CD-Review: Arlington - A Walk Through Jackson County

Besetzung

Tyler Benko - Gitarre, Gesang
Channing Peake - Bass, Gesang
Grant Whitson - Schlagzeug

Tracklist

01. Don't Mind
02. Ride Out
03. Hollow Moon
04. Mud
05. Motion
06. Damn Shame
07. Native Tongue
08. Better Men Than Me
09. Halo
10. Children
11. What They Say


Eine klassische Story: Drei Freunde nehmen Instrumente zur Hand und gründen eine Band. 2016 entstand so das Alternative-Rock-Trio ARLINGTON. MIt „A Walk Through Jackson County“ legen sie ihr Debütalbum vor und konnten damit direkt beim renommierten Label Rise Records landen. Produziert wurde der Longplayer von Matt Bayles (Pearl Jam, Mastodon, The Sword).

„Don’t Mind“ stellt einen fröhlich-munteren Rocker zum Einstieg dar, der allerlei Indie-Elemente mit sich bringt. Auch gesanglich zeigen sich die drei Musiker hier zwischen frohlockend-hellen Tonlagen und erdig-rockiger Herangehensweise bereits sehr variabel. Die Band setzt aber auch auf tanzbare Rocknummern mit Funk-Einschlag („Ride Out“) oder auf eine bluesige Note mit kraftvollem Refrain („Mud“).

Was schon nach kurzer Zeit auffällt ist der erstklassige Mix, der alle Instrumente mit guter Intensität herausstellt. Seien es hintergründige Riffs, der mehrstimmige Gesang das locker-flockig gespielte Schlagzeug – hier wurde ganze Arbeit geleistet. Gegen das bis dahin Gebotene präsentiert sich „Motion“ als Rockballade mit dezenten Verweisen an die schwedischen Graveyard, bevor ARLINGTON ihren gewohnten Stil wieder augreifen.

Mit teils punkigen („Native Tongue“), teils wiederholt Indie-behafteten Titeln („Damn Shame“) wird „A Walk Through Jackson County“ weitergeführt. Ein weiterer Lichtblick ist das Solo in „Better Men Than Me“, welches zwar nicht bahnbrechend ist, aber die Liebe der Kalifornier zur Musik sehr gut unterstreicht. Knapp 41 Minuten Abspieldauer für elf Titel sind unterm Strich absolut in Ordnung.

Freunde schnörkelloser Rockmusik im Grenzbereich zwischen Alternative, Indie, etwas Punk und poppigen Momenten werden mit „A Walk Through Jackson County“ vollauf zufrieden sein. Aber auch Hörer mit anderen Präferenzen sollten dem Debüt ein Ohr schenken, ist es doch sehr liebevoll produziert, pendelt mit spielerischer Leichtigkeit zwischen härteren und soften Momenten und hat fast durchgängig diese positive Atmosphäre, die den Herbst und Winter um einiges erträglicher machen kann.

Bewertung: 7.5 / 10

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