sich aber auf diese Kombination ein, so entdeckt man auch die Vorzüge an der Verbindung.
Mit „Bid You Farewell“ findet sich gleich das zweite starke Lied auf der Scheibe, bevor das Niveau doch etwas nachlässt, auch wenn man nicht denken darf, dass BELOW nur zwei Pfeile im Köcher hatten, denn „Across The Dark River“ bewegt sich auf konstant hohem Niveau. Immer wieder schaffen es die fünf Schweden eine Stimmung zu erzeugen, die an alte Schauergeschichten erinnert und bei der man einen gewissen King-Diamond-Touch wirklich nicht leugnen kann, auch wenn das ganz große Vorbild definitiv Candlemass bleiben.
Die einzelnen Stücke auf dem Album zeugen von gutem Songwriting und bestechen oftmals durch ihr weitschweifiges und minutiöses Riffing sowie durch gezielte Variationen im Tempo, auch wenn die Grundausrichtung sich eher klassisch schleppend zeigt. Die eingestreuten Soli passen sich hervorragend in die melodischen Strukturen der Musik ein und aufgrund des Gesangs bekommt die Musik sogar einen leicht balladesken Hauch, der sicherlich Geschmackssache ist, jedoch auch eine Art Brücke zwischen Power und Doom Metal schlägt. Sehr gut zu hören ist dies vor allem bei „Mare Of The Night“ und „The Whitechapel Murderer“. Vollendet wird dieses Werk vom Titelstück, dass nochmals feinsten Epic Doom zelebriert und fasst so wirkt, als wolle man einen Kreislauf abschließen.

Am Ende bleibt festzuhalten, dass BELOW mit „Across The Dark River“ ein durchaus beachtliches Debüt abliefern, dass wirklich als Tribut an Candlemass verstanden werden kann und dass durch den ungewohnten Gesang auch seine kleine eigene Note hat. Der „Brückenschlag“ zum Power Metal dürfte auf jeden Fall für Freunde eben jenes Genre interessant sein.

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Bewertung: 7.5 / 10

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