CD-Review: Amplifire - Back At The Front

Besetzung

Micha - Gesang
Coach - Gitarre
Björn - Bass
Günter - Schlagzeug

Tracklist

01. The Final Stand
02. Macbeth
03. Economic Warfare
04. Glory, Guts, Divinity
05. The Cross Creeper
06. In Flanders Fields
07. Janus
08. Struck Down
09. Into The Dark


Aus Karlsruhe stammen die Mitglieder der Schwermetall-Front von AMPLIFIRE. 2003 zeigte man erste Lebenszeichen mit „Cannon Fodder“, worauf nach einigen Besetzungswechseln 2007 dann schließlich das vorliegende Zweitwerk „Back At The Front“ folgte. Absolut lobend muss man hier die Aufmachung des Promopakets erwähnen, dem wirklich gut gestaltet sogar ein Original-Farbfoto beigelegt ist. Respekt hierfür, da könnten sich Labels zumindest zum Teil eine Scheibe abschneiden.

Anders sieht es, so leid es mir tut, bei der Musik aus. Das ganze geht bei der Produktion los, die sich leider nur mit zwei zugedrückten Augen als gut oder druckvoll bezeichnen lässt. Da kann man heutzutage auch in Eigenregie eindeutig mehr rausholen. Dazu habe ich ein kleines Problem mit der Länge der Songs, die oftmals über sechs Minuten lang sind und diese Zeit aber nicht durch Ideenreichtum rechtfertigen, der hier allgemein eher knapp bemessen ist. Anfangs wissen einige Riffs zwar noch zu gefallen, doch dann werden diese derart oft wiederholt, dass sie einem doch nach kurzem zum Hals raushängen. Hier wäre weniger wohl mehr gewesen. Ganz anders beim Gesang, den ich als größten Minuspunkt des Albums kennzeichnen muss, denn hier wird meist sehr monoton und ausdruckslos zu Werke gegangen, man verzeihe mir den Begriff „lahm“. Positiv hervorzustechen wissen die Soli sowie die Riffs, die manchmal wirklich rocken, nur eben wie gesagt irgendwo falsch dosiert werden. So finde ich insgesamt leider nicht viel gefallen am sehr oldschooligen Heavy Metal, der hier geboten wird.

AMPLIFIRE zeigen hier und da wirklich Potenzial, und man hat das Gefühl, das Album hätte vielleicht insgesamt etwas mehr Zeit zum Reifen gebraucht. Mit stärkerer Produktion und etwas gestrafften Liedern inklusive einem gewissen Spannungsbogen und höherer Vielfalt, hätte man hier wirklich mehr abräumen können.

Bewertung: 4 / 10

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