Das Cover von "As Above So Below" von Another Demon

Review Another Demon – As Above So Below (EP)

  • Label: Eigenproduktion
  • Veröffentlicht: 2026
  • Spielart: Thrash Metal

Zwar ist die US-Westküste dank Sunset-Strip- und Bay-Area-Sound weitaus bekannter, aber auch das östliche Ende der Vereinigten Staaten hat mit Bands wie ANTHRAX, NUCLEAR ASSAULT oder TOXIK vor allem im Thrash Metal etliche international gefeierte Acts hervorgebracht. Mit ANOTHER DEMON trägt seit Kurzem eine weitere Band ihr Scherflein zur harten Szene des „Big Apple“ bei. Ihre erste EP und bisher einzige Veröffentlichung „As Above So Below“ erschien eigentlich schon 2023, wird nun aber dank Ragebreed Records neu aufgelegt und um einen Song erweitert.

Spielt Ihr eher Old School oder Neo-Thrash? Oder doch eher Crossover? ANOTHER DEMON: Ja. Die Truppe aus New York steht eindeutig auf Thrash Metal – so ganz generell – und bedient sich auf ihrer Debüt-EP munter aus dem Baukasten aller ihrer Vorbilder. Im Opener „Reduced To Ash“ bedeutet das hartes und doch melodiöses Riffing voll am Puls der Zeit, weshalb die Nummer zusammen mit dem Gesang von Frontmann Max Capshaw vor allem an SHADOWS FALL erinnert. Im folgenden „Deaf Gods“ gibt es sodann wuchtigen Midtempo-Groove und die Band bietet sich als legitimer Nachfolger der leider nicht mehr existenten LAZARUS A.D. an.

Der erste radikale Stilbruch kommt mit dem knapp gehaltenen „Skull Vessel“, das dank entsprechendem Riffing nebst passender Vocals wie eine zahmere Version von MUNICIPAL WASTE anmutet – das konnte man anhand der vorangegangenen Songs nicht erwarten, aber es funktioniert nichtsdestotrotz. Und traditionell können ANOTHER DEMON ebenfalls, wie sich am überaus gelungenen und unüberhörbar von WARBRINGER inspirierten „War March“ abzeichnet. Besondere Erwähnung haben die auf „As Above So Below“ ziemlich gelungenen Leadgitarren verdient, die gerade bei moderneren Thrash-Spielarten nicht immer garantiert sind, hier aber z. B. im abschließenden „Drawn And Quartered“ durchaus im Fokus stehen.

ANOTEHR DEMON präsentieren auf „As Above So Below“ eine coole Mischung aus traditionellen und modernen Thrash-Metal-Bausteinen, die sich definitiv auch den Genre-Wurzeln verpflichtet fühlt, ohne altbacken zu klingen. Dank entsprechender technischer Fähigkeiten setzen die New Yorker das durchaus ansprechend um, allerdings transportiert die EP auch noch keinerlei persönliche Note, weil man aus wirklich jedem Song die entsprechenden Vorbilder heraushört. Dieses Best-Of der Inspirationsquellen funktioniert, allerdings sollten sich ANOTHER DEMOM bis zu ihrem ersten vollen Album entschieden haben, in welche Richtung sie wirklich wollen, damit der rote Faden erkennbar wird.

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Thomas Meyns

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